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Motivation fürs Studium

  1. #1
    Anneka ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo,

    würde mich mal für Studienmotivationen interessieren.

    Momentan gehts mir so, dass ich einfach "Input" brauche, und daher lieber etwas studieren möchte, was mich interessiert und subjektiv gesehen schon zu meinem Beruf passt (Soziologie oder Psychologie zu Ergotherapie), aber meine konkreten Chancen auf einen anderen / bestimmten Arbeitsplatz (bestimmte Branche / Tätigkeiten) nicht garantiert verbessert.

    Nur für den Lebenslauf möchte ich nicht studieren, auf keinen Fall. Daher möchte ich auch nicht Ergotherapie , Gesundheitsmangement o.ä. studieren. Denn ich glaube eine führende Position kann man auch ohne diese Qualifikationen erreichen, es ist dann wichtiger, ein guter Therapeut (Berufserfahrung, Sozialkompetenz, Empathie) zu sein. Solche Dinge sollen ja auch in Studiengängen vermittelt werden, aber ich glaube, das hat mehr mit persönlicher Entwicklung zu tun. Und die bekommt man meiner Meinung nach nur durch Lebenserfahrung, und nicht durch Zuhören oder Lesen.

    Mir gehts nur um die Grundmotivation, nicht um spezielle Interessen. Ich glaube, nämlich, ich erwarte zu viel vom Studium.

    LG, Anne

  2. #2
    Phantomas ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo,

    im Gesundheitswesen kenne ich mich nicht so aus, aber leider ist es, gerade in Führungspositionen schon so, dass ein Studium verlangt wird um reinzukommen. Die persönlichen Kompetenzen sind da dann erst mal zweitrangig (lassen sich ja in einem Bewerbungsgespräch schlecht überprüfen).

    Meine Motivation ein Fernstudium zu starten war, das ich vorhabe die Branche zu wechseln, oder zumindest die Möglichkeit in der Hinterhand wissen will.
    Außerdem habe ich eine Herausforderung gebraucht um nicht stehenzubleiben.
    Gerade wenn die Anforderungen im beruflichen Bereich stagnieren, sucht man sich lauter halbseidene Hobbies und hat irgendwann das Gefühl zu verblöden!
    Nun schaun mer mal, ob das Fernstudium dort entgegenwirken kann.

    Stephan

  3. #3
    Avatar von chillie
    chillie ist offline Moderator
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    Ich glaube, nämlich, ich erwarte zu viel vom Studium.
    ...es ist dann wichtiger, ein guter Therapeut (Berufserfahrung, Sozialkompetenz, Empathie) zu sein. Solche Dinge sollen ja auch in Studiengängen vermittelt werden...
    Ich glaube wirklich das Du zuviel erwartest... ich sehe es genau andersrum, die von Dir geschilderten Soft-Skills sind doch typische Dinge die man in der Praxis lernt und perfektioniert - in einem Studium geht es um theoretische Dinge, gerade bei den von Dir genannten Studiengängen sogar darum Dinge zu erforschen und wissenschaftlich zu begründen.

    Zudem geht im Gesundheitssektor der Trend mehr und mehr zur akademisierung, sicher ist es hier nicht so schlimm wie in der Wirtschaft aber die Zeiten werden auch da kommen... ich pers. studiere vor allem für den Lebenslauf - denn leider kann ich noch so überzeugt von meinen Qualitäten sein, in Positionen die ich pers. erreichen möchte komme ich nicht ohne Studium.
    Fernstudent an der HFH (... nur noch bis 30.06.2012 )
    mein HFH Blog | @chillie_ Twitter | HFH-Gruppe

  4. #4
    TomSon ist offline Moderator
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    Ich glaube, nämlich, ich erwarte zu viel vom Studium.
    Darf ich fragen, was genau das Zuviel ist, das du vom Studium erwartest?

    Ich habe nun wirklich einen Haufen Studienerfahrung - sowohl in Präsenz als auch im Fernstudium - und kann sagen, dass man an manchen Erfahrungen während des Studiums wirklich wachsen kann. Die Frage ist halt, ob ich nicht auch an diesen Dingen gewachsen wäre, wenn ich was anderes als das Studium gemacht hätte. Wachstum an sich geschieht also schon, aber ob das Studium da nochmal einen entscheidenden oder wesentlich anderen Einfluss hat als das Leben allgemein ist sicherlich schwer zu beantworten.

    Du sagst ja selber, dass du Input haben möchtest. Etwas tun (lernen), was dich interessiert. Für mich hört sich das so an, als ob du auf der Stelle trittst und nun mit dem Studium in Bewegung kommen möchtest. Und du zweifelst vielleicht ein bisschen, ob ein Studium dich wirklich in Bewegung versetzen kann.

    Gruß,

    Sonja

  5. #5
    Anneka ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo Stephan,

    frage mich, ob es wirklich so ist, dass man für bestimmte Positionen studiert haben "muss", oder ob es im sozialen Bereich eher auf individuelle Vorgehensweisen in der Personalauswahl ankommt. Für jemanden, der therapeutisch arbeitet, sind soziale Kompetenzen wichtiger als alles andere.


    Mir kommt es aber auch nicht auf eine bestimmte Position an, eher darauf, einen erfüllenden Job zu haben, die Stellung ist mir egal. Verantwortung und Handlungsspielraum sind mir allerdings schon wichtig. In Praxen ist die "Personauswahl" sehr individuell, z.B.

    Aber mir ist noch nicht klar, wie "abschlussgläubig" Chefs im Durchschnitt sind. Aber ich möchte mein Leben nicht vom Markt bestimmen lassen.

    Das Gefühl des langsamen Verblödens kenne ich auch...

    Ich kann verstehen, dass Du etwas in der Hinterhand haben willst, wenn Du mit Diner jetzigen Sparte nicht zufrieden bist oder denkst, dort nicht weiterzukommen.

    Hallo Chillie,

    das:
    "...es ist dann wichtiger, ein guter Therapeut (Berufserfahrung, Sozialkompetenz, Empathie) zu sein. Solche Dinge sollen ja auch in Studiengängen vermittelt werden..."

    erwarte ich nicht vom Studium. Ich habe gelesen, dass es vermittelt werden soll (zumindest Sozialkompetenz), aber kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Kannst Du Dir das vorstellen? (Anscheinend auch nicht). Es wird einem viel versprochen, als könnte man studieren anstatt sich aus eigener Kraft weiterzuentwickeln (im Studium entwickelt man sich sicher auch weiter, aber im"echten Leben" doch wahrscheinlich mehr als im Fernstudium, wo man nur mit dem PC kommuniziert).

    Die Theorie, besonders die Soziologie, interessiert mich sehr, aber ich muss aufpassen, dass ich mich nicht zu sehr mit "Kopfdingen" befasse. Auf der anderen Seite habe ich keine Lust, einem Trend (Akademisierung) hinterherzulaufen. So wie es aussieht, hast Du eine bestimmte Position im Kopf, die Du erreichen möchtest. Ich möchte mich evtl. selbständig machen, als Ergotherapeutin, und möglicherweise eine zweite Einnahmequelle haben. Ergos verdienen nicht gerade viel, und wenn ich studiere, reicht das Geld nicht mehr für die obligatorischen Fortbildungen, und für Fortbildungen aus Interesse schon garnicht. Zur Zeit arbeite ich mit Demenzkranken und Kindern, und ich möchte mich gern in Richtung Psychotherapie (Gestalttherapie, Gesprächsführung) fortbilden bzw. solche Aspekte mit in die Arbeit einfließen lassen.

    Die Theorie interessiert mich als Hintergrund sehr.

    Vielleicht erwarte ich allgemein vom Leben zu viel, will ich zu viel, schaffbar in fünf Leben..

    Hallo Sonja,
    würde gern an einem Studium wachsen. Momentan arbeite ich zum Teil noch als Hilfe in der Pflege, also noch nicht mal als VZ-Ergo. Daher möchte ich vor allem mit einem anderen Job vorwärts kommen. Vielleicht ist es zu viel, auch noch mit einem Studium anzufangen, auf der anderen Seite habe ich "die Funktion meines Hirns" in meinem bisherigen Leben immer eindämmen müssen, und wenn ich das Studienangebot (Kurse) denke, sauge ich mich quasi visuell an dem Angebot fest, endlich garantierter, strukturierter Input! Vor meiner Ergoausbildung habe ich eine technische Ausbildung gemacht, daher möchte ich auch auf einer Linie bleiben, und vielleicht weicht Soziologie (oder auch Psychologie) zuviel davon ab. Aber auch ein Ergostudium habe ich garkeine Lust.

    Wenn ich lange auf der Stelle getreten bin (bin ich!!) ist es auch schwer zu glauben, plötzlich loszustarten, auf mehreren Ebenen. Finde ich. Aber es könnte ja funktionieren.


    vielen lieben Dank für eure Antworten!! Es macht Spaß, hier zu diskutieren und von Euren Erfahrungen "zu profitieren"..

    Viele Grüße, Anne

  6. #6
    bydgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Anneka,

    so wie ich dich verstehe strebst du die Selbstständigkeit an, arbeitest aber zur Zeit nicht Vollzeit in deinem erlernten Beruf. Gibt es keinen Bedarf dafür?

    Passen für dich würde ein Studium in Richtung Wirtschaftswissenschaften, da lernst du wie man einen Betrieb führt, Marketing betreibt und welche anderen Einnahmenquellen man noch erschließen kann und natürlich wie man Mitarbeiter führt.

    Und vor allem kannst du mit einem akademischen Studium als Berater tätig sein und du fällst steuertechnisch gesehen unter die freien Berufe. Auch kannst du z. B Dozententätigkeiten ausüben.

    Bei uns in der Gegend arbeiten Ergotherapeuten, die selbstständig sind vor allem in Praxisgemeinschaft mit Logopäden, außerdem sind sie noch freiberuflich für verschiedene Vereine oder Pflegeheime tätig. Manche vertreiben auch Produkte von Sanitätshäusern.

    Gruß

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