An der Front, nichts neues (Vorsicht Motzblog!)
von am 28.09.2009 um 09:17 (577 Hits)
Eigentlich nervt es mich ja selbst schon, dauernd neue Mecker- und Jammer-Blogs zu verfassen... glücklicherweise habe ich aber im Blog Hausrecht und kann mir maximal von mir selbst das Jammern verbieten und darauf habe ich gerade keine Lust. Als Service habe ich für alle, die mein gemoser nicht mehr hören können, den Blogpost netterweise gleich markiert
Ich habe gerade ein wenig in meinen alten Blog-Posts von Mai bis Aug 2008 gelesen. Kommt mir alles (zum Glück!) bekannt vor, es ging eben auf und ab ... irgendwie aber stets mit einer Hintergrundmotivation. Irgendetwas hat mich aus dem Muff gepusht und mich zur nächsten Leistung gebracht.
Teilweise habe ich auch da 1 Woche nichts gemacht, danach kamen aber meist sehr Produktive Wochen bei denen ich das wieder reingeholt hatte... und vor allem gab es durch die vorgezogenen Fächer alle 2-3 Wochen eine Präsenz bzw. Klausur.
Warum ich in der Vergangenheit gelesen habe? Ich suche Lösungen ... oder Ideen ... oder einen roten Faden - sprich ich storme mein Brain.
Mit dem Einzug in das Hauptstudium ist irrerweise meine Triebkraft, die mich in 1,5 Jahren dahin gebracht hat verpufft. Das Semester ist nun bald 3 Monate alt - vor einem Jahr schrieb ich da schon die erste Klausur, aktuell warte ich noch fast einen Monat auf eine Gruppenarbeit, welche fast keiner Vorbereitung bedarf.
Was hätte ich besser oder anders gemacht als bisher? "Wenn" ich es gewusst hätte, hätte ich wohl lieber einen Monat fix Studiumspause gemacht ohne regelmässig kläglich daran zu scheitern - unter'm Strich wäre ich damit bestimmt glücklicher geworden..
Nun hingegen kämpfe ich mit sinkender Motivation zum Thema Studium und ärgere ich mich auch seit einiger Zeit mit steigenden Frust im Job herum. Beides schlägt sich spürbar auf Lust und Laune.
Auch ohne die Mathe-Kenntnisse die ich im Studium erworben habe, ist mir klar, dass die Gleichung mangelnder Fortschritt + Frust im Job = Motivation nicht aufgeht.
Nun steh ich also hier, ich armer Tor ... bin allerdings kein wenig schlauer als zuvor und die Demotivationsspirale dreht und dreht sich.
Meine bisherigen Gedanken...
- Langsamer machen und am Leben erfreuen - bringt leider langfrsitig nichts, habe ich nun ausgibigst versucht, was ich mich dabei nicht ärgere, ärgere ich mich sobald ich vor den Büchern sitze nach
- Ziele anpassen - motiviert mich nicht, weil sie unrealistisch sind und ich mehr machen könnte, führen somit sogar zum Gegenteil => noch weniger Fortschritt/Bewegung/Anreiz und noch weniger Spaß am Studium
- Frustpotentiale lösen - bin ich dabei, Zeithorizont ist aber eher mittelfristig und nicht direkt beeinflussbar
- Andere Fächer bearbeiten - erleichtert die Situation teilweise, aber aktuell ist nur eines im Portfolio bei dem ich richtig Spaß habe
Mich nun intensiver mit anderen Dingen zu beschäftigen fällt eigentlich wegen Punkt 1 heraus - ich merke wie mir so langsam die Herrschaft über das Studium entgleitet, da kann es eigentlich nicht sinnvoll sein noch mehr Aufmerksamkeit umzuleiten.
Nachdem ich jetzt nun mehrmals an dem Blogeintrag herumeditiert habe und überlegt habe, ob ich ihn wirklich veröffentliche... tue ich es nun doch. Die motivierten Studenten werden sich von mir schon nicht herunterziehen lassen. Zudem kann es im Fernstudium über 3-4 Jahre nun nicht immer nur Sonnenschein geben.
Ratlose Grüße
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