Das neue "AKAD. Das Hochschulmagazin." hat das Thema "Ökonomie des Glücks" als Schwerpunkt. Ein großer Teil der Inhalte wurde so ausgewählt, dass er auch für Leser interessant ist, die nicht selbst an der AKAD studieren oder studiert haben.

Gerade das Thema "Wirtschaft und Glück" dürfte für viele interessant sein, und die AKAD-Redaktion hat es auch sehr informativ als Schwerpunktthema auf mehr als zehn Seiten aufbereitet.

Los geht es mit einem Interview mit dem Sozialwissenschaftler Professor Dr. Klaus Hurrelmann, der an der 16. Shell-Jugendstudie 2010 mitgearbeitet hat. Unter anderem hat diese Studie ergeben, dass ein guter Bildungsstand von den (jungen) Menschen als gute Basis für das Leben in der modernen Gesellschaft wahrgenommen wird. Danach gefragt, was denn private Hochschulen dazu beitragen können, dass akademische Bildung immer weniger von der sozialen Herkunft abhängt, antwortete Hurrelmann, dass neben Stipendien auch eine formale Flexibilisierung bei Eingängen und Übergängen nötig sei. Also zum Beispiel der Zugang zum Hochschulstudium für beruflich Qualifizierte auch ohne Abitur, wie er von vielen Fernhochschulen unterstützt wird.

In dem Interview, aber auch in dem nachfolgenden Artikel "Der Glücksfaktor", wird außerdem deutlich, das Einkommen nur bis zu einem gewissen Grad glücklich(er) macht. Und dieses Niveau ist niedriger als oft vermutet. Danach werden Werte wie die Freiheit, sich entfalten zu können oder auch die Möglichkeit zur direkten politischen Einflussnahme wichtiger. Dazu gehört auch die Kunst, das Geld "richtig" zu verwenden, damit es glücklich macht.

Vor einem Blick in das Glücksland (?) Dänemark kommen noch AKAD-Studierende mit ihrer Meinung zum Thema Glück zu Wort. Auch von den Ökonomen unter ihnen wird nicht nur Wohlstand genannt.

Aus der Literaturliste zum Thema habe ich mir soeben das Buch Die Tretmühlen des Glücks: Wir haben immer mehr und werden nicht glücklicher. Was können wir tun? (HERDER spektrum) als Urlaubslektüre bestellt - allerdings als eBook.

Das Heft enthält natürlich noch etliche weitere Meldungen. Davon wurden besonders diejenigen, welche Veränderungen an der AKAD betreffen, oft vorab auch schon auf anderem Wege kommuniziert.

Von der Nachrichtenseite fand ich besonders interessant (die Artikel stehen auch unten im Online-Dokument zur Verfügung, daher gehe ich darauf nicht näher ein):
  • Kein Turboarbeitsmarkt in Sicht
  • Fach- und Führungskräfte wandern aus
  • Bachelors in die Beratung

Insgesamt halte ich das Magazin für eine lesenswerte Lektüre, wenn man an Themen wie Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft interessiert ist. Noch dazu um eine kostenlose, da das Magazin bei der AKAD kostenlos per Mail angefordert werden kann.

Viele Artikel stehen aber auch schon in der Online-Version direkt zur Verfügung:
AKAD. Das Hochschulmagazin. Heft 20 I April 11