Ausbildung und Studium gleichzeitig?
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Hallo zusammen,
erst einmal zu meiner Person:
Ich habe im Sommer 07 das Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium gemacht und war zuvor 2 Jahre auf einer Wirtschaftsschule und habe dort mein Realschulabschluss gemacht.
Was will ich?
Einfach formuliert: Studium und Ausbildung (Geld verdienen) gleichzeitig
Zum einen will ich das bisher gelernte in BWL vertiefen können und mich in dem Bereich weiter bilden, aber mit Themenschwerpunkt "Gesundheit" oder auch "Gesundheitsmanagement" zum anderen will ich das theoretisch gelernte auch in der Realität selbst anwenden können. Da ich jedoch ein Semester lang an einer Universität studiert habe - und mir dort die Praxis gefehlt hat (und der Bezug zur Realität) will ich sowohl ein Studium als auch dann die Praxiserfahrung in einem Betrieb/ Institution. Ein Uni-Studium kommt so für mich nicht mehr in Frage.
Was hab ich bisher unternommen?
Habe mich auch für das BA-Studium "Gesundheitsmanagement" beworben - kommen aber Absagen, weil ich ein zu "schlechtes" Abitur habe. Aber es stehen noch andere aus, bei denen ich noch keine Antwort bekommen habe.
Ich bin am überlegen, ob ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen anstreben soll und dann mit einem Studium (welche Art auch immer) nebenher anfange.
Mein Problem: Nur eine Ausbildung kommt für mich deshalb nicht in Frage, weil ich weiß, dass ich dann in der Ausbildung (im schulischen Teil) unterfordert bin, weil ich ja bereits BWL Jahre lang gehabt habe. (von einem Freund der eine Ausbildung zum Bürokaufmann macht, weiß ich, dass er genauso unterfordert ist).
Vom Lerntyp bin ich jemand, der auch gut alleine am Schreibtisch lernt und sich den Stoff selbst aneignet. Allerdings bin ich auch jemand, der einen gewissen Rahmenplan braucht, indem steht, wann ich was lernen soll und bis wann ich welche Themen abgearbeitet habe.
Freue mich über eure Meinungen, wie sie auch immer sind. Ich weiß nämlich nicht wie ich es machen soll.
Gruß
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Hi,
ich wäre vorsichtig das ganze zu locker zu betrachten, eine Ausbildung Richtung Bürokaufmann/frau ist sicher nicht die anspruchvollste, also sollte das nicht der Referenzwert sein.
Zudem solltest Du Dich auch schlau machen, in wie weit Du mit Deinen Vorleistungen eine verkürzte Ausbildung erhalten könntest - das mag sich vllt. klugsch... anhören, aber das Berufsleben ist nunmal kein Ponyhof man kann sich nicht alles aussuchen und evtl. 2 Jahre lang die Zähne zusammenzubeissen und danach ein Studium anzustreben ist ja auch eine Option.
Wenn Du es natürlich so durchziehen möchtest gibt es leider ein anderes Problem, die typischen Fernstudienanbieter sind Fachhochschulen die VOR Antritt des Studiums ein Praktikum oder Berufserfahrung fordern, das solltest Du auf jeden Fall abklären.
Dann könntest Du z.B. an der HFH BWL mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement studieren, einen NC gäbe es hierbei nicht.
Generell finde ich solltest Du das aber wirklich gut planen und überlegen, die privaten Hochschulen verlangen mind. 200 EUR im Monat Studiengebühren, da bleibt von der Ausbildungsvergütung nichtmehr viel übrig - bezüglich des Umfangs hast Du dann natürlich den Vorteil das Du Dir die Lerneinheiten entsprechend einteilen und auch etwas länger brauchen kannst.
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die typischen Fernstudienanbieter sind Fachhochschulen die VOR Antritt des Studiums ein Praktikum oder Berufserfahrung fordern
Aber doch nicht, wenn man Abitur hat.
Wenn Du bereits jetzt sicher bist, dass Du ein Studium absolvieren möchtest, warum dann überhaupt noch eine Ausbildung ? Ich würde an Deiner Stelle versuchen, ein FH-Studiengang zu finden (irgendwann wird die Bewerbung sicher klappen) und die Dir fehlende Praxis in Praktika aneignen. Somit könntest Du auch in verschiedenste Bereiche reinschnuppern.
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Danke für die Information.
Hört sich vielleicht komisch an die Nachfrage, aber die Fernschulen fordern doch die Vorleistungen erst zur Prüfung und nicht schon bei Beginn, also mit Aufnahme des Studiums?
Versteh ich dich richtig, dass du gar nicht so der Überzeugung bist, dass ich im Bereich BWL / Rechnungswesen doch ein gewaltigen Wissensvorsprung habe und damit unterfordert sein kann. Ich will damit nicht angeben, nur ich habe sehr große Bedenken, dass ich dann in der Ausbildung unterfordert und gelangweillt bin und irgendwann es mich selbst frustriert.
Ich denke halt, wenn ich beides kombinieren kann bin ich zufriedener als nur eine Ausbildung.
Nach der Ausbildung ein Studium anfangen ist auch eine Möglichkeit - da hast du Recht. Aber ob ich dann nochmals in dem "Lernstil" vom Abitur bin oder ich nicht schon ganz aus dem Lernrhythmus herausgekommen bin?!
Ich möchte halt nicht mehr von Adam und Eva in BWL und so anfangen sondern einfach mein Wissen vertiefen und damit zufrieden sein.
Zu dem finanziellen hast du natürlich Recht, dass dann von der Ausbildung kaum noch was übrig bleibt - aber wenn ich nur studiere kostet es auch im Regelfall Studiengebühren (meines Wissens 500 Euro im Semester).
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Warum überhaupt eine Ausbildung?
Aus zwei Gründen:
1. Praxis und Erfahrung
Ich bin eigentlich der Meinung, dass man in der Praxis wesentlich mehr "lernen" kann wie in dem Unihörsaal. Aber beides ist wichtig.
Ich würd gern beides verbinden um letztendlich, das gelernte im Hörsaal dann in der Praxis auch gleich anwenden zu können.
Denn ich bin jemand der zwar die Theorie lernen kann - ich es aber dann auch gerne richtig in der Realität anwenden würde. Mir hat einfach in dem Nur Studium ganz einfach der Bezug zur Realität gefehlt und das anwenden der Theorie in der Praxis.
Ich denke Praktikas sind zwar sehr hilfreich - aber taugen die wirklich dazu etwas richtig anwenden zu können. Ich lass mich gerne eines besseren belehren -aber sind nicht die Unistudenten nur Fach"idioten" die zwar die Theorie verstehen aber es nicht anwenden können?
2. Geld
Ich würde gerne auch mal mein eigenes kleines Geld verdienen.
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@Michael Knight
Die HFH sagt dazu folgendes
Die Voraussetzungen für eine Zulassung zum Studium an unserer Hochschule sind durch das Hamburgische Hochschulgesetz festgelegt. Die Zulassung eines Bewerbers kann ausgesprochen werden, wenn er die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife nachweisen kann. Bewerber mit einer fachgebundenen Hochschulreife werden dann zugelassen, wenn die "Fachbindung" mit dem gewählten Studiengang übereinstimmt.
Zusätzlich zu den genannten Voraussetzungen sind von den Bewerbern berufspraktische Grundkenntnisse nachzuweisen.
Dieser Nachweis ist nach geltenden Studien- und Prüfungsordnungen für den Studiengang "Betriebswirtschaft" durch eine einschlägige berufliche Ausbildung oder Tätigkeit erbracht. Bewerber ohne berufspraktische Kenntnisse müssen ein Grundpraktikum bis zu einer Dauer von 13 Wochen nachweisen, wovon 7 Wochen vor Aufnahme des Studiums abzuleisten sind. Die verbleibenden 6 Wochen können studienbegleitend während des Grundstudiums absolviert werden.
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