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Gehaltsanpassung unterjährig Ansprechen

  1. #7
    Avatar von MarcoNellessen
    MarcoNellessen ist offline Benutzer
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    Wie groß ist denn die Firma?

    Um einen Überblick über mögliche Gehälter zu bekomme, google ich häufig nach dem Job + Gehalt. Hier kann man sehr schön bei diversen Portalen einen Durchschnittswert ermitteln. Auch hilft es ggf. Kontakte in der "Wunschfirma" zu knüpfen. Bspw.über XING etc. Natürlich sollte man da nicht mit der Tür ins Haus fallen, aber sofern es die gleiche Branche ist, bietet es sich ja durchaus an sich zu vernetzen. Und bei Gelegenheit kann man da dann auch solche Fragen mal platzieren. Da erhält man dann gleich Insiderwissen...
    BWL und Wirtschaftspsychologie - Euro-FH | IT-Systemkaufmann | Account Manager - 1&1 Internet AG
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  2. #8
    cyborg ist offline Benutzer
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    Ich klink mich hier mal ein.
    Folgende Ausgangssituation. Ausgelernt vor 3 Jahren, danach 2 Jahre beim Ausbildungsinsitut geblieben. Ich war dort im Vertrieb tätig auf einem völlig ausgelutschten Kundenstamm. Reicnrechnerisch hatte ich 40% weniger Kunden als anderen, aber trotzdem die gleichen Ziele. Das ich die zu knapp über 80% gerissen habe, grenzt für mich an ein Wunder, Gehaltsanpassungen (zumindest mal auf die Gehaltsgruppe, nach der die Stelle ausgeschrieben war), erfolgten trotzdem nicht. Ich bekam vor einem jahr ein Angebot, mich zum jahreswechsel zu verändern. Ich handelte ein faires Gehalt aus, aber die Position war ein Flopp. Man musste sich zum Sommer trennen und ich war drauf und drann, was Neues zu finden und realisierte dafür auch gehaltstechnische Abstriche. Lieber erstmal den Fuß in der Tür und dafür etwas weniger Geld als das Gehaltsniveau gewahrt aber dafür mehrere Monate eventuell arbeitslos.
    Ich klopfte daher bei der Sachbearbeitungsfirma an, die für meinen ersten AG die Sachbearbeitung übernommen hat. Mit den Kollegen habe ich früher schon zusammengearbeitet, ich saß nämlich im Markt und die haben meine Anträge weiter bearbeitet. Fast alle Kollegen kannte ich, bei dem Chef hatte ich einen Stein im Brett. Die Bewerbung war daher ein Selbstgänger und ich fühle mich dort auch sehr sehr sehr wohl!

    Im Bewerbungsgespräch sprachen wir über das Gehalt. Ich äußerte meinen Wunsch unter der Maßgabe, dass ich ja fachlich noch nicht ganz fertig bin (ist einfach so, das hat nichts mit "unter-Wert verkaufen" zu tun) und der Chef ja auch in mich investieren müsse. Zähneknirschen seitens des Cheffes gab es nicht ;-)

    Nun läuft die Einarbeitung aber sehr sehr gut. Ich bekomme ausnahmslos positives Feedback und (ohne mich selbst zu verherrlichen) ich lege dort ein brachiales Lerntempo an den Tag und mache bereits viele Sachen alleine, habe nach 2 Monaten schon Zeichnungskompetenz bekommen und bekomme fachliche Sonderaufgaben und exklusive Zugriffsrechte für stark limitierte Programmschnittstellen. Läuft also :-)

    Nur höherstufen will man mich nicht. Ich habe einen 2 Jahresvertrag mit 6 Monaten Probezeit, will es daher also nicht auf die Spitze treiben. Meinen Bankfachwirt habe ich schon komplett alleine bezahlt und auch die Jahre Aufbaustudium zum Bachelor zahle ich komplett alleine. Mein AG weis das. Gefördert wird da nichts, denn den Bachelor brauche ich für meine Position ja nicht. Was auch stimmt.

    Es wird immer nur zum Jahresende entschieden bzgl. Gehaltsanpassungen. Mein Chef will sich aber nicht festnageln lassen. Er sagt mir, nach so kurzer Zeit wäre das ja unüblich, und er stuft jdes Jahr nur die besten 10% der Abteilung hoch und und und.
    Wie gehe ich mit dem Thema jetzt um? Über ein Jahr noch warten ist mir zu lange, dann stehen ja schon die Verhandlungen bzgl. Weiterbeschäftigung an und mein Lebenslauf wäre dann einigermaßen gut davor, der Bachelor so gut wie fertig....

  3. #9
    Avatar von KanzlerCoaching
    KanzlerCoaching ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von cyborg Beitrag anzeigen
    Ich klopfte daher bei der Sachbearbeitungsfirma an, die für meinen ersten AG die Sachbearbeitung übernommen hat. Mit den Kollegen habe ich früher schon zusammengearbeitet, ich saß nämlich im Markt und die haben meine Anträge weiter bearbeitet. Fast alle Kollegen kannte ich, bei dem Chef hatte ich einen Stein im Brett. Die Bewerbung war daher ein Selbstgänger und ich fühle mich dort auch sehr sehr sehr wohl!

    Im Bewerbungsgespräch sprachen wir über das Gehalt. Ich äußerte meinen Wunsch unter der Maßgabe, dass ich ja fachlich noch nicht ganz fertig bin (ist einfach so, das hat nichts mit "unter-Wert verkaufen" zu tun) und der Chef ja auch in mich investieren müsse. Zähneknirschen seitens des Cheffes gab es nicht ;-)

    ....
    Ich denke, Sie haben beim Vorstellungsgespräch die Situation falsch eingeschätzt. Sie haben sich wohl gefühlt, Sie hatten den Eindruck, das ist ein "Heimspiel" und beim Gehalt keine Vertragsverhandlung. Und deshalb haben Sie sich auf Wischiwaschi seitens des Unternehmens eingelassen und geglaubt, das werde sich schon alles richten.

    Nun sind Sie verblüfft und verärgert, dass das Unternehmen (hier in Person des direkten Vorgesetzten) das offenbar ganz anders sieht. Man hat keine ergebnisbezogenen Absprachen mit Ihnen, man hat nichts Schriftliches fixiert, also hält man sich an die allgemeinen definierten Abläufe. Und ich fürchte, Sie können da erst mal nichts dran ändern.

    Zum Gespräch am Jahresende würde ich mich gut vorbereiten und meine Fortschritte und Ergebnisse argumentativ aufbereiten und mit nachprüfbaren Fakten belegen. Und versuchen herauszubekommen, wie denn so die allgemeine Gehaltseinstufung so ist, ob Sie da im Durchschnitt liegen oder (viel) drunter.

    Für die Zukunft würde ich draus lernen....

    Grüße

    Sabine Kanzler

  4. #10
    cyborg ist offline Benutzer
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    Nunja, ich war in einer Notsituation und mit solchen Gesprächen habe ich bisher kaum Erfahrungen.

    Trotzdem vielen Dank für Ihre Einschätzung, sie teilt sich nämlich mit meiner Sicht über die Situation.

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