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Das dritte Türchen vom Adventskalender...

  1. #1
    Avatar von KanzlerCoaching
    KanzlerCoaching ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    ...geht nun endlich auf und zeigt folgende Fragestellung:

    Was erwarten Sie eigentlich von Ratgebern bzw. deren Ratgeberliteratur? Eher eine Bestätigung dessen, was Sie sowieso schon denken und wissen? Oder jemanden, der Ihre Sichtweise der (Arbeits-)Welt schon mal in Frage stellt? Der Sie damit erst mal weiter verunsichert?

    Vor allem in anonymen Foren ist es immer wieder überraschend, die Reaktionen auf die eigenen Stellungnahmen zu lesen. Also: Wie sehen Sie es?

    Richtig und echt neugierig!!!

    Sabine Kanzler

  2. #2
    Avatar von toxique21
    toxique21 ist offline Moderator
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    Weder noch... (wobei mich die Frage fast an das 1. Türchen erinnert).

    Ich erwarte Ehrlichkeit, egal worauf es hinausläuft, ob es mich bestätigt oder in Frage stellt. Ich möchte hier Wissen vermittelt bekommen, von dem ich annehme, dass es a) richtig ist und b) von einem Experten geschrieben ist.

    Deshalb meine Meinung: Beim Ratgeber immer vorsichtig sein, wer der Autor ist, den ich möchte ja was davon haben (mich entweder bestätigen lassen, oder eben auch Punkte haben, an denen ich arbeiten kann).

    Gruß

  3. #3
    Avatar von MNN
    MNN
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    Ich versuche mir im Allgemeinen immer meine eigene Meinung zu bilden. Daher hinterfrage ich auch z.B. Ratgeberbücher kritisch und verlasse mich nicht auf einen Ratgeber alleine. In konkreten Fall des "perfekten" Ratgebers würde ich trotzdem noch andere Quellen zu Rate ziehen und so dann meine eigene Bewerbung zusammenzimmern.

  4. #4
    Avatar von Fernstudienakademie
    Fernstudienakademie ist gerade online Sehr erfahrener Benutzer
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    Hallo

    Eins vorneweg: Das Bewerbungsratgeberbuch will ich nicht gewinnen - ich habe es nämlich schon...

    Ich würde da ein bisschen unterscheiden: Bei einem Ratgeberbuch, das mich durch den Bewerbungsprozess begleiten soll, kann es ja keine 0-8-15-Anschreiben geben, die man einfach nur kopiert und gut isses. So ein Buch darf mich schon "verunsichern".

    Bei einem Ratgeberbuch, das mich z.B. beraten soll, wenn man Kind eine Gluten-Unverträglichkeit besitzt, sollen die Hinweise mich dagegen unbedingt sicherer machen. Als absoluter Laie in Gesundheitsfragen verlange ich schon, dass mir das Buch eine klare Richtung zeigt. Wozu natürlich auch gehört, dass wissenschaftlich umstrittene Therapien und Maßnahmen als das präsentiert werden, was sie sind, nämlich dass sie wissenschaftlich umstritten sind.

    Ich will bei so einem Buch aber nicht in einen Expertenstreit hineingezogen werden, sondern klare Ratschläge bekommen, was ich denn jetzt mit meinem Kind machen soll.

    Viele Grüße
    Anne Oppermann / Fernstudienakademie
    http://www.fernstudienakademie.de
    Interview mit einer Absolventin des Fernlehrgangs "DozentIn in der Erwachsenenbildung"
    Die Fernstudienakademie bloggt!

  5. #5
    Avatar von chillie
    chillie ist offline Moderator
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    Bei einem Ratgeberbuch möchte ich eigentlich beides.

    Wenn ich etwas richtig mache, dann möchte ich auch die Bestätigung dafür, wenn ich etwas falsch mache, dann möchte ich einen Ansatzpunkt dass zu erkennen und es ggf. zu verändern.
    Eigentlich sollte so ein Ratgeber - wenn man selbstkritisch genug ist - eine Art Reviewprozess dessen einleiten, was man so tut und dann im OPTIMALFALL Lösungen anbieten die "Fehler" zu verbessern.

    Egal wie gut oder wie schlecht ein Ratgeber ist, wenn er einem zum Überdenken der eigenen Handlungen anregt (das tun sicherlich eher die besseren), hat man etwas daraus gewonnen.
    Fernstudent an der HFH (... nur noch bis 30.06.2012 )
    mein HFH Blog | @chillie_ Twitter | HFH-Gruppe

  6. #6
    Avatar von Rumpelstilz
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    Meist benutze ich Ratgeberliteratur für Themen, von denen ich keine oder nur sehr wenig Ahnung habe. So gesehen erwarte ich keine Bestätigung.
    Ich erwarte, dass klar dargestellt wird, was Fakten sind (banales Beispiel: das ein Lebenslauf zu einer Bewerbung gehört) und was die Sichtweise des Autors ist. Die Sichtweise gehört für mich untermauert mit Begründungen oder Erfahrungen.

    Das erleichtert es für mich als Leserin, meine eigene Meinung zu bilden. Ich meine, ich bin in der Lage Ratgeberliteratur mit einer Portion gesundem Menschenverstand und mit genügend kritischen Abstand zu lesen. Dazu gehört, dass ich, auch wenn ich ein Buch gut finde, nicht jedes Wort exakt so umsetzen muss.

    Wenn ich mir jedoch manchmal anschaue (bzw. -lese), wie z.B. im Bereich Erziehungsratgeber um jeden Satz gestritten wird, dann glaube ich nicht, dass alle Leser in der Lage sind, diese Differenzierung zu machen. Oder sie denken, sie "dürfen" es nicht - entweder einer "Philosophie" komplett folgen oder gar nicht? Das ist nicht mein Standpunkt.

    Wenn ich über einige grundlegende Fakten Bescheid weiss und mir eine erste Meinung gebildet habe, dann lese ich gerne weitere Ratgeber. Dabei lasse ich mich auch gerne verunsichern, d.h. anregen, meine Meinung zu überdenken.

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