Hallo,
meine Intention war es bei Leibe nicht irgendwem den erreichten Erfolg "madig" zu machen, sondern vielmehr einen Erfahrungsbericht zu geben wie ich das "Studium" empfunden habe um unentschlossenen die ausstehende Entscheidung zu erleichtern.
@Claudia: Für mein persönliches Empfinden ist ein MBA-Programm nicht nur für Quereinsteiger aus anderen Fachrichtungen da, sondern soll den Teilnehmer Managementtechniken, unternehmerisches Denken und Verhandeln lehren und bestehendes Wissen vertiefen. Oder es soll den Teilnehmer zu einem Fachexperten für bestimmte Themen machen, wobei eine zu hohe Spezialisierung nicht dem Grundgedanken eines MBA's darstellt. Siehe hierzu: [
www.efmd.org]
Dass Dir das Programm als "Nicht-Fachkundige-Teilnehmerin" einen Nutzen bringt und auch anspruchsvoll ist, ist voll in Ordnung. Da will ich Deine Leistung nicht mindern. Nur ist zu beachten, dass da für Kaufleute und BWL'ler kein fachlicher Mehrwert besteht. Und Workshops sind eben dazu da um miteinander Fallstudien zu lösen, Problemstellung aus der Praxis zu diskutieren und eben nicht umnochmal zu lernen wie Soll an Haben gebucht wird. Zudem sind die Professoren auch nicht immer bei den Workshops. Ich habe den Prof. Schneeloch zumindest in den dazugehörigen Workshops nicht kennenlernen dürfen.
Zu den Seminaren: Ich beziehe mich hier explizit auf die Prüfungsordnung!!!Die Teilnahme an den zwei Seminaren sowie das bestehen des Tests sind verpflichtende Bestandteile eben dieser ohne den der MBA nicht vergeben wird. Wenn Herr Prof. Bitz dies als geistige Anwesenheitsnotiz ansieht, hat er vom Umfang und Schweregrad Recht. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass durch die Aufforderung die Unterlagen zu nutzen genau die Prüfungsordnung missachtet wird nur um sich vor der Mehrarbeit eventuell durchgefallener Studenten zu schützen. Dies zeigt sich auch darin, dass bei der ominösen obligatorischen Fallstudienpräsentation eine Anwesenheitspflicht von zwei Tagen besteht, aber der zuständige Prof. mir mitteilte, dass ein Tag auch ausreicht. Weiter noch: Es hat keinen interessiert, dass die Leute teilweise direkt nach ihren Vorträgen gegangen sind. Das ist natürlich aus zeitlichen Gründen schön, aber mich würde mal interessieren wie es sich mit dem Ansehen in der Öffentlichkeit verhält, wenn diese erfährt, dass man die eigene Prüfungsordnung naja, sagen wir mal großzügig auslegt.
Zur Promotion: Klar, der Grund für die Aufnahme eines MBA-Programms kann unterschiedlich sein. Die einen wollen den Titel für die V-Karte, die anderen zu Karrierezwecken und anderen eben promovieren. Nach Beschluss der Kultusministerkonferenz zum Qualifikationsrahmen deutscher Hochschulabschlüsse ist ein MBA ein Mastergrad, der auch die Möglichkeit zur Promotion bietet. Ich für meinen Teil habe die Auskunft erhalten, dass die Qualität bezogen auf das Weiterbildungsangebots "Generalmanagement/ Finanzmanagement" der Fernuni Hagen, worauf ja der MBA-Abschluss basiert qualitativ nicht ausreicht, da es kein Studium, sondern eine Weiterbildung ist. Da ich vorher meinen Betriebswirt gemacht habe, kann ich das nur bestätigen. Wenn Du da andere Informationen bekommen hast, ist das schön, ändert aber nichts an den Auskünften meinerseits.
Zur Akkreditierung: Richtig, es gibt diese zwei Akkreditierungsarten gibt, aber inwieweit diese Aussage jetzt hilft weiß ich nicht, denn wie Du schon sagst, Du weißt nicht, welche Akkreditierungsart vorliegt. Fakt ist, dass die Allfinanz nur dieses eine MBA-Programm seit Jahren anbietet. Warum man dann eine Systemakkreditierung anstreben sollte, bleibt mir verborgen. Fakt ist auch, dass die Aussage, dass das Programm akkreditiert ist (auf der Homepage) falsch ist, da die BAC explizit keine Programme, sondern nur Institutionen akkreditiert. Dieses Täuscht bei evtl. Studenten eine Qualität vor, die nicht geprüft wurde. Weiterhin müssen als Voraussetzung einer Systemakkreditierung erstmal mehrere Studiengänge bestehen, die separat akkreditiert wurden. Da die BAC das aber nicht tut, läßt das nur den Schluss zu, dass sich kein Mensch den Studiengang qualitätsmäßig angesehen hat, sondern nur die Allfinanz als Bildungsträger. Und was die Allfinanz zur Bildung beisteuert würde mich interessieren. Denn eigentlich kümmert sie sich nur um operative Organisation.
Um es nochmal deutlich zu machen: Ich wollte in keiner Weise die Leistung einer Person schmälern,sondern nur in Bezug auf ursprünglich im Thread gestellte Frage reagieren. Wenn es Leuten also darum geht nur den Titel günstig zu erwerben oder betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse zu erlangen, dann ist das Programm durchaus nützlich. Wenn man darüber hinaus aber Qualifikationen analog zu qualitativ besseren Programmen wünscht, ist es das mit Sicherheit nicht. Was jetzt jeder einzelne daraus macht, bleibt jedem überlassen.
Viele Grüße