Nachdem wir bei unserem netten und äußerst produktiven
Business-Brunch in Münster die ca. 100 im Rahmen des Brainstorming gefundenen Fragen unter uns aufgeteilt hatten, ging es auch schon langsam, aber sicher an die Suche eines passenden Verlages.
Weil ich zusammen mit meinem Mann ja vor einigen Jahren bereits ein Buch zum Thema Fernunterricht („Fit für den Fernunterricht“) veröffentlicht hatte, mussten wir bei der Verlagssuche zum Glück nicht mehr von Null anfangen. „Damals“ hatten wir verschiedene Wege genutzt, um herauszufinden, zu welchem Verlag unsere Buchidee eigentlich passen könnte. Es ist ja ziemlich witzlos, wenn man sich für ein Ratgeberbuch zum Thema Weiterbildung per Fernstudium an einen Verlag wendet, der vornehmlich Krimis im Programm hat. Obwohl: Ein Fernstudium ist ja auch irgendwie spannend, und der Kampf um gute Noten kann manchmal mörderisch sein – aber das ist eigentlich ein anderes Thema... ;-)
Bei unseren damaligen Recherchen haben wir verschiedene Wege genutzt: Wir haben zunächst einmal die größeren und auch ein paar kleinere Buchhandlungen hier in Münster besucht und uns genau angeschaut, welche Verlage dort im Bereich der Weiterbildungsratgeber in den Buchregalen eigentlich vertreten waren. Anschließend haben wir eine ganze Menge Bücher in die Hand genommen, nicht nur, um den Namen des Verlages und möglichst auch dessen Internetadresse herauszubekommen, sondern auch, um ein „Gefühl“ für die Bücher zu entwickeln: Wie ist die Aufmachung? Wie ist die Papier- und Druckqualität? Wie ist das Layout? Findet man schon auf den ersten Seiten jede Menge Fehler? Gibt es eigentlich Abbildungen in den Büchern?
Nachdem wir auf diese Weise die Buchhandlungen „abgearbeitet“ hatten und schon eine vorläufige Liste von Verlagen erstellt hatten, stand auch noch ein Besuch der örtlichen Stadtbücherei auf dem Programm. Hier bekamen wir einen guten Eindruck davon, welche Bücher besonders oft ausgeliehen wurden und wie sie nach einer solchen Dauerbenutzung durch die verschiedenen Leser aussahen: Eine bessere und härtere Prüfung, z.B. hinsichtlich der Qualität der Bindung der Bücher, kann es eigentlich gar nicht geben! ;-)
Nach unseren „Undercover-Besuchen“ bei den Buchläden und der Stadtbücherei hatten wir schließlich eine ganz ordentliche Liste von Verlagen zusammen, in deren Programm unser Buchprojekt u.U. passen könnte. Es gab dabei einige Leitfragen, die wir uns bei unserer Auswahl gestellt haben:
· Wie lange behält der jeweilige Verlag seine Bücher normalerweise im Programm? Wenn Bücher z.B. schon nach wenigen Monaten vom Markt verschwinden, wäre das natürlich nicht in unserem Sinne.
· Sind die Bücher bei großen Internetversendern wie amazon auf Lager, so dass ein schneller Versand möglich ist?
· Welche verschiedenen Reihen gibt es bei dem Verlag? In welche Reihe würde unser Buch passen?
· Welchen Eindruck machen die Autoren, die ebenfalls in dem Verlag veröffentlichen?
· Wie wirkt die Internetseite des Verlages?
· Kann man die Bücher direkt von der Verlagsseite aus bestellen?
· Macht der Verlag PR und Werbung?
Daraus entstand eine ziemlich umfangreiche Verlagsliste, die gar nicht mal schlecht war! Sie hatte für unser aktuelles Buchprojekt nur einen einzigen Nachteil: Sie war in die Jahre gekommen, so dass wir jetzt noch einmal daran gehen mussten, die wichtigsten Punkte zu überprüfen: Gab es den Verlag eigentlich noch? Existierte die Reihe, zu der u.U. auch das neue Buch passen könnte, noch? Hatten in der Zwischenzeit die Ansprechpartner gewechselt?
Nach einigen Recherchen hatten wir schließlich eine aktualisierte Liste von ca. 30 Verlagen zusammen, die zu unserer Buchidee passen könnten. Diese Liste ging dann umgehend auch zu Markus, der sich überlegen sollte, ob er vielleicht noch weitere Verlage im Auge hatte.