RSS-Feed anzeigen

MA Governance an der FernUni Hagen

Zurück im alltäglichen Wahnsinn oder: Brauche ich den Stress zum Lernen?

Bewerten
von am 12.01.2012 um 16:00 (241 Hits)
Mein Urlaub war lerntechnisch ein Schlag ins Wasser. Eine angefangene Pflichtlektüre, ein Kapitel im Studienbrief und ein (wenn auch wieder mal tolles und ergiebiges) Treffen mit der Lerngruppe sind das Resultat von zwei freien Wochen. Wie kann das sein?

Ich glaube, auch das liegt daran, dass ich ein gewisses Maß an Stress brauche, um mich wohlzufühlen. Ich habe immer schon zu denjenigen Menschen gehört, die unter Zeitdruck am besten arbeiten. Nein, anders: Ohne Zeitdruck fange ich erst gar nicht an zu arbeiten. Also was gibt es schlimmeres für jemanden wie mich als einen ganzen freien Tag ohne jeglichen Termin, oder noch schlimmer: eine ganze freie Woche, ohne viel vorzuhaben? Klar, das Studium ist viel zu tun, aber für mich bedeutet freie Zeit immer, die Arbeit möglichst weit nach hinten zu schieben.

Jetzt, wo ich seit Montag wieder normal am Arbeiten bin, geht es auf einmal auch wieder normal mit dem Lernen. Ich habe mir einen Zeitplan erstellt, und der sagt mir, dass ich trotz einer termintechnischen Mörderwoche (Land unter im Büro, drei Abende Rotkreuzarbeit, Parteiarbeit, Sport... und noch ein paar Zusatzkatastrophen) fast 20 Stunden fürs Studium habe. Die dann auch effektiv genutzt werden, denn die Zeit drängt ja, und der nächste Termin wartet schon.

Manchmal glaube ich echt ich bin nicht ganz dicht

Die Frage ist jetzt schlicht und ergreifend, wie sinnvoll es ist, vor der Klausur nochmal zwei Wochen frei zu nehmen. Ich seh mich schon wieder meine Zeit vertrödeln und anschließend durch die Klausur fallen. Oder habe ich dann - wenn die Klausur schon so absehbar ist - endlich den nötigen Zeitdruck? Und was ist die Alternative? Den ganzen Stoff quasi nebenher lernen und irgendwann vollständig hohl drehen? Oder wäre es besser gewesen, ab und zu einzelne Tage freizunehmen und die dann auch tatsächlich zu nutzen, weil ich das Lernen dann nicht auf den nächsten Tag verschieben kann?
Stichworte: stress, termine, zeitdruck, zeitplan
Kategorien
Kategorielos

Kommentare

  1. Avatar von kawoosh
    Manchmal glaube ich echt ich bin nicht ganz dicht
    Das glauben wir wahrscheinlich alle von uns selbst
    chillie und Manyara gefällt das.
  2. Avatar von nadeschka
    wow, das klingt ja echt nach einem mörderprogramm - wie schaffst du denn bei dem wochenpensum noch 20 stunden zu lernen? aber du bist bestimmt auch so ein mensch, der mit wenig schlaf auskommt, oder?
  3. Avatar von Erfinder
    Dein Problem ist mir absolut bekannt. Ich habe im letzten Semester die Klausur geschrieben, vor der du jetzt stehst (nachdem ich sie drei Semester vor mir hergeschoben habe). Da ich aber im Urlaub auch alles mache außer Lernen, habe ich erst gar keinen genommen. Hat trotzdem irgendwie geklappt (wobei ich zugeben muss, dass ich in den letzten drei Wochen vor der Klausur wie ein Zombi rumgelaufen bin).
  4. Avatar von Manyara
    Das glauben wir wahrscheinlich alle von uns selbst
    Beruhigt mich ja, dass es nicht nur mir so geht

    Zum Glück ist nicht jede Woche so, diese Woche ist eher eine Ausnahme. Das Lernprogramm wird jetzt vor allem am Wochenende stattfinden (vielleicht wirds auch ein bisschen weniger als 20 Stunden ) Und Schlaf wird tatsächlich überbewertet

    @Erfinder: Das klingt interessant... vielleicht sollte ich meinen Urlaub tatsächlich nochmals überdenken. Und meinen Resturlaub eher zur Erholung nach der Klausur nehmen.
    Erfinder gefällt das.
  5. Avatar von Manyara
    ...fast 20 Stunden fürs Studium habe
    lt. nachträglicher Aktualisierung des Wochenplans waren es 13 Stunden. Zwar nicht ganz die angepeilten 20, aber besser als nichts

Trackbacks