Hallo don1982,
ich antworte mal aus Sicht eines Dozenten.
Natürlich kann die Frage so nicht beantwortet werden, denn es hängt davon ab, ob man über das Fernstudienmaterial ausreichend Stoff lernen konnte und gepaart mit den meist veröffentlichten Klausurschwerpunkten auch verstanden hat und in der Klausur abrufen kann.
Das Studienmodell ist klar darauf ausgelegt, den Fernstudienanteil mit regelmäßigen Präsenzen zu füllen.
Ich lehre an der Diploma derzeit Arbeitsrecht und vermittele den Stoff sehr fallbezogen. Studenten, die hier nicht in der Präsenz waren, können definitiv Schwierigkeiten bei den Klausurfällen bekommen.
In den Vorlesungen werden zur Rechtsanwendung Dinge besprochen, die man sich nicht so einfach herleiten kann, so dass trotz des Hilfsmittels "Gesetz" in der Klausur einfach Wissen fehlt. Das lässt sich mit Lesen von Literatur etc. ausgleichen, meist aber nicht zu 100%, so dass es meist vorteilhaft ist, die Präsenzen besucht zu haben.
Meine Klausuren sind also anwendungsbezogen und ohne Anwendung geübt zu haben fällt es schwer.
Viele Grüße
Dr. Holger Schwarz
Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,
Dozent an der IHK/Darmstadt