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Bewerbung bei "nicht klassischem" Lebenslauf

  1. #1
    Avatar von elusive
    elusive ist offline Benutzer
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    Ich hab da mal ne Frage, aber erstmal zum Hintergrund.

    Gestern führte ich mit zwei Bekannten ein Gespräch über Bewerbungen.

    Auslöser waren die aktuellen Bewerbungen einer dieser besagten Bekannten - er bat uns mal drüber zu sehen.

    Sein Anschreiben war sehr gut und konnte so gelassen werden, aber über den Lebenslauf haben wir sehr lange diskutiert.

    Es ist kein klassischer Lebenslauf (Abi, Studium).

    Nach der Schule, war er sich nicht sicher, ob er in die technische, oder kaufmännische Richtung gehen soll.

    Er absolvierte 2 Praktika, davon eins technisch und eins kaufmännisch. Im kaufmännischen wurde ihm dann eine Lehre angeboten, diese wurde aber immer wieder herausgezögert. Es war eine richtige "Ausbeuter-Firma" - er kündigte dann.



    In Zahlen und Fakten so ausgedrückt - hoffe ich bekomms noch genau hin

    - mittlere Reife 2003 Notenschnitt 4,0

    - September 2003 - April/Mai 2004 techn. Praktikum

    - September 2004 - Juni 2004 kfm. Praktikum

    - Sept. 2005- kfm. Ausbildung (verk. auf 2 Jahre) - Notenschnitt 1,X

    - 2007 - 2008 Fachwirt IHK - Notenschnitt 3,X

    - 2008-2011 Fernstudium BWL - Notenschnitt 1,X



    Seit der Ausbildung ist er bei der gleichen Firma im Vertrieb.

    Alter: Mitte 20



    Zu den Fragen:

    - Wie äußert man sich am besten zu den Noten?
    Schickt man das mittlere Reife Zeugnis gar nicht mehr mit und vom Fachwirt nur das Zertifikat ohne Note mitschicken?

    - Wie geht man in der Berwerbung auf die Lücken zwischen den beiden Praktika und der Lücke zwischen Praktikum und Lehre ein?
    Wie stellt man das am besten dar?

    - Wie sieht es mit der mittleren Reife aus? Spielt das für einen AG noch einer Rolle, nachdem der gute Mann schon eine Ausbildung, Fachwirt und Studium hat?

    Wie seht ihr das?

    p.s.: Hoffe ich habe jetzt alles drin, so dass es jeder versteht

  2. #2
    Avatar von KanzlerCoaching
    KanzlerCoaching ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Ganz grundsätzlich braucht man, um auf solche Fragen antworten und einen Rat geben zu können, das "Gesamtpakte": den Menschen, der sich bewirbt, seine bisherigen Erfahrungen und die Stellenanzeige mit all den offenen und verborgenen Informationen, die darin stecken.

    Denn es gibt durchaus verschiedene Möglichkeiten, einen Lebenslauf zu erstellen.

    Zu Noten: entweder immer angeben oder nie. Nur die guten rauspicken und erwähnen fällt auf.
    Zu Lücken: Wie problematisch sie sind, das kommt drauf an, wie groß sie sind. Mit irgendetwas sie füllen, was man nicht halten kann, wird sowieso für den geübten Leser deutlich.
    Zu Abschlüssen: Der höchste Schulabschluss gehört klassischerweise in einen Lebenslauf.

  3. #3
    Avatar von elusive
    elusive ist offline Benutzer
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    Danke für die Antwort.
    In diese Richtung ging auch meine Argumentation.
    Aber bei den Lücken zw. Praktikum / Praktikum und Praktikum / Lehre war ich sehr unsicher. Sollte die Lücke Lücke bleiben? Mein Bekannter meinte ganz salopp er soll einfach längere Auslandsreisen angeben für diese Zeiten. Wie steht es damit?

  4. #4
    Avatar von KanzlerCoaching
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    Auslandsreisen und zu pflegende Angehörige sind die beliebtesten Lückenfüller...: unoriginell und durchschaubar!
    WillWasWerden gefällt das.

  5. #5
    MartinMacke ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ich würde sagen, dass es heutzutage auch normal ist einige Monate arbeitslos zu sein.
    Das Problem mit en Auslandsreisen ist, dass Du Dir ein Lügengebilde aufbauen musst. Was machst Du, wenn Dein neuer Chef im gleichen Land war, wie Du vorgibst gewesen zu sein?
    Ich würde nicht lügen sondern einfach die Wahrheit erzählen, auch durchaus sagen, dass Du eben auf der Suche warst nach der richtigen Berufung.
    Die Zeit der streamlined Lebensläufe ist vorbei.

  6. #6
    Avatar von wasserfall
    wasserfall ist gerade online Sehr erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von MartinMacke Beitrag anzeigen
    Die Zeit der streamlined Lebensläufe ist vorbei.
    Mit Mitte zwanzig ein 1,x-Studium nach Ausbildung ist doch völlig in Ordnung. Die zwei Jahre Praktikum sind vielleicht etwas lang geraten. Man sollte sich danach auf eher "untechnische" Stellen bewerben, ansonsten ist das mit der Entscheidungsfindung nicht so glaubwürdig

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