Einsatz von E-Learning und Elementen des Social Webs an der APOLLON Hochschule
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Markus Jung: Ein Bereich, in dem viel Bewegung ist, ist zurzeit das Thema E-Learning. Welche Einstellung haben Sie dazu hier an der Hochschule? Was machen Sie schon in diesem Bereich und wo soll es da in Zukunft noch weiter hin gehen?
Michael Timm: Wichtigstes Kriterium für unsere Studenten ist weiterhin, dass sie berufsbegleitend studieren können und flexibel studieren können. Und alles was diesen Wunsch sozusagen befördert machen wir gerne. Gleichwohl ist es natürlich momentan noch so, dass Papier sehr stark bevorzugt wird von den Studenten und insofern haben wir unseren Blendend Learning Ansatz dahin gehend ausgerichtet, dass wir sehr viele Studienunterlagen erarbeiten, dass diese didaktisch gut aufbereitet sind und dann turnusmäßig versandt werden.
Im reinen E-Learning Bereich bieten wir auch bereits einige Elemente an. So veranstalten wir Online-Informationsveranstaltungen über den Studienservice. Das hat zwar nicht direkt mit der Lehre zu tun, zeigt aber, dass wir dieser Methode aufgeschlossen gegenüber stehen. In der reinen Lehre veranstalten wir auch turnusmäßig wirklich fachliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen aus der Gesundheitswirtschaft. Das sind ganz extrem aktuelle Themen, die wir in den Studienheften durch den langen Entwicklungsprozess so nicht abbilden können, die dann aber über Interneträume unseren Studierenden, aber zum Teil auch Interessenten angeboten werden. Lehrende der Hochschule greifen dann bestimmte aktuelle Themen auf. Das machen wir bereits jetzt und ich könnte mir vorstellen, dass das in den nächsten Jahren noch stärker ausgebaut wird.
Gleichwohl werden wir das Studienheft als Leitmedium sicherlich noch jahrelang so beibehalten, weil es zielführend ist in seinem didaktischen Aufbau. Aber ergänzende Inhalte werden wir sehr gerne anbieten. Ich denke, dass wir da ein Riesenfeld haben.
Markus Jung: Ist auch angedacht, die Studienbriefe ergänzend in elektronischer Form, zum Beispiel als PDF, anzubieten?
Michael Timm: Ja, wir überlegen das im Moment und stellen uns die Frage, wie wir aktuelle Trends aufgreifen können. Als Beispiel sei nur mal das Thema E-Books genannt. Wichtig ist für uns immer, wie wir das als Mehrwert für unsere Studenten anbieten können. Wir haben dazu eine kleine Projektgruppe aufgesetzt und werden da sicherlich zu Ergebnissen kommen, wie wir das zielgerichtet einsetzen können. Ziel ist dabei immer, für unsere Studenten den höchsten Mehrwert zu erzielen. Und wenn das eine E-Books gestützte Variante sein sollte, werden wir dem sicherlich auch hinterher gehen. Wir bieten bereits jetzt einige PDFs auf dem Onlinecampus an und auch das könnte ein Weg sein, zum Beispiel in einem ersten Schritt diese PDFs auch für Studenten weiter anzubieten, um es dann Richtung E-Book weiter zu entwickeln.
Markus Jung: Sie gehören zu den wenigen Fernhochschulen die auch bereits im Social Web aktiv sind. Wie ist da Ihr erster Eindruck?
Michael Timm: Wir sind auf den Plattformen Twitter, Facebook und auch XING aktiv.
XING ist natürlich im beruflichen Kontext für viele Personen interessant. Wir nutzen es auch aktiv, um unsere Studierenden untereinander zu vernetzen. Wir bekommen da auch relativ viele Anfragen.
Die Plattformen Twitter und Facebook nutzen wir im Moment vorwiegend als Informationsplattformen. Dort wir sehr aktuelle Informationen weiter, zum Beispiel aus dem letztjährigen Symposium. Wie erfolgreich der Einsatz dieser Medien ist, lässt sich bisher noch nicht sagen. Ich denke, es ist einfach ein Trend der Zeit, dass sich auch eine Hochschule in diesen Medien präsentiert und sich dort auch aktiv einbringt.
Dieser Text ist Teil eines Interviews mit der APOLLON Hochschule, das ich für Fernstudium-Infos.de am 12.01.2011 in Bremen geführt habe.
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