Markus Jung: Als Erstes möchte ich Sie bitten, sich kurz vorzustellen.

Michael Timm: Mein Name ist Michael Timm, ich bin Kanzler und Geschäftsführer der Apollon Hochschule und seit dem Start der Hochschule hier am Standort Bremen mit an Bord.

Isabell Kortmann: Mein Name ist Isabell Kortmann, ich bin die Teamleiterin Studienservice hier in der Hochschule und bin 2006 mit der Aufnahme des Studienbetriebs hier dazu gekommen.

Johanne Pundt: Mein Name ist Johanne Pundt, ich bin von Haus aus Sozial- und Gesundheitswissenschaftlerin. Ich habe lange Jahre an der Universität in Bielefeld gearbeitet und dort als Geschäftsführerin den Weiterbildungsbereich geleitet und bin seit Anfang letzten Jahres an der APOLLON Hochschule Dekanin für den Fachbereich Gesundheitsökonomie.

Markus Jung: Vielen Dank. Bitte stellen Sie nun auch die Hochschule vor.

Michael Timm: Gerne. Wir haben die APOLLON Hochschule im Jahr 2005 gegründet. Die Übergabe der staatlichen Zulassung erfolgte im November 2005 durch den damaligen Bildungssenator, Herrn Willi Lemke.

Ausgangspunkt der Gründung war der akute Bedarf an wirtschaftlich gut ausgebildeten Schnittstellenmanagern innerhalb des Gesundheitswesens. Wir haben uns das Gesundheitswesen sehr genau angeschaut und sind zu der Meinung gekommen, dass die traditionellen Strukturen so nicht mehr zu finanzieren sind. Dadurch entsteht ein permanenter Weiterbildungsbedarf. Diesen Weiterbildungsbedarf in der Gesundheitswirtschaft decken wir mit unseren Angeboten.

Im ersten Schritt war das der Bachelor Gesundheitsökonomie, mit dem wir im Februar 2006 an den Markt gegangen sind. Insofern feiern wir dieses Jahr sehr stolz das fünfjährige Jubiläum. Dieser erster Studiengang ist auch nach wie vor unser stärkster Studiengang mit mehr als 1.000 Studierenden.

Insgesamt sind wir 40 Mitarbeiter, die sich für einen reibungslosen Fernstudium-Betrieb sorgen. 150 Personen sind bei uns haupt- und nebenberuflich in der Lehre tätig. Insgesamt betreuen wir ungefähr 1.500 Studierende, auch wenn dieser Wert durch die Möglichkeit sich täglich zu immatrikulieren schwankt. Dieser Wert von 1.500 aktiven Studierenden verteilt sich zu 85 Prozent auf den akademischen Bereich und zu 15 Prozent auf den Bereich der sogenannten Hochschul-Zertifikatskurse. Das sind schnell laufende Kurse, die wir als punktuelle Weiterbildungsergänzung anbieten.

Markus Jung: Was mich in diesem Zusammenhang noch interessieren würde: Die APOLLON Hochschule ist ja Teil des Klett-Konzerns und zu der Zeit, als die APOLLON Hochschule gegründet wurde, gab es innerhalb des Konzerns auch schon andere Fernhochschulen, die Euro FH oder auch die Wilhelm-Büchner-Hochschule. Was waren die Gründe, noch eine weitere separate Hochschule zu gründen, anstatt die neuen Studienangebote in die vorhandenen Strukturen zu integrieren?

Michael Timm:
Wir haben uns natürlich die Marktstrukturen ganz intensiv angeschaut und waren der Meinung, dass der Gesundheitsmarkt hinreichend groß ist und auch hinreichend spezifizierte Besonderheiten darstellt, sodass eine eigene Hochschule für diesen Markt zielführend ist. Ein Konzept, wie wir es verfolgen, mit den Besonderheiten, die ich eben dargestellt habe, wäre im Rahmen zum Beispiel einer Euro-FH so zielgenau und passgenau für diesen Markt nicht möglich gewesen.

Dieser Text ist Teil eines Interviews mit der APOLLON Hochschule, das ich für Fernstudium-Infos.de am 12.01.2011 in Bremen geführt habe.