Seite 4 von 4 ErsteErste 1234
Ergebnis 19 bis 22 von 22

Real / Abitur machen oder nicht?

  1. #19
    keine ahnung ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    07.07.2009
    Beiträge
    4
    viele dinge plant man nicht mit ein, wenn man abi über so eine fernschule machen will. als aspi kommen nochmal viele viele dinge mehr dazu, die man nicht einplant bzw. nicht einplanen kann. das ist dann auch nochmal von person zu person unterschiedlich, also kann ich hier nicht wirklich was aufzählen. das problem ist auch, dass man leider nach ein paar "testwochen" immer noch nicht weiß, ob es das richtige ist.
    ich würde dir wirklich raten, das ganze an einer "normalen" schule (also kolleg oder was auch immer) zu versuchen. immerhin hast du jetzt eine diagnose, das heißt du musste nicht mehr alles "mitmachen" und die lehrer müssen rücksicht nehmen. mir ist klar, dass das einer dieser ratschläge ist, die einem aspi so rein gar nicht passen, und immerhin kenne ich dich nicht, also kann das auch ein schlechter ratschlag sein, aber der weg über so eine "normale" schule ist doch in der regel "sicherer".
    es gibt in jedem fall viele dinge zu bedenken, an die man erstmal gar nicht denkt.

    (im übrigen darfst du mir gerne mal eine pn schicken - bin nicht der mensch, der gern dinge öffentlich ins netzt stellt)

  2. #20
    Avatar von Jacka
    Jacka ist offline Benutzer
    Registriert seit
    02.08.2010
    Beiträge
    42
    Blog-Einträge
    4
    Also irgendwie kannst du nicht mal ein Argument vorbringen, warum eine "normale" Schule besser sein soll.
    Wenn man sich doch im Klassenverband nicht wohl fühlt, warum soll man sich das denn noch antuen? Und nicht alles mitmachen zu müssen ist eine ziemliche Ausrede. Meinst du nur wegen der Diagnose wird der Lehrer sagen: "Klar, du brauchst an Gruppenarbeiten nicht teilnehmen." Bezweifle, dass das einer machen wird. Vielleicht wenn man an eine spezielle Förderschule geht.


    bin nicht der mensch, der gern dinge öffentlich ins netzt stellt
    Hmm.. was machst du dann hier? Ein Forum lebt nunmal davon, aber das ist rein deine Entscheidung, ob du hier etwas schreibst.
    Hintergrund ist ja, das eben nicht nur eine Person mit einme Problem eine Lösung bekommt, sondern auch andere.
    Viele Grüße,
    Jacka

    Studiengang Mechatronik an der WBH (B. Eng.)

  3. #21
    keine ahnung ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    07.07.2009
    Beiträge
    4
    ja, "normalerweise" muss der lehrer einen "schonen" mit so einer diagnose. dass das selten der fall ist, weiß ich und es ist traurig, aber im prinzip verstößt derjenige dann gegen das gesetz. scheint allerdings in deutschland keinem klar zu sein. das ist an förderschulen übrigens selten besser. allerdings kann man sich ja mit diagnose auch einen begleiter beantragen. also einen, der dann mit in die schule geht und dinge regelt, nochmal erklärt, warum man dieses oder jenes nicht kann. mit sowas habe ich allerdings keine erfahrung.
    an einer "normalen" schule ist es etwas leichter, sich selbst einzuschätzen. das heißt, ich weiß dann, dass ich prüfungen hinkriege, weil das habe ich ja da schon "geübt" sozusagen. oder ich weiß auch, dass ich prüfungen nicht hinkriege, weil es mir zu laut ist oder weil ich zu langsam bin, weil ich länger brauche, um die fragen zu verstehen, weil so viele leute in einem raum mich durcheinander bringen, weil mir das schreiben schwer fällt und ich deshalb alle prüfungen mündlich machen muss oder aber alle prüfungen schriftlich oder was auch immer. in dem fall gibt es lösungen ... vielleicht hilft einem ein lehrer mit verschiedenen nachteilsausgleichen, wenn man glück hat (wenn man glück hat, ist man auch im "richtigen" bundesland beheimatet, wo derartige nachteilsausgleiche kein problem sind - in hamburg hat man beispielsweise ganz "schlechte karten"). oder eben man hat einen guten anwalt. ist leider in deutschland sehr schwierig. mal zum vergleich: in indien beispielsweise bekommt jemand, der ins autistische spektrum gehört, automatisch etwa 30% zeitverlängerung in einer prüfung, ohne dass derjenige das beantragen muss oder sonstiges. in deutschland ist sowas schon fast unmöglich. also entweder man übt die ganze prüfungssituation indem man an einer "normalen" schule regelmäßig arbeiten schreibt und dann hofft, dass es damit "besser" wird mit solchen situationen umzugehen oder man hat einen sehr guten anwalt und sehr sehr viel zeit oder aber man hat glück und kein problem mit solchen situationen (dazu sei angemerkt, dass sich sowas schneller ändern kann, als man denkt - ganz besonders als aspi) - dann kann man es an einer fernschule versuchen. allerdings will man ja gerade solche situationen mit einer fernschule umgehen, weil sie einem nicht liegen.

  4. #22
    Skare ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    14.08.2010
    Beiträge
    8
    Kolleg bzw Abendgymnasium scheiden leider aufgrund fehlender Jahre Berufstätigkeit bzw Berufsausbildung aus. Hatte mich da mal informiert.
    Auch wäre es nicht so Vorteilhaft, da ich immer tag täglich pendeln müsste mit der Bahn (Hin und zurück 90 Minuten).
    Ob das wirklich eine Altnerative wäre, ich weis nicht so Recht.
    Die Möglichkeit einen Begleiter zu bekommen, kenne ich. Aber wie das läuft, was man erfüllen muss und so weiter, weis ich nicht.

    Und inwiefern die Rücksicht auf mich als Aspie nehmen, ist immer die Frage. Ich habe zwar auch einen Schwerbehindertenausweis, aber ob man darauf Rücksicht nimmt mh. Ich weis nicht wie es hier in Niedersachsen ist.

    Also ich weis wie es für mich war in der Schule und kann sagen der Horror.
    Gerade das letzte Jahr war für mich wirklich nicht berauschend und ich habe insgesamt bestimmt 3-5 Monate gefehlt (wobei die aber nur zum Teil im Abschlusszeugnis stehen). Brauchte auch nur meine Prüfungen machen und musste nciht mehr die Schule ebsuchen, wurde so mit der Schulleitung geklärt. Inwiefern der Status der Schule da mitgespielt hatte weis ich nicht. Habe eine Schule in christlicher Trägerschaft besucht, also sozusagen eine Teilprivatschule.

    Ich wollte definitiv nicht mehr die Berufsbilende Schulen besuchen und durfte dann auch über ein Praktikum meine Schulfplicht erfüllen.

    Man muss nicht nur Glück haben im richtigen Bundesland zu sein, sondern auch Glück eine Schule zu besuchen die einem Nachteilsausgleiche ermöglicht.

    In einigen anderen Ländern ist einiges einfacher, aber Deutschland mit seinen Unmengen an Gesetzen/Regelungen und dann noch Beamten die sich für Könige benehmen, nur weil sie eben extrem viel Spielraum haben und Sachen auslegen wie sie es für richtig erachten. Brauche da nur mein Schwerbehindertenausweis angucken, wobei das auch noch nicht zuende ist.


    Mit Prüfungen habe ich eigentlich nie Probleme gehabt. Dafür aber z.B. mit Klassen, die Unruhe, man kann sich nicht mal zurückziehen, wenn einem es zuviel wird. Wie oft wäre ich gerne einfach aus der Klasse gerannt. Stattdessen fehlte ich halt dann öfters in der Schule, um diesen Situationen aus den Weg zu gehen.
    Dann auch das öftere Unterbrechen beim lernen/arbeiten, nur weil irgendjemand nicht was verstand. Oder man hätte gerne nun sofort angefangen zu lernen/arbeiten, weil man keine Erklärung braucht. Aber der Lehrer will es ja unbedingt, weil es ja auch Schüler gibt die es nicht verstehen. Kann ich ja verstehen.

Seite 4 von 4 ErsteErste 1234