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Ist jeder gleichermaßen für die Lernform Fernunterricht geeignet?
Ein Fernstudium ist eine sehr flexible Lernform, die optimal für eine berufsbegleitende Weiterbildung geeignet ist. So könnte der Gedanke entstehen, dass ein Fernstudium eigentlich für alle Weiterbildungswilligen der beste Weg sei. Dem ist aber nicht so. Es gibt durchaus Voraussetzungen, die Fernlerner mit bringen sollten, um erfolgreich sein zu können.
Deshalb muss jeder zunächst für sich selbst herausfinden, ob die Fernunterrichtsmethode den persönlichen Lerngewohnheiten entspricht. Dafür eignet sich die Probezeit, die bei allen Angeboten vorhanden ist. Diese sollte genutzt werden, um sich intensiv mit den Unterlagen zu beschäftigen und in das Fernstudium einzusteigen.
Die eingangs angesprochenen Voraussetzungen betreffen vor allem das Lernen durch Lesen sowie Fragen der Selbstmotivation und der Unterstützung durch das persönliche Umfeld.
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Außerdem ist es für ein erfolgreiches Fernstudium wichtig, sich gut selbst motivieren und organisieren zu können. Zwar geben die Fernschulen und Fernhochschulen oft Ratschläge mit auf den Weg, wie sich die Teilnehmer organisieren können und in welcher Reihenfolge die einzelnen Lerneinheiten bearbeitet werden sollen, aber letztlich muss jeder Teilnehmer selbst diese Zeiten in seinen Wochenplan einsetzen und diese dann auch wirklich nutzen. Anders als im Präsenzunterricht gibt es keine festen Termine, zu denen ein Dozent wartet. Der Teilnehmer entscheidet selbst, wie er seine Zeit nutzt und wann er sich um das Fernstudium kümmert.
Ganz wichtig ist auch, dass Freunde und Familie das Fernstudium akzeptieren und möglichst auch unterstützen. Sonst sind Konflikte vorprogrammiert, denn man lernt doch oft zu Hause und dann muss für das Umfeld klar sein, dass man zwar da ist, aber trotzdem nicht verfügbar ist. Insbesondere wenn (kleine) Kinder mit im Haushalt sind, ist dies oft gar nicht so einfach zu realisieren.
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Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gekürzten Auszug aus dem Buch 100 Fragen und Antworten zum Fernstudium von Anne Oppermann und Markus Jung. Das Buch mit den ungekürzten Antworten auf diese und 99 weitere Fragen ist bei Amazon.de oder direkt beim FELDHAUS VERLAG erhältlich.
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AW: Ist jeder gleichermaßen für die Lernform Fernunterricht geeignet?
Hallo
Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, welche Persönlichkeitsmerkmale Ihr alten (und jungen) "Fernstudiumshasen" für besonders wichtig haltet, damit man das eigene Weiterbildungsprojekt tatsächlich erfolgreich abschließt. Vielleicht mögt Ihr ja mal berichten...?
Viele neugierige Grüße
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AW: Ist jeder gleichermaßen für die Lernform Fernunterricht geeignet?
Das wesentliche ist ja in Eurem Artikel geschrieben
Für mich wichtig war und ist, dass ich ein Mensch bin der gerne liest und sich ganz gut selbst motivieren kann (z.B. durch die Aussicht auf eine bestandene Klausur). Sehr wichtig ist aus meiner Sicht das man die Unterstützung von Partner/Familie hat um den Kopf freizubekommen fürs lernen....
Für den Abschluss des Weiterbildungs"projekts" braucht man den langen Atem....aber nach jeder Etappe kommt man seinem Ziel ja näher....
Ich hab für mich rausgefunden, dass das Fernstudium die richtige Lernform für mich ist. Jetzt z.B. entspann ich mich erst noch ein bisserl und nachher mach ich dann was. Bei Weiterbildungen in Abendform (hab ich einmal gemacht) hab ich mich immer mehr oder minder widerwillig (oft ziemlich müde) direkt vom Büro hingeschleppt und war froh wenn ich wieder zuhause war. Ich kenn aber auch einige die genau die unmittelbare Möglichkeit brauchen, Fragen zu stellen....für diese ist u.U. ein Fernstudium nicht so geeignet...
BWL an der HFH (Diplom) - erfolgreich beendet
Crushed like a rose, in the river flow, I am I know...(Steven Wilson)
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AW: Ist jeder gleichermaßen für die Lernform Fernunterricht geeignet?
Ich kann aus beiderlei Sicht berichten (Abendschüler und Fernstudent).
So sehr das abendliche in die Schule watscheln quälend sein kann, so sehr hat es einen Vorteil: auch wenn man nur hingeht und sich berieseln lässt, schreitet das ganze voran.
Sogar wenn man nicht anwesend ist.
Meine Erfahrung mit beidem ist allerdings: man sollte sich SEHR genau überlegen, ob man sich auch derlei einlässt. Wenn es um das Abitur geht, ist eine Präsenzschule von Vorteil; schlicht wegen der Möglichkeit Bafoeg zu bekommen usw.
Für alles weitere (nicht-Abitur) sollte man sich eher überlegen, etwas an einer staatlichen Hochschule zu machen. Die meisten Fernkurse sind meiner Erfahrung nach (ich habe mit sehr vielen Leuten zu tun gehabt, die welche absolvieren wollten) fachlich mehr als kritisch zu betrachten: meist ist das Material veraltet oder fachlich fragwürdig.
Man sollte nie vergessen: Bildung ist ein finanzkräftiger Markt. Die Zentralstelle für Fernunterricht prüft die Lehrgänge zwar, aber sie MACHEN sie nicht. D.h. sie prüfen sehr viele formale Kriterien, aber eine ausgiebige inhaltliche Prüfung ist nicht gewährleistet; zumindest keine, die eine Sicht eines Lernenden nachvollzieht.
Es gibt sehr viele Anbieter und sie alle werfen Angebote auf den Markt, die sie an den Mann bringen wollen.
Es sollte daher äußerst kritisch beäugt werden, ob das Angebotene wirklich den Nutzen bringt, den man sich davon verspricht.
Was wiederum eine Aussage über die "Anforderungen" an einen Fernlernenden macht: man braucht sehr viel Geduld ggf. schlechtes Material aufzuarbeiten und sich DENNOCH selbst zu motivieren.
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AW: Ist jeder gleichermaßen für die Lernform Fernunterricht geeignet?
Hallo
Zur ZFU:
Die ZFU (bzw. die von ihnen hinzugezogenen externer Gutachter) überprüfen die Lehrgänge selbstverständlich auch inhaltlich - und zwar bis in die feinsten Feinheiten. ;-)
Ich gebe Dir alledings Recht: Weder die ZFU noch der Gutachter können sich wahrscheinlich voll und ganz in die Rolle eines Lerners hineinversetzen. Aber sie versuchen es nach Kräften...
Viele Grüße
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AW: Ist jeder gleichermaßen für die Lernform Fernunterricht geeignet?
Du schmeißt hier aber schon einiges durcheinander, wenn Du eine staatliche Hochschule mit einem Fernkurs vergleichst. Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, musst Du dann schon Präsenzstudiengänge an staatlichen (und ggf. privaten) Hochschulen mit Fernstudiengängen an staatlichen (und ggf. privaten) Hochschulen miteinander vergleichen.
Und für diese gelten die gleichen Regeln: Sie müssen staatlich anerkannt sein und es wird durchaus auch die Qualität der Inhalte geprüft - bei den Studiengängen nach Bologna kommt außerdem die Akkreditierung hinzu. Die ZFU-Zulassung ist daher nur ein Aspekt, der ja auch nur für die privatwirtschaftlich organisierten Fernstudiengänge hinzu kommt.
Fernkurse hingegen kannst Du nur mit anderen Weiterbildungen bei VHS oder privaten Anbietern vergleichen. Hier stimme ich Dir in sofern zu, dass es im Fern- aber auch im Präsenzbereich eine große Bandbreite gibt, was die Qualität angeht. Die ZFU-Zulassung stellt hier zumindest sicher, dass die Rahmenbedingungen passen und der Kurs Mindestanforderungen an die Qualität erfüllt, aber mehr auch nicht - ist aber immer noch mehr, als bei privaten Präsenz-Angeboten, die jeder ohne Prüfung auf den Markt bringen kann.
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