Ich oder alles andere?
von am 15.09.2010 um 20:11 (604 Hits)
Ich habe es heute ja schon in einem Kommentar geschrieben.
Gestern bin ich mal wieder an meine persönliche Leistungsgrenze gestoßen. Dabei habe ich darüber nachgedacht, wie ich das vor 2 Jahren alles so hinbekommen habe.
Inzwischen ist mir natürlich klar wo ich harte (überharte!) Einschnitte machte, was ich in Kauf genommen habe bzw. wo ich gezehrt habe. Dennoch ist der Unterschied schon spürbar.
Blättere ich in meinen Lernzeitprotokollen habe ich jeden Abend mit nur 1 Abend pro Woche Pause 1,5-2 Std. abgerissen. Längere Pausen gab es im ersten Jahr nur 2 Wochen soweit ich weiss.
Inzwischen bin ich froh, wenn ich an einem guten Tag 1 Stunde schaffe, meist das nichtmal am Stück weil meine Konzentration dafür einfach nicht ausreicht. 45min ist mein Konzentrationsmaximum, meist reicht es mir dann erstmal dass ich lieber in einem zweiten Anlauf nochmals loslege.
An Tagen mit Terminen habe ich die letzten Wochen gar nichts mehr gemacht, bzw. nur ganz leichte Sachen.
Nun muss ich aber wieder arbeiten und kann nicht alles am WE machen. Mein Plan, den ich mit meiner Frau "vereinbart" habe, sieht vor 2 Tage die Woche frei zu machen. Davon ein Wochentag und ein Tag des Wochenendes. Um zu schaffen, was ich schaffen möchte wird das reichen, aber mich von der Leistungsfähigkeit sicher in nächster Zeit wieder mehr fordern.
Darum stellte ich mir die Frage hat sich alles andere verändert oder ich mich. Die Kräfteeinteilung ist ja nicht von Nachteil, allerdings sehe ich rückblickend diese Zeit wirklich sehr zwiespältig, da ich aktuell so gar keinen Zugang mehr dazu habe, wie ich das alles hinbekommen hatte.
In den anderen Blogs kann man ja (bis auf Udo!) ähnliche Entwicklungen erkennen. Sicher ... mit der Zeit kommt die Erfahrung wie man mit dem Stoff umgehen muss, die Sicherheit wie man Prüfungen angeht und das Selbstvertrauen nicht ständig den Lernmodus zu wechseln. Das spart eine Menge Zeit die man wieder mehr für andere Dinge verwenden kann.
Allerdings sinkt meiner Meinung eben auch die Kurzfristmotivation - was bleibt (vor allem wenn es auf das Ende zugeht) ist die Langfristmotivation die einen dazu bringt sich hinzusetzen aber nicht mehr 2-3 Stunden bis spät in die Nacht durchzuarbeiten.
Ich bin mal gespannt wie es weitergeht. Auch wenn ich weiterhin wie in der Elternzeit auch um 6.00 Uhr aufstehe ... die beiden Tage waren schon ein anderes Kaliber.
Aufstehen, fertig machen, meiner Frau noch kurz helfen, arbeiten, Familienzeit, den kurzen ins Bett bringen, runterfahren und dann noch studieren.
Harter Tobak... aber ich setze auf den Gewöhnungseffekt. Irgendwie muss man ja zwischen dem Irrsinnsjahr 2008 und den jetzigen Belastungen einen Mittelweg finden, der auch zu meinen Energiereserven passt.



) ähnliche Entwicklungen erkennen. Sicher ... mit der Zeit kommt die Erfahrung wie man mit dem Stoff umgehen muss, die Sicherheit wie man Prüfungen angeht und das Selbstvertrauen nicht ständig den Lernmodus zu wechseln. Das spart eine Menge Zeit die man wieder mehr für andere Dinge verwenden kann.
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