770 Tage
von am 21.02.2010 um 14:36 (1035 Hits)
Seit nun 770 Tagen bin ich bei der HFH eingeschrieben.Zugegeben, diese Aufstellung ist weder vollständig noch objektiv. Aber sie verdeutlicht meine momentane Perspektive auf die Dinge.
Seit nun 770 Tagen denke ich beinahe jeden Tag mehr oder weniger intensiv an das Studium, an mein Ziel, an die Teilziele und daran wie das alles zu schaffen ist.
Seit nun 770 Tagen opfere ich Zeit, Freizeit, Arbeitszeit, Urlaubszeit, Schlafenszeit für meine Ziele.
Seit nun 770 Tagen - so meine ich - wird die Motivation weiter zu machen jeden Tag ein My weniger.
Seit nun 770 Tagen bekomme ich für diese Investitionen Noten, die auf einem Zettel stehen oder auf einem PDF herunterzuladen sind.
Nach einer ruhigen HA-Abgabewoche folgte nun der Neustart in das 6. Semester. 1,5 SBs habe ich bearbeitet.
So gesehen eine tolle Leistung, allerdings unter zu hohem Druck. Das Wissen für REC setzt Kenntnisse in BUJ voraus - ein Modul auf dass ich mich vor 2 Jahren vorbereitet hatte. Der Frust darüber, dass ich so viel Wissen daraus verloren habe, hat mich beinahe dazu gebracht das REC Heft aus dem Fenster zu werfen.
Aber gut - ich will fair zu mir selbst bleiben - ich habe mit Rechnungswesen wenig zu tun. Bilanzierungs Ge- und Verbote, Wahlrechte usw. können nur im alltäglichen Gebrauch im Hirn bleiben. Es hilft aber nichts, das Wissen muss (zusätzlich zu den 18 SBs) wieder her - somit habe ich meine alten Zusammenfassungen nochmals durchgearbeitet um Licht ins Dunkel zu bringen.
Dabei bin ich aber selbst erschrocken, wie dünn meine Nerven inzwischen hinsichtlich des Studiums sind. Wie bereits gebloggt, habe ich mich erst durch Kommentare Aussenstehender verunsichern lassen. Nun sorge ich schon selbst dafür - anstatt gelassen damit umzugehen.
Meine persönliche "Statuslampe" wechselt von grün auf gelb.
Ende der Woche dann der nächste Spaß. Halskratzen und Gliederschmerzen. Verdammt, die letzte Erkältung habe ich erst vor 4 Wochen hinter mich gebracht.... es gab Zeiten da wurde ich alle 1,5 Jahre mal krank, meist dann, wenn ich im Frühjahr zu früh mit offenem Fenster gefahren bin.
Die letzten Wochen hockte ich in der Arbeit (draussen grau) kam heim (draussen dunkel) nach Hausarbeit und Terminen ging es an den Schreibtisch (draussen?? wo ist draussen?). Keine Bewegung und schon gar keine frische Luft + Stress (Studium und Job) + Privates nähren also die kleinen Viecher in meinem Organismus.
Meine persönliche "Statuslampe" wechselt von gelb auf orange.
Hier ist also der Punkt, an dem ich o.g. Einleitung getippt habe. Darum klingt sich auch weniger positiv, als sie es an anderen Tage tun würde.
Betrachte ich so die 770 Tage habe ich hierbei, neben der generellen Entscheidung für das Studium, so einige Grundlagen entschieden.
erst wollte ich schnell sein und habe 3 in 2 Semestern durchgezogenIch habe so das Gefühl, dass ich aus der aktuellen Situation so nicht herauskommen werde, wenn nicht noch eine tiefergreifende Entscheidung für das Studium fällt.
dann wollte ich zum Dipl-Kfm.(FH) wechseln
dann habe ich mit der Schwepunktentscheidung gekämpft
dann wieder zum Bachelor zurückgefunden
inzwischen wollte ich nur noch schnell fertig sein und plante unrealistisch
die HPR-Arbeit habe ich dann zuerst nach hinten geschoben
nun die ABR-Klausur
Schaffe ich es 2 Klausuren dieses Semester zu schreiben? Wird mir jede Klausur schwerer Fallen, wenn unser Baby auf der Welt ist? Kann ich 2 Klausuren schieben und eine HA schreiben?
Viele Fragen - wenig konkrete Antworten. Aktuell bin ich so gefrustet, dass ich am liebsten alles hinwerfen möchte ... einfach um nicht meine Gesundheit und meine Nerven noch weiter zu strapazieren, denn weder Dünnhäutigkeit noch Anfälligkeit für Erkältungen sind typisch für mich. Mein Ziel ist vor allem Status grün.
Dass dies nur eine Übersprungshandlung und nicht die Lösung ist, das ist mir klar ... wie ich an die Lösung komme aber nicht.
Die aktuelle Jahreszeit lädt aber gerade dazu ein. Ich verabschiede mich nun für eine Woche Fernstudium-Fasten.
Bis denn, in einer Woche... "ich bin dann mal weg"



... es gab Zeiten da wurde ich alle 1,5 Jahre mal krank, meist dann, wenn ich im Frühjahr zu früh mit offenem Fenster gefahren bin.
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