Markus Jung: Welche Zielgruppen sprechen Sie mit Ihren Studienangeboten an?

Isabell Kortmann: Wir sprechen gerade im Bereich der Bachelor Studiengänge vor allem Berufstätige aus der Gesundheitsbranche an. Dabei ist es uns ganz wichtig, dass wir alle Berufsgruppen ansprechen, die sich in der Gesundheitsbranche tummeln und uns eben nicht auf einen speziellen Bereich konzentrieren. Das heißt, es sind viele Personen aus dem Bereich Pflege dabei, also Gesundheits- und Krankenpfleger etc. Aber auch zum Beispiel Pharmareferenten, Physiotherapeuten, MTAs, PTAs, Arzthelfer. Das sind einige der Berufsgruppen, die wir mit unserem Bachelorprogramm ansprechen.

Ähnlich sieht es im Masterbereich aus. Hier sprechen wir aber speziell auch Personen an, die vielleicht einen anderen akademischen Hintergrund haben und in die Gesundheitsbranche einsteigen möchten, die also auch aus verschiedensten Qualifikationen kommen können. Das können zum Beispiel BWL-, Jura- oder auch Medizin-Absolventen sein, die dann das Kaufmännische noch oben draufsetzen möchten.

Markus Jung: Ärzte machen also aktuell keinen großen Anteil an ihren Studierenden aus?

Isabell Kortmann: Im Bachelor Programm sicherlich nicht. Das wäre dort auch nicht zielführend. Im Master allerdings schon. Dort haben wir viele Ärzte, die bei uns studieren. Diese möchten nun das kaufmännische Wissen on top erwerben, das im Medizinstudium nicht vermittelt worden ist.

Johanne Pundt: Es gibt im Moment einen ziemlichen Wandel im Berufszusammenspiel des Gesundheitsbereichs. Die Mehrzahl der dort tätigen möchte in Richtung Professionalisierung nicht mehr in dem eigentlichen Feld stehen bleiben, sondern die Tendenz geht immer mehr dahin, sich nach der Berufsausbildung weiter zu qualifizieren in Richtung eines ersten Hochschulabschlusses. Das gilt insbesondere in den Pflegeberufen oder auch in den Assistenzberufen. Dabei geht es durchaus auch darum, nicht in dem einzelnen ursprünglich mal ausgebildeten Beruf zu verbleiben, sondern sich umzuorientieren in Richtung, Gesundheitsökonomie.

Markus Jung: Gibt auch Teilnehmer, die bisher so noch gar keine Berührung zum Gesundheitswesen hatten?

Johanne Pundt: Das gibt es, ist aber eher die Ausnahme.

Dieser Beitrag ist Teil eines Interviews mit der APOLLON Hochschule, das ich für Fernstudium-Infos.de am 12.01.2011 in Bremen geführt habe.