CHELM ist die Abkürzung für Coordination Center Homburg E-Learning in
Medicine. Das Zentrum stellt Studenten der Medizinischen Fakultät
sowie Schülern des Schulzentrums Uniklinik Homburg neuartige und
innovative E-Learning-Angebote zur Verfügung. Dank seiner
einzigartigen Inhalte findet das Projekt der Medizinischen Fakultät
der Universität des Saarlandes bundesweit erhebliche Beachtung. Es
wurde überregional in einem ausführlichen Bericht im Deutschen
Ärzteblatt präsentiert. Experten erwarten durch E-Learning eine
verbesserte Qualität von Lehren und Lernen sowie eine effizientere
Informations- und Wissensvermittlung.

Auch in der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes und
im Schulzentrum der Homburger Uniklinik sollen Lehre und Forschung
durch den Einsatz neuer Medien verbessert werden. CHELM, das Zentrum
für E-Learning in Medizin, fördert die strategische Planung,
Bündelung, Koordination, Unterstützung und Beratung von E-Learning-
und E-Science-Aktivitäten an der Medizinischen Fakultät und dem
Schulzentrum für Gesundheitsberufe. Ziel von CHELM ist es, neue
Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehre und Forschung
einzusetzen, zu entwickeln und wissenschaftlich zu begleiten.
Besonders berücksichtigt werden Fragen der Produktion digitaler Lehr-
Lern-Inhalte, Mediendidaktik und Lernpsychologie.

Insgesamt hat an der Universität des Saarlandes die Virtualisierung
schon früh begonnen: Bereits 1999 wurde die "Virtuelle Saar
Universität" VISU gegründet. Seit dem vergangenen Wintersemester
bietet VISU die E-Learning-Plattform CLIX Campus an. Seitdem nahmen
283 Hochschullehrer und wissenschaftliche Mitarbeiter an Schulungen
teil und nutzten das System in 114 Lehrveranstaltungen. Mehr als 3.300
Studenten sind auf der Lernplattform angemeldet. Das Kompetenzzentrum
von VISU gründete CHELM gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät und
dem Schulzentrum des Universitätsklinikums Homburg im Jahr 2006. In
der ersten Phase förderte CHELM unter anderem Projekte zu Themen wie
Zahnprothesen, Anästhesie, Pathologie sowie Kinder- und Jugendmedizin.
In der zweiten Stufe werden zur Zeit E-Learning-Projekte zur
Neurophysiologie, Arbeits- und Umweltmedizin, Anatomie und
Rechtsmedizin finanziell unterstützt.
Gerade in der Medizin bietet sich die Nutzung der neuen Medien und
Informationstechnologien geradezu an, denn die Approbationsordnung für
Ärzte wurde geändert, zwei staatliche Prüfungen fielen weg und es
wurden Modellstudiengänge eingerichtet. Deshalb musste die Lehre in
diesem Bereich neu gestaltet und strukturiert werden.

Seit Beginn des Wintersemesters 2007/2008 ist an der Medizinischen
Fakultät in Homburg zudem ein so genannter CIP Pool (Computer-
Arbeitsraum) in Betrieb. Er dient als zentrales Lernstudio für
Studenten der Human- und Zahnmedizin sowie der Molekularbiologie.
Außerdem steht der Computer-Arbeitsraum den Schülerinnen und Schülern
des Schulzentrums der Uniklinik zur Verfügung. Allerdings sind Schüler
und Studenten nicht nur auf den CIP Pool angewiesen, denn durch die
Anbindung an CLIX Campus ist E-Learning rund um die Uhr an jedem Ort
möglich. Schüler und Studenten können in dem Portal fallbasiert
lernen, Veranstaltungen evaluieren, Videokonferenzen abhalten
(virtueller Klassenraum), Projekte aus Studiengebühren beantragen
sowie gemeinschaftlich an Texten arbeiten. Das System vereinfacht
zudem die Koordination von studentischen Aktivitäten und
fakultätsinternen Diskussionen zwischen Studenten und Dozenten.
Durch die umfassende und systematische Einbindung von E-Learning ins
Medizinstudium wird das Profil der Medizinischen Fakultät wesentlich
verbessert und damit die Attraktivität des Medizinstudiums an der
Universität des Saarlandes erhöht. Die Betreiber von CHELM erhoffen
sich eine deutliche Steigerung der Ausbildungsqualität und eine breite
Akzeptanz des E-Learning-Angebots seitens der Schüler und Studenten.

Quelle: Presse-Mitteilung

Weitere Infos:
http://www.chelm.uni-saarland.de