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Master of Education an der Open University

"flächiges Lernen"

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von am 10.10.2011 um 15:51 (263 Hits)
Was mir im Moment am schwersten fällt, ist das, was ich als "flächiges Lernen" beschreiben möchte:

Es ist nicht so, dass ich Stoff lernen muss und gut ist, sondern das Lernen findet auf verschiedenen Ebenen statt:

Erst mal ist da der eigentliche Inhalt: Was ist Lernforschung und wie wird sie ausgeführt? Zu diesem Thema lese ich Texte. Da mir teilweise Hintergrundwissen fehlt, suche ich mir dieses zusammen. Dann geht es darum, wie man solche wissenschaftlichen Texte (die unseren "Inhalt" enthalten) kritisch betrachtet und analysiert. Gleichzeitig müssen sie in einen Kontext eingeordnet werden, den man sich parallel dazu erarbeitet.
Dazu kommt die "Sachbearbeitung": Wo findet man welche Beiträge? Was ist relevant? Wie wird gespeichert, gelinkt, referenziert (was nicht so simpel ist wie beim normalen Alltagsinternetgebrauch)? Wie wird zitiert und Plagiarismus vermieden?
Ich muss mir verschiedene Tools erarbeiten wie MyReference, RefWorks, Endnote, Elluminate, OneStopSearch etc. Dabei habe ich jetzt gemerkt, dass ich das nicht "trocken" vorab machen kann, sondern fast nur im Kontext mit den Dingen, die ich tatsächlich brauche. Das bedeutet, es geht am Anfang vor allem sehr langsam vorwärts.
Schliesslich kommen die kommunikativen Aktivitäten dazu, der Austausch mit Tutorin, das exakte Fragen, damit man auch präzise Antworten bekommt, das genaue Formulieren. Letztendlich geht es dann auch noch ums Schreiben und Darstellen. Soweit bin ich noch nicht, aber ich habe durchaus Respekt vor dem "academic writing" auf Englisch, auch wenn ich gelernt habe, essays, articles und reports aufzusetzen und sie zu unterscheiden.

Mir ist bewusst, dass die oben beschriebenen Dinge bei allen Studiengängen mehr oder weniger wichtig sind. Bei den geisteswissenschaftlichen Fächern ist aber vieles "schwammiger" als dort, wo es mehr um Fakten geht. Dazu kommt, dass grad alles mehr oder weniger gleichzeitig auf mich hereinbricht und ich nicht recht weiss, an welchem Ende ich zuerst arbeiten soll.
Ich beneide manchmal meine Tochter, die in der zweiten Klasse ist und als Hausaufgaben genaue Anweisungen bekommt: Mathe, Arbeitsheft S.9, Aufgabe 2-6
Aber ich habe es ja nicht anders gewollt...
Prawn, Fernstudienakademie und binema gefällt das.

Kommentare

  1. Avatar von Engel912
    Aber ich habe es ja nicht anders gewollt...
    genau, selbst schuld

    Von den Tools habe ich tatsächlich noch nie was gehört - mein Studium war da eher wie "Mathe, Arbeitsheft S. 9, Aufgabe 2-6"
  2. Avatar von Rumpelstilz
    Da bin ich im Moment grad etwas neidisch auf dich (und einige andere hier, die Dinge schreiben wie: "Habe den Studienbrief Seite 34-125 bearbeitet"), aber ich glaub, wenn ich mich da reinfinde, dann wird es mir gefallen. Teilweise hat es wohl auch mit dem Britischen Study Approach zu tun.
  3. Avatar von Engel912
    Ich denke, dass es auch ein Unterschied ist, ob man eine "geradlinige" Wissenschaft wie Informatik studiert oder aber Education (wenn ich das mit Ausbildung, Bildung oder ähnlichem richtig einschätze). Während ich Fakten lernen kann, ist das bei Dir sicherlich komplett anders.

    Wahrscheinlich wäre ein Vergleich wie Apple und Birnen

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