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  #51  
Alt 24.08.2009, 15:41
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Standard AW: Neue Erkenntnisse zur Allfinanzakademie?

ich selbst
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  #52  
Alt 24.08.2009, 15:42
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Standard AW: Neue Erkenntnisse zur Allfinanzakademie?

Zitat:
Zitat von claudiaclaudi Beitrag anzeigen
ich selbst
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  #53  
Alt 24.08.2009, 17:33
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Standard AW: Neue Erkenntnisse zur Allfinanzakademie?

Sorry, ich bin vorhin unterbrochen worden.

Ich habe das MBA-Studium selbst erfolreich absolviert und kann die Behauptungen von "rockcity" überhaupt nicht bestätigen, die im übrigen den Eindruck erwecken, dass er sein eigenes Studium nachträglich schlecht machen will und es dabei mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Meine Beobachtungen waren:

1. Das Studienmaterial war durchaus anspruchsvoll, aber in den meisten Fällen sehr gut didaktisch aufbereitet. Hier merkt man, dass alle Professoren sich mit dem Fernstudium wirklich auskennen.

2. Zu jedem Fernstudienmodul gab es einen Workshop, den die Professoren selbst durchgeführt haben. Mir haben diese Workshops sehr geholfen. Die Professoren waren auch sehr kompetent, haben aber viel verlangt, zumindest von Leuten wie mir (Geisteswissenschaftlerin), die vorher noch nichts mit BWL zu tun hatten. Einige Leute hatten allerdings vorher schon BWL studiert und machten sich darüber lustig, dass hier noch einmal grundlegender Stoff behandelt wurde. Aber das Programm ist doch in erster Linie für Quereinsteiger aus anderen Fächern gedacht, denen doch die Grundlagen vermittelt werden müssen. Das ist in anderen MBA-Programmen, die ich mir angesehen habe, auch so. Ich sehe darin bestimmt keinen Makel dieses Programms.

3. Die Prüfungen bestanden aus mehreren Klausuren, die es wirklich in sich hatten. Wer hier von niedrigem Niveau redet, hat alle Maßstäbe verloren. Außerdem musste eine Fallstudie bearbeitet und vorgestellt werden. Das war zu schaffen, aber auch nicht ohne Anspruch. Schließlich musste eine umfangreiche Masterarbeit zu einem vorgegebenen wissenschaftlichen Thema erstellt werden. Ich selbst habe die Arbeit nicht zuletzt wegen der sehr guten Betreuung durch "meinen Prof." sofort bestanden, ich kenne aber zwei Mitstreiter, die es erst im zweiten Versuch geschafft haben. Auch hier kann aber in keiner Weise von einem niedrigen fachlichen Niveau die Rede sein.

4. Das gesamte Programm wurde durch zwei Seminare zu eher praxisbezogenen Themen ergänzt. Zu diesen Tagesseminaren musste zum Abschluss ein kleiner Test geschrieben werden, bei dem es nur um "bestanden" oder "nicht bestanden" ging und gar nicht um eine echte Prüfung. Prof. Bitz hat diese Tests als "geistigen Anwesenheitsnachweis" bezeichnet. Dementsprechend werden für diese Tests auch keine Noten vergeben. Und wenn dabei in einigen Seminaren (übrigens bei mir nicht) auf die zuvor verteilten Unterlagen zurückgegriffen werden kann, so sehe ich darin kein Problem; es kommt doch immer noch auf die Art der Fragen an. Warum rockcity auf dieser Nebensächlichkeit so herumhackt und zu den eigentlichen Prüfungsanforderungen nichts sagt, mag sein Geheimnis bleiben. Oder will hier einer ganz bewusst mit Dreck schmeißen?

5. Zum Thema Promotion habe ich mich beim Promotionsauschuss der FernUni erkundigt. Zunächst einmal: Die Behaupthung, der MBA-Abschluss werde "wegen zu geringer Qualität" nicht anerkannt, entbehrt jeder Grundlage. Eine solche Aussage ist weder vom Promotionsausschuss noch vom Dekanat noch von sonst einem Zuständigen aus der Fakultät jemals getroffen worden. Richtig ist aber, dass der MBA-Abschluss allein nicht zur Zulassung zur Promotion ausreicht, da das Studienvolumen mit vier Semestern Teilzeitstudium einfach zu gering ist. Im Regelfall wird an der FernUni als Minimalvoraussetzung ein wirtschaftswissenschaftliches Studium im Umfang von mindestens acht Vollzeitsemestern vorausgesetzt. Dementsprechend könnte jemand wie ich, der zuvor ein ganz anderes Fach studiert hat und im Bereich Wirtschaftswissenschaft jetzt "nur" den MBA gemacht hat, damit nicht promovieren. Das gilt aber zum einen für jedes andere MBA-Studium genau so. Und außerdem ist es doch vernünftig (und in anderen Fächern auch so), dass man als Voraussetzung für eine Promotion einen breiten Ausweis in dem jeweilgen Fach verlangt. Anders verhält es sich bei Leuten, die vor dem MBA schon ein anderes Wiwi-Studium absolviert haben. Hier kommte es auf den Einzelfall an, ob die Promotionvoraussetzungen vorliegen. Ich sehe jedenfalls auch hier nichts, was gegen unser MBA-Programm sprechen sollte.

6. Bei der Akkreditierung gibt es zwei Varianten: die Akkreditierung einzelner Studiengänge oder die "Systemakkreditierung", bei der Gesamtsystem eines Studienabieters akkrediert wird, was dann in der Regel alle von ihm angebotenen Studiengänge umfasst. Dabei gilt die Systemakkredietierung im allgemeinen als anspruchsvoller. Ich weiß nicht, welche Art der Akrreditierung bei unserem Studiengang vorliegt. Da aber der Verbund Fernuni-UoW-Allfinanzakademie nur diesen einen MBA-Studiengang anbietet, macht es ohnehin keinen nennenswerten Unterschied, welche Art von Akkreditierung vorliegt. Ein wie auch immer gearteter Qualitätsmangel kann daraus auf jeden Fall nicht hergeleitet werden. Wieder hat man bei "rockcity" den Eindruck, das er mit Gewalt nach Schmutz zum Werfen sucht.

Insgesamt kann ich das MBA-Studium nur empfehlen. Es ist fachlich anspruchsvoll, aber wegen der guten didaktischen Aufbereitung und der Betreuung zu bewältigen. Es verbindet wissenschaftliche Fundierung mit praktischer Anwendbarkeit. Und es hat zumindest in meinem Fall (und auch bei einigen Mitstudierenden) beruflich enorm weiter geholfen, und zwar einmal durch das was ich gelernt habe, zum anderen aber auch wegen des Abschlusses. Für mich haben sich Zeit und Geld jetzt schon gelohnt. Deshalb ärgere ich mich ein bisschen, wenn irgendjemand hier das Programm in recht unfairer Weise schlecht macht. Ich bin stolz auf das, was ich geschafft habe und will mir das hier nicht kaputtreden lassen.

Ich bitte daher auch alle anderen Absolventen unseres MBA-Programms, sich hier zu äußern. Ich werde jedenfalls die Adressen die ich noch habe mit dieser Bitte anschreiben.

Herzliche Grüße

Claudia
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  #54  
Alt 15.10.2009, 10:27
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Standard AW: Neue Erkenntnisse zur Allfinanzakademie?

Hallo,

meine Intention war es bei Leibe nicht irgendwem den erreichten Erfolg "madig" zu machen, sondern vielmehr einen Erfahrungsbericht zu geben wie ich das "Studium" empfunden habe um unentschlossenen die ausstehende Entscheidung zu erleichtern.

@Claudia: Für mein persönliches Empfinden ist ein MBA-Programm nicht nur für Quereinsteiger aus anderen Fachrichtungen da, sondern soll den Teilnehmer Managementtechniken, unternehmerisches Denken und Verhandeln lehren und bestehendes Wissen vertiefen. Oder es soll den Teilnehmer zu einem Fachexperten für bestimmte Themen machen, wobei eine zu hohe Spezialisierung nicht dem Grundgedanken eines MBA's darstellt. Siehe hierzu: [www.efmd.org]

Dass Dir das Programm als "Nicht-Fachkundige-Teilnehmerin" einen Nutzen bringt und auch anspruchsvoll ist, ist voll in Ordnung. Da will ich Deine Leistung nicht mindern. Nur ist zu beachten, dass da für Kaufleute und BWL'ler kein fachlicher Mehrwert besteht. Und Workshops sind eben dazu da um miteinander Fallstudien zu lösen, Problemstellung aus der Praxis zu diskutieren und eben nicht umnochmal zu lernen wie Soll an Haben gebucht wird. Zudem sind die Professoren auch nicht immer bei den Workshops. Ich habe den Prof. Schneeloch zumindest in den dazugehörigen Workshops nicht kennenlernen dürfen.

Zu den Seminaren: Ich beziehe mich hier explizit auf die Prüfungsordnung!!!Die Teilnahme an den zwei Seminaren sowie das bestehen des Tests sind verpflichtende Bestandteile eben dieser ohne den der MBA nicht vergeben wird. Wenn Herr Prof. Bitz dies als geistige Anwesenheitsnotiz ansieht, hat er vom Umfang und Schweregrad Recht. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass durch die Aufforderung die Unterlagen zu nutzen genau die Prüfungsordnung missachtet wird nur um sich vor der Mehrarbeit eventuell durchgefallener Studenten zu schützen. Dies zeigt sich auch darin, dass bei der ominösen obligatorischen Fallstudienpräsentation eine Anwesenheitspflicht von zwei Tagen besteht, aber der zuständige Prof. mir mitteilte, dass ein Tag auch ausreicht. Weiter noch: Es hat keinen interessiert, dass die Leute teilweise direkt nach ihren Vorträgen gegangen sind. Das ist natürlich aus zeitlichen Gründen schön, aber mich würde mal interessieren wie es sich mit dem Ansehen in der Öffentlichkeit verhält, wenn diese erfährt, dass man die eigene Prüfungsordnung naja, sagen wir mal großzügig auslegt.

Zur Promotion: Klar, der Grund für die Aufnahme eines MBA-Programms kann unterschiedlich sein. Die einen wollen den Titel für die V-Karte, die anderen zu Karrierezwecken und anderen eben promovieren. Nach Beschluss der Kultusministerkonferenz zum Qualifikationsrahmen deutscher Hochschulabschlüsse ist ein MBA ein Mastergrad, der auch die Möglichkeit zur Promotion bietet. Ich für meinen Teil habe die Auskunft erhalten, dass die Qualität bezogen auf das Weiterbildungsangebots "Generalmanagement/ Finanzmanagement" der Fernuni Hagen, worauf ja der MBA-Abschluss basiert qualitativ nicht ausreicht, da es kein Studium, sondern eine Weiterbildung ist. Da ich vorher meinen Betriebswirt gemacht habe, kann ich das nur bestätigen. Wenn Du da andere Informationen bekommen hast, ist das schön, ändert aber nichts an den Auskünften meinerseits.

Zur Akkreditierung: Richtig, es gibt diese zwei Akkreditierungsarten gibt, aber inwieweit diese Aussage jetzt hilft weiß ich nicht, denn wie Du schon sagst, Du weißt nicht, welche Akkreditierungsart vorliegt. Fakt ist, dass die Allfinanz nur dieses eine MBA-Programm seit Jahren anbietet. Warum man dann eine Systemakkreditierung anstreben sollte, bleibt mir verborgen. Fakt ist auch, dass die Aussage, dass das Programm akkreditiert ist (auf der Homepage) falsch ist, da die BAC explizit keine Programme, sondern nur Institutionen akkreditiert. Dieses Täuscht bei evtl. Studenten eine Qualität vor, die nicht geprüft wurde. Weiterhin müssen als Voraussetzung einer Systemakkreditierung erstmal mehrere Studiengänge bestehen, die separat akkreditiert wurden. Da die BAC das aber nicht tut, läßt das nur den Schluss zu, dass sich kein Mensch den Studiengang qualitätsmäßig angesehen hat, sondern nur die Allfinanz als Bildungsträger. Und was die Allfinanz zur Bildung beisteuert würde mich interessieren. Denn eigentlich kümmert sie sich nur um operative Organisation.

Um es nochmal deutlich zu machen: Ich wollte in keiner Weise die Leistung einer Person schmälern,sondern nur in Bezug auf ursprünglich im Thread gestellte Frage reagieren. Wenn es Leuten also darum geht nur den Titel günstig zu erwerben oder betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse zu erlangen, dann ist das Programm durchaus nützlich. Wenn man darüber hinaus aber Qualifikationen analog zu qualitativ besseren Programmen wünscht, ist es das mit Sicherheit nicht. Was jetzt jeder einzelne daraus macht, bleibt jedem überlassen.

Viele Grüße
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