Aufbau einer Bewerbung
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Grüßt Euch,
neulich hat mich eine Bekannte gebeten, mal ein Auge auf ihre Bewerbung zu werfen. Gesagt - getan. Ich war völlig begeistert von der Bewerbung an sich, aber auch von dem Aufbau. Nun überlege ich, ob ich diese Handhabung für mich bei der nächsten Bewerbung übernehmen soll, und möchte wissen, ob dies jetzt neuester Standart ist.
Die Bewerbung war so aufgebaut:
1. Deckblatt mit Foto
2. Inhaltsverzeichnis
3. Anschreiben
4. Lebenslauf
5. Zeugnisse
6. Referenzen
7. Fort- und Weiterbildungen
8. Veröffentlichungen
Es hat sehr professionell gewirkt, auch wenn es mich zum Teil an eine Hausarbeit (wegen Deckblatt und Inhaltsverzeichnis) erinnert hat.
Was sagt ihr dazu?
Meine Bewerbung war bislang so gegliedert:
1. Anschreiben
2. Lebenslauf mit Foto
3. Arbeitszeugnisse / Referenzen
4. Zeugnisse
5. Fort- und Weiterbildungen
Veröffentlichungen habe ich auch, allerdings sind das nur Texte auf der Homepage meines AG (= Berichte über aktuelle Geschehnisse in der Firma / Neuigkeiten) und nicht in einer Fachzeitschrift. Diese Veröffentlichungen habe ich bisher nicht der Bewerbung beigefügt - sollte ich es tun?
LG Tinka
B.Sc. Psychologie, FernUni Hagen (ab WS 2011/2012)
Diplom Ergotherapeutin (FH), DIPLOMA Hochschule (2011)
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Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Haufen von Bewerbungsmappen vor sich liegen. Sie nehmen die erste, sehen das Deckblatt - steht nix drin außer Name und vielleicht das Foto (das man laut AGG gar nicht mehr beifügen muss!). Sie blättern weiter. Inhaltsverzeichnis. Und da steht was drin. Nämlich dass in der Bewerbungsmappe genau das drin ist, was in Bewerbungsmappen drin zu sein hat:
1. Anschreiben
2. Lebenslauf mit Foto
3. Arbeitszeugnisse / Referenzen
4. Zeugnisse
5. Fort- und Weiterbildungen
Da staunt der Leser aber wirklich ob dieses Informationsgehaltes, nicht?
Stellen Sie sich jetzt noch vor, das Ganze kommt als Onlinebewerbung mit angehängter pdf. Da scrollt sich der Leser dann eine Sehnenscheidenentzündung in den Scrollfinger und ist endgültig begeistert.
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Deckblatt und Inhaltsverzeichnis ist so ziemlich das dämlichste was man in eine Bewerbungsmappe packen kann..... ist einfach völlig überflüssig!
Bekannte von mir haben in Weilburg ihre Technikerausbildung gemacht, dort wurde das sogar eigens in einem Fach durchgenommen und so empfohlen - das sagt schon viel über diese Schule aus..........
Was sagt so ein Deckblatt denn aus? Den Schülern wurde empfohlen das Firmenlogo mit auf dieses Deckblatt zu packen!! Wozu???? Wow, der Bewerber kann mit Copy und Pastetaste umgehen..... :-D
Inhaltsverzeichnis ist auch schwachsinnig - wie mein Vorredner schon sagte: jeder Personaler weiß, was ihn in einer Bewerbungsmappe erwarten sollte. Der kommt sich doch verarscht vor.
Von dem unnötigen Papiermüll möchte ich gar nicht erst reden....
Veröffentlichungen?! Vielleicht bei Grafikdesignern..... ansonsten ist das doch auch unnötiges Füllmaterial. Kann mir darunter nicht viel vorstellen..... vielleicht noch Bachelor-, Master- und Technikerarbeit anhängen?! :-D
Eine Bewerbungsmappe sollte sorgfältig und mit Bedacht erstellt werden. Für eine gute Vorlage, die man im Anwendungsfall nur noch leicht modifizieren muss und sollte man sich schonmal ein, zwei Tage hinsetzen. Das ist ein einmaliger größerer Aufwand, der sich im Berufsleben mehrmals sehr rentieren kann.
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Okay, dann bleibe ich wohl doch lieber bei meiner Variante. Die Bewerbung meiner Bekannten hatte mir wirklich gut gefallen - aber es ist eben auch nicht mein Metier, täglich Bewerbungen zu sichten...
Mit Veröffentlichungen waren ihre Artikel aus rennomierten Fachzeitschriften gemeint, also schon was Besonderes. Bei mir sind es ja nur Berichte im Internet, wohl nicht sonderlich erwähnenswert, aber stolz bin ich darauf schon.
LG Tinka
B.Sc. Psychologie, FernUni Hagen (ab WS 2011/2012)
Diplom Ergotherapeutin (FH), DIPLOMA Hochschule (2011)
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Bei Internetbewerbungen ist nur das wichtigste drin wie Anschreiben, Lebenslauf, Nachweise. In der E-Mail ist ja mehr unübersichtlich und nervt nur, wenn da so viele Anhänge sind.
Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]
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Hallo,
eine Internetbewerbung muss ebenso vollständig sein wie eine Papierbewerbung. Und eine Papierbewerbung ebenso übersichtlich wie eine Internetbewerbung. Da tun sich die beiden nichts, denn die Überlegungen, die man anstellen muss, sind identisch.
Von der Nutzung fremder Logos rate ich grundsätzlich ab. Das darf man nämlich schlicht und ergreifend nicht. Insofern hat diese Technikerschule wirklich seltsame Dozenten in diesem FAch.
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