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Arbeitszeugnis erhalten. Wie beurteilt ihr es?

  1. #25
    Avatar von Elke Pielmeier
    Elke Pielmeier ist offline Moderator
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    Ja, das ist typisch. Ein Kleinbetrieb hat eben keine Personalabteilung, die davon etwas versteht. Dewegen darf man eigentlich solche
    Zeugnisse auch nicht unter dem Geheimsprachen-Aspekt lesen, da viele meiner Meinung nach wirklich nicht wissen, was das Zeugnis, das
    sie ausstellen, aussagt.
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  2. #26
    Avatar von Elke Pielmeier
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    Ein Fall aus meiner nahen Bekanntschaft:

    Der Sohn eines Bekannten zeigt dem Vater das Zeugnis. Der Vater ist gelernter Meister und weiß, dass es diese Floskeln gibt, recherchiert und stellt fest, dass das Zeugnis in etwa eine 4 sein könnte. Da er weiß, dass der AG mit seinem Sohn immer sehr zufrieden war, erstellt der Vater ein neues Zeugnis (Note 2) und marschiert damit in den Betrieb des Sohnes, der auf Montage war und keine Zeit hatte. Gespräch mit dem Chef, der ganz verwundert ist, da er niemals so ein schlechtes Zeugnis ausstellen wollte; das Zeugnis hätte er immer all seinen Lehrlingen gegeben und noch niemand hätte reklamiert. Am Schluß macht der Chef eine Kopie des neuen Zeugnisses mit der Bemerkung, dass er es künftig als neues Musterzeugnis verwenden möchte.

    Das ist das wahre Leben jenseits von Geheimsprachen.
    Buecherwurm74 gefällt das.
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  3. #27
    Avatar von chillie
    chillie ist offline Moderator
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    Nette Anekdote.

    Wobei ich aber einfach davon ausgehe, dass professionelle Personalentscheider ganz klar erkennen können, ob ein Zeugnis gut gemeint oder gut gemacht ist. Mir als Laien ist es auf jeden Fall aufgefallen.
    Fernstudent an der HFH (... nur noch bis 30.06.2012 )
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  4. #28
    Avatar von Elke Pielmeier
    Elke Pielmeier ist offline Moderator
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    Es gibt etliche Faktoren, von denen es abhängt, ob ein Chef so etwas erkennen kann. Allein das Alter kann schon eine Rolle spielen sowie Desinteresse an diesem Thema.

    Da ich u. a. sehr viel in der Lohnabrechnung arbeite habe ich es auch viel mit Chefs zu tun. Da ist mir schon mal passiert, dass ich von einem Arbeitgeber (einer kleinen Firma) gefragt worden bin, was ein tabellarischer Lebenslauf ist.
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  5. #29
    Avatar von KanzlerCoaching
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    Und genau aus den Gründen, die jetzt geäußert wurden, ist es wichtig, das ganze Zeugnis zu sehen und dann mit all diesen Hintergrundkenntnissen genau und systematisch durchzuschauen. Und zu erklären, was warum so ist und wie das einzuschätzen ist.

    Solch ein gesamtes Zeugnis gehört nun mal nicht in die Öffentlichkeit. Daneben ist so eine detaillierte Stellungnahme auch richtig ARbeit-die ich mindestens nicht gratis abgebe. Warum sollte ich auch? Warum sollte das überhaupt jemand tun?

    Die Alternative? Man hält von Zeugnissen nicht viel und glaubt nicht, dass sie noch wichtig sind. Dann kann man natürlich machen, was man will, aber dann sollte man konsequenter Weise auch nicht Meinungen zu bestimmten Aussagen abfragen.

  6. #30
    Avatar von HannoverKathrin
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    Zitat Zitat von KanzlerCoaching Beitrag anzeigen
    Ob ein Zeugnis gut oder schlecht ist, vor allem, ob unklare Aussagen drin sind, das lässt sich nur beurteilen, wenn man ein Zeugnis als Ganzes kennt.

    Dazu gehört dann die Einleitung, die Tätigkeitsbeschreibung, die Würdigung (die haben Sie hier ja eingestellt), der Abschlussabsatz - und das gesamte Dokument, auf dem ja auch einer unterschrieben haben muss und das bestimmten Formerwartungen entsprechen muss.
    Heißt das, durch Einleitung, Tätigkeitsbeschreibung und Abschlusssatz kann eine positive Würdigung negativ sein/werden ???
    HFH - Studienzentrum Hannover - Studiengang BWL 7. Semester

    Disziplin ist am Anfang schwer. Dann macht sie alles leichter.
    (Edita Gruberova)

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