Zwei Vertragsangebote - Nachverhandlung
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Ich hatte bei meiner letzten Einestellung eine Dame, die ich wirklich gern eingestellt hätte. Als wir ihr den Vertrag vorlegten, war plötzlich das Gehalt viel zu niedrig.
Ich habe mehrfach mit ihr telefoniert und bin ihr noch etwas entgegengekommen (soweit das im Tarifvertrag möglich ist) - sie wollte aber einfach nicht darauf einsteigen und beharrte auf ihren Forderungen.
Sprich - aus meiner Sicht kann man verhandeln, wenn der AG Dich haben möchte. Allerdings solltest Du Dich kompromissbereit zeigen, falls Du nicht alles umsetzen kannst wie Du gern hättest.
P.S.: Wenn beide Jobs gleich interessant und fordernd sind => B ... weil Du durch Nachverhandeln bei A wahrscheinlich nicht B erreichen wirst. Wenn A der Job mit mehr Luft nach oben ist => A und versuchen die Gehaltsdifferenz etwas zu verkürzen.
P.P.S: Laut Teilzeitbefristungsgesetz kannst Du nach 6 Monaten einen Teilzeitantrag stellen
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Wie hast du den dich entschieden?
Ich würde auch zu B tendieren.
Du schreibst du hast flexible Arbeitszeiten bei B. Wäre es dann ggf. eine Möglichkeit ein Tag der Woche länger zu machen (Kids ggf. in Betreuuung für 3 - 4 Stunden) und die restlichen Tage früher zu gehen?
Gruß
Rita
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Hallo und noch mal ein paar Sätze zum "Nachverhandeln":
Das ist grundsätzlich eine schwierige Sache und hinterlässt in der Regel ein "Geschmäckle", nicht nur im Augenblick und auch nicht nur dann, wenn man seine zusätzlichen Forderungen durchsetzen konnte - wenn man als Bewerber sozusagen gewonnen hat...
Nach Verhandlungen wird ein Vertragsangebot gemacht und zwar auf der Basis, die man vorher besprochen hat. Das Ganze im Vertrauen darauf, dass ein Einverständnis hergestellt wurde. Wer nach einem Vertragsangebot neue Forderungen stellt, der verletzt dieses Vertrauen. Das gilt für alle Beteiligten, im Augenblick und auch für die Zukunft.
Erfahrungsgemäß wird jede nicht eingehaltene Zusage in dieser Schublade gespeichert und als Beweis genommen, dass man - irgendwie - schon damals "gelinkt" worden ist. Und dass irgendwelche Zusagen nicht eingehalten werden können, das ist der Gang der Dinge und eher normal.
Eine Geschichte, die sich bei einem Kunden so ereignet hat: Es ging um eine Fortbildung mit Übernahme der entstehenden Kosten, die erst genehmigt und dann erst mal wieder zurückgezogen worden ist vom Unternehmen. Es gab sachliche Gründe dafür, es ging auch nicht darum, dass diese Fortbildung grundsätzlich nicht genehmigt würde, eher um einen Aufschub. Der Mitarbeiter war natürlich sauer und äußerte das auch der Personalabteilung gegenüber. Er habe keinerlei Verständnis dafür, seine Arbeit sei ausgezeichnet, auch sein Chef würde das bestätigen.
Die Leitung der Personalabteilung gab ihm sehr deutlich zu verstehen, dass sein Chef natürlich informiert sei, das Aufschieben billige, seine anmaßende Art, Forderungen zu stellen, ja bekannt sei und man ihm im Unternehmen keine große Zukunft vorhersage. Denn dass es ihm an sozialer Kompetenz fehle, das sei ja schon während seines Einstellungsverfahrens deutlich geworden! Er hatte dort ein bestimmtes Jahresgehalt im Auge, man war ihm auch entgegen gekommen - bis auf etwa 3000 Euronen im Jahr, was im Verhältnis zur Gesamtsumme ein eher lächerlicher Betrag war.
Anstatt jetzt einfach mal die Klappe zu halten, äußerte er noch einmal sein Missfallen. Daraufhin wurde ihm ein Aufhebungsvertrag angeboten, und das, obwohl alle wussten, dass es schwer werden würde, eine fachlich kompetente Nachfolge zu finden.
Ich würde schon behaupten, dass solch eine Entwicklung ziemlich typisch ist. Untypisch in diesem Fall war nur, dass das Ganze dem Mitarbeiter gegenüber so offen kommuniziert wurde.
Sabine Kanzler
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Das kann man auch anders bewerten!
Ein fachlich hoch kompetenter Bewerber wird in aller Regel eine Gehaltsvorstellung haben. Man kann es ja auch anders herum sehen: Nämlich, dass der Bewerber / Mitarbeiter dem Unternehmen finanziell entgegen gekommen ist.
Wenn eine Kostenübernahme für eine Fortbildung erst zugesagt und danach widerrufen wird, ist wohl eher das Unternehmen unzuverlässig und nicht der Mitarbeiter.
Warum sollte der Mitarbeiter Ihrer Meinung nach die "die Klappe halten"? Eher erscheint mir die Reaktion der Personalabteilung selbstgefällig bis frech.
Gruß
flox
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Hat er wohl auch so gesehen. Und wenn man das die ganze Zeit bei jeder Gelegenheit wie eine Fahne vor sich her trägt, dann macht man sich eben keine Freunde. Dass die Reaktion des Personalers überzogen war - keine Frage! Aber sie spiegelt den Grad des Genervtseins über einen Gesamtzeitraum.
"Gur sein" reicht eben nicht, manches Verhalten wird von Leitung und auch Kollegen als egoistisch empfunden. Schauen Sie sich die Diskussion um Arjen Robben bei Bayern München an, die dort zur Zeit läuf.
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