Die Forschungsschwerpunkte der Deutschen Universität für Weiterbildung
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Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) vermittelt nicht nur weiterbildendes Wissen. Als universitäre Einrichtung bietet sie zudem eine Plattform für sämtliche Kompetenzen rund um die Ergründung und Bearbeitung gesellschaftlicher Kernthemen. Der Forschung kommt hierbei ein wesentlicher Stellenwert zu: In ihren Forschungsprojekten greifen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der DUW Probleme der modernen Berufspraxis auf und bearbeiten sie nach wissenschaftlichen Methoden. Forschungsschwerpunkte bilden die Branchen Management, Bildung, Gesundheit und Kommunikation.
Die Studierenden der DUW sind in die einzelnen Phasen der Forschungsprozesse eingebunden. So bringen sie zum Beispiel konkrete Fragestellungen aus ihrem Arbeitsalltag in die wissenschaftliche Arbeit ein. Damit tragen sie zum wechselseitigen Austausch zwischen Arbeitswelt und Forschung bei. Von den Forschungsergebnissen profitiert zum einen das Studienangebot der DUW: Die Lehre wird ständig nach aktuellen Erkenntnissen der fachlichen Anwendungsforschung aus den Departments ausgerichtet. Zudem wird das erlangte Wissen zurück auf die berufliche Praxis übertragen, so berät die DUW beispielsweise Vertreter aus Politik und Wirtschaft.
Forschungsinstitut für Compliance, Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit (FORSI): Im Spannungsfeld von Sicherheit und Recht
Im Juni 2009 werden die Forschungsaktivitäten der DUW um sicherheitsrelevante Themen ausgebaut: Das neu an der DUW angesiedelte Forschungsinstitut für Compliance, Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit (FORSI), befasst sich mit den unterschiedlichsten Facetten von Recht und Sicherheit. Denn ob Überwachungsskandal im Discounter, Rückruf giftiger Kinderspielzeuge aus dem Handel oder Piraterie vor der Küste Somalias – immer geht es um die Frage: Handeln Unternehmen und Privatpersonen regelkonform oder brechen sie geltendes Recht?
Neben der klassischen Sicherheitswirtschaft, die für die Sicherheit bei privaten und öffentlichen Anlässen sorgt, untersuchen die Forscher auch die Bereiche Unternehmens- und Ablaufsicherheit. Entsprechen neu entwickelte Produkte geltenden Sicherheitsrichtlinien? Wo liegen die Grenzen zur Werksspionage? Wie ist es um den Datenschutz in deutschen Unternehmen bestellt? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, arbeiten die Wissenschaftler interdisziplinär. Neben rechtswissenschaftlichen Aspekten werden insbesondere auch Ergebnisse der Betriebswirtschaft und der Sozialwissenschaften, aber auch ethische Ansätze in die Forschung einbezogen.
Für das Jahr 2009 ist die Ausrichtung einer Vielzahl von Fachseminaren und -messen geplant, im Februar 2010 folgt der Sicherheitsgewerberechtstag. Darüber hinaus veröffentlicht FORSI zahlreiche Publikationen, vergibt Doktorandenstipendien und lobt einen Wissenschaftspreis für herausragende Arbeiten aus. Angesichts der zunehmenden Internationalisierung des Themas Sicherheit sollen außerdem die Kontakte zu ausländischen Einrichtungen, zum Beispiel in Südkorea und China, ausgebaut werden.
FORSI steht unter der Wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Dr. h.c. mult. Rolf Stober. Im Juni 2009 nimmt das Forschungsinstitut in Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft, Ministerien und Wirtschaft seine Aktivitäten auf und knüpft an die erfolgreiche Arbeit der Forschungsstelle Sicherheitsgewerbe an, die bereits im Jahre 1999 mit Drittmitteln aus der Wirtschaft gegründet wurde. An der DUW sollen die bestehenden Kontakte zu einer umfassenden Forschungsallianz ausgebaut werden, zu der unter anderem der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, die Fraunhofer Gesellschaft und die Hochschule der Bundespolizei in Lübeck zählen.
Forschungsstelle Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement (FWB): Lehre nach modernsten Erkenntnissen
Fachübergreifend beschäftigt sich die DUW mit Fragen des lebenslangen Lernens und grundlegenden Ansätzen für die Weiterbildung von Berufstätigen. Wie wird heute gelernt und gelehrt? Welche Faktoren bestimmen den Erfolg von Weiterbildung? Wie gut sind Universitäten und Weiterbildungseinrichtungen auf den Bedarf des Arbeitsmarktes eingestellt? Diese und weitere Fragen erörtern die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen um Prof. Dr. Ada Pellert, Leiterin der Forschungsstelle Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement (FWB) an der DUW.
Die Forscher und Forscherinnen möchten neue Methoden und Strategien für die berufsbegleitende Weiterbildung entwickeln. Denn die Anbieter von Weiterbildungsstudiengängen stehen vor der Herausforderung, sich den Erfordernissen der modernen Wissensgesellschaft stets neu anzupassen. Auf der Basis einer angewandten Weiterbildungsforschung und der Erfahrungen aus der Beratung entwickelt die Forschungsstelle aktuelle Lehrangebote, untersucht und definiert die Bedingungen erfolgreicher wissenschaftlicher Weiterbildung und bereichert so den Weiterbildungsmarkt in Deutschland. Lerner- und Kompetenzorientierung, Workplace-learning sowie Life long learning als bildungspolitische Strategie bilden dabei wichtige thematische Schwerpunkte.
In den einzelnen Projekten der FWB beschäftigen sich die Forscher und Forscherinnen unter anderem mit Fragen rund um das Management von Hochschulen, Personalstrategien in Zeiten der Krise sowie mit der Rolle der Schule im lebenslangen Lernen.
Für 2010 ist das berufsbegleitende Doktorandenkolleg „Lebensbegleitendes Lernen in der Netzwerk- und Wissensgesellschaft“, eine Plattform für Doktoranden von Fachkollegen verschiedener Partneruniversitäten (wie etwa der Freien Universität Berlin, der TU Dresden, der Universität Bielefeld und der Universität Hamburg), geplant. Die Doktoranden tauschen sich in einem speziellen Internetforum aus, treffen sich regelmäßig in „Summerschools“ und bilden sich in eigens entwickelten Studienprogrammen weiter. Auf diese Weise sollen disziplinenübergreifende Synergien geschaffen und die Forschungsarbeiten zum lebensbegleitenden Lernen stärker in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden.
Die FWB ist dem Department Bildung zugeordnet und wird von der Gründungspräsidentin der DUW, Prof. Dr. Ada Pellert, geleitet. Das Forschungsprogramm wird in Kooperation mit Hochschulen im In- und im Ausland und einschlägigen außeruniversitären Einrichtungen durchgeführt, die ebenfalls auf den entsprechenden Forschungsgebieten tätig sind.
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