APOLLON Studenten bloggen über Auslandsaufenthalt in den USA
-
Am 3. Oktober 2011 brechen 20 Bachelor- und Master-Studierende der APOLLON Hochschule zum ersten Auslandsaufenthalt der Fernhochschule an der Partnerhochschule in den USA auf. Bis zum 21. Oktober 2011 erhalten die Teilnehmer an der California State University Sacramento einen Einblick in das amerikanische Gesundheitssystem.
Auf dem dreiwöchigen Programm stehen unter anderem Expertengespräche, Unterrichtseinheiten in interkultureller Kommunikation und internationalem Management, Einblicke und Praktika in Hospital Management sowie „Site Visits“, also Besuche von amerikanischen Gesundheitsinstituten.
Damit möglichst viele von den Erfahrungen der Teilnehmer des Auslandsaufenthalts profitieren und daran teilhaben können, richtet die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft einen Blog ein. Katrin Scherer (Bachelor-Absolventin, Master-Studierende) und Pia Modersitzki-Osan (Bachelor-Studierende) berichten darin aus Kalifornien bzw. haben bereits vor der Abreise damit begonnen, ihre Eindrücke zu schildern.
Der Blog ist hier zu finden:
http://www.apollon-hochschule.de/blog
Hinweis: Die Informationen für diesen Beitrag wurden mir von APOLLON zur Verfügung gestellt.
-
Interessant, das ist auch die Uni bei der die WBH-Studenten ihr Auslandspraktikum durchführen können. Wie viele Fernhochschulen haben denn noch eine Partnerschaft mit Sacramento?
Wilhelm Büchner Hochschule
Informatik B.Sc.
3. Semester
-
 Zitat von kawoosh
Wie viele Fernhochschulen haben denn noch eine Partnerschaft mit Sacramento?
Mir sind nur die Wilhelm Büchner Hochschule und die APOLLON bekannt, die ja beide zu Klett gehören. Ob die Euro-FH (ebenfalls Klett) auch mit der California State University Sacramento zusammenarbeitet, ist mir nicht bekannt.
-
Auch der Präsident der APOLLON hat sich nun mit einem Blog-Beitrag am Gemeinschaftsblog beteiligt:
http://www.apollon-hochschule.de/blog/die-ersten-tage/
Durchaus interessant, wenn auch durch komplette Kleinschreibung und etliche Tippfehlern (vielleicht auf dem iPad entstanden?) nicht ganz so leicht zu lesen.
Ein kleines Zitat möchte ich herausgreifen:
im gaensemarsch vier personen ueber die strasse, bepackt mit plastiktueten und in einer interessanten reihenfolge: vorenweg ein herr mit kurzen hosen, dahinter drei damen, nicht weniger bepackt. fast gleichzeitig sgtenm herr luenemann und ich: das sind sicher studierende von uns! als brave hochschullehrer haben wir natuerlich alles getan, unsere vermutung zu evaluieren, fuhren auf den hotelparkplatz und siehe da: es waren in der tat apollonianerInnen. denn merke: in den usa geht kein amerikaner zu fuss zum einkaufen und schleppt dann auch noch tueten!!!!!!!!!!
-
Pia Modersitzki-Osan ist Absolventin des Bachelor-Studiengangs Gesundheitsökonomie (B. A.) an der APOLLON und eine der Teilnehmerinnen an dem Auslandsaufenthalt in Sacramento. Sie hat einen Bericht über diese Studienreise erstellt, den mir die APOLLON Hochschule mit der Genehmigung zur Veröffentlichung hier bei Fernstudium-Infos.de zur Verfügung gestellt hat.
Sacramento-Auslangsaufenthalt vom 3. – 21.10.2011
Die Entscheidung ist gefallen: Ich werde nach Sacramento fliegen, denn die Möglichkeit, in Kalifornien an der Sacramento State University ein Auslandsstudium zu absolvieren, möchte ich mir nicht entgehen lassen. Als Fernstudentin der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft ist das eine einmalige Gelegenheit, das dortige Health-Care-System kennenzulernen. Auch „Intercultural Communication“ und „Health Care Management“ stehen auf dem Programm, ganz zu schweigen von unseren Englischkenntnissen, die wir dort erweitern und verbessern können. Präsentationen, Exams, Gruppenarbeiten und eine Menge anderer Herausforderungen erwarten mich. Super – ich bin dabei und werde auf viele andere Studenten treffen.
Bereits der Besuch des US-Konsulates in Berlin war eine besondere Erfahrung und die Reise wert. Wer hätte gedacht, dass die US-Regierung der deutschen Bürokratie in nichts nachsteht! Bereits im Konsulat gelten Sicherheitsvorkehrungen, die ich nicht vermutet hätte. Ganz abgesehen von den Vorbereitungen, die vorab zu Hause zu erledigen waren. Mit allen notwendigen Papieren, Fotos und Einzahlungsbelegen, Sicherheitschecks und Interviews in Berlin erhalte ich nach langen Wartezeiten endlich die mündliche Zusage für mein US-Studentenvisum. Der schriftliche Teil sollte mir per Post innerhalb einer Woche zugestellt werden. Jetzt konnte es bald losgehen.
Weiter ging es mit Überlegungen zur Koffergröße, Gewicht des Gepäcks und Auswahl der Speisen während des Fluges. Übereifrig hatte ich bereits vor der Zusage meinen Flug in die USA gebucht. Was sollte mich noch an der Einreise hindern? Finanzierung und Sonderurlaub waren gesichert und genehmigt. Bezüglich meiner heimischen und häuslichen Verpflichtungen war alles Notwendige organisiert und in die Wege geleitet.
Für den Abflug ab Bremen hatte ich eine moderate Zeit gewählt. Und noch am Abend desselben Tages – die Zeitverschiebung beträgt minus 8 Stunden – stand ich bereits auf dem Flughafen in Sacramento. Der Flug über Amsterdam und Minneapolis war reibungslos verlaufen. Erfreulicherweise wurde ich schon erwartet. Ein Shuttle der California State University, Sacramento (CSUS) stand bereit. Mein Namensschild ragte über den Köpfen der vielen Besucher gut sichtbar hervor. Prima – jetzt wusste ich schon, an wen ich mich wenden musste. Auch meine Englischkenntnisse konnte ich mit dem Fahrer des Shuttles gleich testen. Es war eine nette Unterhaltung … so empfand ich es jedenfalls. Thema: Health Care und natürlich Sacramento.
Nachdem ich mich am ersten Tag allein in Downtown Sacramento umgesehen hatte, folgte das erste gemeinsame Treffen. Mittlerweile waren alle anderen Studenten bis auf einen eingetroffen und wir lernten uns am German Stammtisch bei Hoppy‘s erstmalig kennen. Prof. Lünemann und Prof. Kümmel begrüßten uns mit einem Pitcher „german beer“! Die Studentensprecherin wurde ernannt und wir wurden mit dem „educational program“ konfrontiert. War das alles zu schaffen? Die Fragezeichen in den Gesichtern der Studenten waren bereits zu erahnen und sollten bald noch deutlicher werden.
Am zweiten Tag, unserem ersten an der Uni, waren wir mit dem Kennenlernen der Verantwortlichen der Sacramento State College of Continuing Education (SacState CCE), unseren Professoren, dem Universitätsgelände und den Wegbeschreibungen von unserem Hotel zur Nappa-Hall beschäftigt. Ganz wichtig war die Frage, welcher Coffee to go in welcher Größe wann und wo zu bekommen ist. Dieser american way of life sollte uns die ganz Zeit begleiten.
Die Zeit des offiziellen Lernens hatte begonnen! Unsere Stundenpläne waren gut gefüllt, die eintägige deutschsprachige Schonfrist abgelaufen und uns erwarteten von nun an ausschließlich englischsprachige Module. Interkulturelle Kompetenzen wurden uns in zahlreichen Vorträgen, Übungen und Aktivitäten in Kleingruppen vermittelt. Sehr effektiv war die Teilnahme an interaktiven Modulen, in denen wir das Erlernte reflektieren konnten. Ebenfalls zum Programm gehörten mehrere „off-site-visits“ (Studienausflüge) in Krankenhäuser, Interviews mit dem Management verschiedener Krankenhäuser, ein Interview mit dem Unterstaatssekretär der California Health and Human Services Agency sowie die Teilnahme am CAMLT-Symposium. Diese Aktivitäten forderten neben unseren neu gewonnenen gesundheitsökonomischen Erfahrungen im kalifornischen Gesundheitssystem auch unsere interkulturelle Kompetenz.
Insgesamt war es sehr eindrucksvoll, welche Aufgaben wir als „Botschafter“ der APOLLON Hochschule bzw. SacState CCE erledigen durften, um uns selbst und in der Gruppe in unserer Eigenschaft als Health-Care-Studenten darzustellen. Und wir waren gut! In den Interviews und anschließenden Workshops konnten wir uns bereits erproben. Mit viel Engagement und Kenntnissen über Präsentations-Tools gestalteten einige von uns den Workshop Management-Techniken aktiv mit, sodass auch die amerikanischen Teilnehmer beeindruckt waren, wie uns im Nachhinein berichtet wurde.
Die Stimmung war gut, obwohl der Druck in den kommenden Tagen größer wurde. Von dem oben erwähnten Erfolgserlebnis konnten einige aber noch lange zerren.
Doch bevor es in die letzte Phase unseres Lernprogramms ging, konnten wir für drei Tage Land und Leute besser kennenlernen. Endlich raus in die Freiheit – wie gut das tat! San Francisco war in einer zweistündigen Autofahrt zu erreichen. Lake Tahoe und Reno in der entgegengesetzten Richtung waren nicht weniger weit. Einige von uns nutzten diese „Auszeit“ zum Sightseeing, andere um für Halloween einzukaufen, wilde Mustangs und ebenso freilaufende Gambler (Spieler) in Reno zu beobachten und evtl. auch mal selbst zu „zocken“.
Die anschließenden Tage bis zur Verabschiedung waren gefüllt mit schriftlichen Prüfungen sowie mündlichen und schriftlichen Präsentationen, bei denen wir mitunter auch an unsere Grenzen kamen. Krankheitsbedingte Ausfälle waren nicht ungewöhnlich. Letztendlich verliefen die Gruppenarbeiten aber sehr gut und es wurde niemand aufgrund mangelnder Kenntnisse, sei es in der Sprache oder theoretischem Wissen, fallengelassen. Wir zogen alle an einem Strang: Neben der individuellen Beurteilung wurde auch die gesamte Gruppe benotet. Manche Ausarbeitung ging bis in die frühen Morgenstunden und brachte schließlich nicht nur gute Ergebnisse in der Benotung sondern auch wichtige Erfahrungen im zwischenmenschlichen Bereich. Geduld, gegenseitige Rücksichtnahme und vor allem Teamarbeit führten uns hier zum Ziel.
Bemerkenswert war vor allem eine Aufgabe, bei der die einzelnen Teams eine Stunde Zeit hatten, um eine Präsentation zu einem bestimmten Thema zu erstellen. Die Teamarbeit funktionierte auch hier exzellent und wir entwickelten gemeinsam eine Präsentation in englischer Sprache, worauf wir sehr stolz waren.
Der Druck in den letzten Wochen ließ langsam nach. Was nützte es auch, sich darüber aufzuregen? Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, gab es nur diesen einen Weg. Ich habe mich neben meinen eigenen Aufgaben auf die Unterstützung meines Teams konzentriert. Diesem habe ich zu danken, dass sie mir meine Möglichkeiten aufgezeigt haben.
Die Prüfungen liefen für alle erfolgreich. Die Verabschiedung stand bevor, wir sollten unsere Zertifikate in Empfang nehmen und meine Aufgabe war es, ein paar abschließende Worte zu sagen. Die Vorstellung, mich stellvertretend für alle bei allen Beteiligten verabschieden zu müssen, war für mich sehr emotional und verlief nicht ohne Tränen. Zum Glück gab mir eine Kommilitonin ihre Unterstützung. Danke! Die Verabschiedung verlief dann genau so, wie ich es mir gewünscht hatte: sehr herzlich. Alle Seiten waren froh, es geschafft zu haben.
Rückblickend habe ich vor allem das Gefühl, eine ganz besondere Erfahrung gemacht zu haben, die mir niemand nehmen und auf die ich stolz sein kann. Diese Erkenntnis nehme ich mit für mein weiteres Studium, meine beruflichen Ziele und meine Zukunft.
|
|