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IT-Bereich: Fachliches Know-How oft mehr gefragt als Sozialkompetenz
Soziale Kompetenz wird in der IT-Branche bei Bewerbern mittlerweile als selbstverständlich vorausgesetzt. Statt detailliert Soft Skills einzufordern, nutzen Personaler daher Anzeigentexte immer häufiger zur Konkretisierung der fachlichen Stellenbeschreibung.
So sank die Zahl der Anzeigen, die beispielsweise explizit starke Eigeninitiative verlangen, seit 2007 von 57 auf aktuell nur noch 16 Prozent. Auch Organisationsvermögen wird weniger nachgefragt. Vor zwei Jahren war diese Fähigkeit Bestandteil jeder dritten Ausschreibung, heute wird sie nur in fünf Prozent der Fälle aufgeführt. Doch auch wenn einzelne Soft Skills aus den Anzeigen mehr und mehr verschwinden, gehören "weiche Faktoren" nach wie vor zu den Schlüsselqualifikationen für Bewerber in der IT-Branche. Denn insgesamt werden sozialkompetente Verhaltensweisen in neun von zehn Stellenanzeigen gewünscht. Das sind Ergebnisse der Studie "IT-Jobscout 2009", für die das Beratungs- und Softwarehaus PPI AG die Stellenanzeigen der 100 größten deutschen IT-Unternehmen ausgewertet hat.
Bei den Stellenausschreibungen, in denen detailliert Soft Skills verlangt werden, hat sich die Wunschliste der Unternehmen in den vergangenen Jahren kaum verändert. An erster Stelle steht nach wie vor Teamgeist. So werden für knapp zwei Drittel der Jobs IT-Fachkräfte gesucht, die gut mit anderen Kollegen zusammenarbeiten können. Ebenfalls hoch im Kurs: Eine ausgeprägte Kommunikationsbereitschaft. In etwa jeder zweiten Stellenanzeige wird diese Eigenschaft ausdrücklich gewünscht. Dahinter folgen eine hohe Kunden- und Serviceorientierung (35 Prozent), analytisches Denkvermögen (32 Prozent) und Flexibilität (31 Prozent).
Allerdings werden diese Kompetenzen häufig nur als Grundvoraussetzung betrachtet. IT-Fachkräfte, die höher hinaus wollen, müssen zudem Macher-Eigenschaften wie etwa Ergebnisorientierung und unternehmerisches Denken mitbringen. So werden in Stellenausschreibungen für Führungskräfte im Vergleich zu denen für Berufseinsteiger doppelt so häufig Eigeninitiative, Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen nachgefragt.
Daher haben zahlreiche deutsche Hochschulen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes reagiert und neben den fachlichen Inhalten auch Soft Skills in den Lehrplan aufgenommen. Beispielsweise ist im Bachelorstudiengang Informatik an der Universität Hamburg bereits jede achte Unterrichtsstunde für den Aufbau kommunikativer und sozialer Kompetenzen reserviert.
Quelle: Presse-Mitteilung PPI Aktiengesellschaft
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