Soll ich meinen Kollegen vom Fernstudium erzählen?
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Das sind aber doch zwei verschiedene Situationen. Oben ging es doch darum, wie Kollegen bzw. Chef das Fernstudium sehen und ob man seinen Kollegen davon erzählen sollte und hier ging es nun darum, ob man das laufende Fernstudium in seinen Bewerbungen erwähnen sollte. Das ist ja wieder eine andere Frage, die hier auch schon intensiv diskutiert wurde und bei der ich auch eher etwas zurückhaltend wäre und ggf. eher im Bewerbungsgespräch als in den Unterlagen darauf eingehen würde, um auch gleich pro-aktiv mögliche Bedenken anzusprechen und auszuräumen.
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Ich finde einen pauschalen Rat schwierig, weil Kollegen sehr unterschiedlich sind.
Ich habe mich mit meinen früheren Kolleginnen sehr gut verstanden und verstehe mich mit meinen jetzigen Kolleginnen sehr gut und die wußten und wissen auch Bescheid. Neidisch ist mir da noch keiner gekommen - aber wie gesagt, ich habe auch sehr vernünftige und nette Kolleginnen.
Allerdings kann eine einzige eifersüchtige oder neidische Kollegin (oder natürlich Kollege) ausreichen, und dir werden Steine in den Weg gelegt. Das habe ich früher einmal erlebt. Kolleginnen oder Kollegen, die von Konkurrenzdenken geprägt sind, zu Eifersucht oder Neid neigen, würde ich es nicht mitteilen.
Gut ist, wenn man die Kollegen so weit schon einordnen kann; wenn nicht, bleibt einem nur das Bauchgefühl.
Unabhängig davon ist es aber einfacher, wenn man nichts verheimlichen muß (Seminartermin, etc.).
AKAD International Business Communication (BA)
Mit leerem Kopf nickt es sich leichter
Zarko Petan
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@Markus Jung
Ich denke die 2 Situationen sind ziemlich nah verwandt.
In beiden Fällen ändert sich etwas für meinen Chef, bzw. meinen zukünftigen Chef: er lässt sich auf einen Fernstudenten ein. Und damit muss er klar kommen und zufrieden sein.
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 Zitat von michael1983
In beiden Fällen ändert sich etwas für meinen Chef, bzw. meinen zukünftigen Chef: er lässt sich auf einen Fernstudenten ein. Und damit muss er klar kommen und zufrieden sein.
Ich denke, da liegt ein Denkfehler!
Keiner muss "zufrieden sein", wenn sich etwas verändert in einem bestehenden Arbeitsverhältnis. Nur hat der Chef in Normalfall mehr Möglichkeiten, seiner Unzufriedenheit Nachdruck zu verleihen. Natürlich kann er einem Mitarbeiter, der ein Fernstudium aufnimmt, deswegen nicht kündigen. Aber er muss auch nicht über das normale Maß hinaus Rücksicht darauf nehmen. Oder diesen Mitarbeiter bei attraktiven Aufgaben berücksichtigen, wenn der sich unkooperativ zeigt.
Ein zukünftiger Chef muss sich schon gar nicht in solch eine Situation begeben. Und auch nicht in der Absage an diesen Kandidaten begründen, warum er ihm absagt.
Ich denke, es geht nicht ohne ein Miteinander, auch im Interesse der mitbetroffenen Kollegen. Denn die müssen ja auch in einem gewissen Maß Rücksicht nehmen. Rücksichtnahme kann man nicht einfordern, um die kann man bitten. Und wenn man sie bekommt, dann ist sie so etwas wie ein Geschenk.
Sabine Kanzler
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Rücksichtnahme kann man nicht einfordern, um die kann man bitten. Und wenn man sie bekommt, dann ist sie so etwas wie ein Geschenk.
Das sehe ich genauso... Ich bin in der glücklichen Lage, dass meine direkten Kollegen und auch mein Chef soweit es möglich ist unterstützen. Versuche aber im Gegenzug, wenn ich Lerntage zu Hause einlege, vorher alles zu erledigen, damit mich niemand vertreten muss und zusätzlich meine Aufgaben am Hals hat. Das fördert die Rücksichtnahme allgemein.
Am Anfang hatte ich von meinem Fernstudium auch nur meinen direkten Kollegen erzählt. Wenn mich jetzt jemand auf meine eher unregelmäßigen Arbeitszeiten und doch häufigeren Gleittage anspricht, antworte ich direkt mit meinem Studium und bis jetzt hatte ich nur positives Feedback.
Ich muss aber noch einmal betonen, dass dies auch mit der "Leistung" im Job zusammenhägt. Wenn man dort dann ständig das Fernstudium als "Ausrede" benutzt für Aufgaben, die man gerade nicht erledigen kann, Meetings, die man nicht wahrnimmt, sinkende Arbeitsqualität schlägt Rücksichtnahme wahrscheinlich schnell in eine andere Richtung um.
4. Semester Sonderstudiengang Technik HFH
"Logik ist die Kunst, zuversichtlich in die Irre zu gehen!"
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 Zitat von michael1983
Ich denke die 2 Situationen sind ziemlich nah verwandt.
In beiden Fällen ändert sich etwas für meinen Chef, bzw. meinen zukünftigen Chef: er lässt sich auf einen Fernstudenten ein. Und damit muss er klar kommen und zufrieden sein.
Also ich denke der große Unterschied ist, dass ein aktueller Chef seine Mitarbeiter (wenn es ein guter Chef ist) kennt und auch einschätzen kann, ob bei diesen die Arbeit unter der Weiterbildung leiden wird, oder ggf. davon sogar profitieren kann.
Bei einer Bewerbung hat der potentielle künftige Arbeitgeber diese persönlichen Eindrücke aber noch nicht und muss sich daher auf die Fakten konzentrieren, die er geliefert bekommt.
Daher sind meiner Meinung nach diese Situationen zwar verwandt, aber doch sehr unterschiedlich und ich würde auch unterschiedlich damit umgehen, was meine Offenheit angeht.
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