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Mehrere Fernstudiengänge - unseriös?

  1. #7
    krypt0lady ist offline Moderator
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    Zitat Zitat von HannoverKathrin Beitrag anzeigen
    (Sorry, kenne das Angebot der OU überhaupt nicht, somit keine Ahnung wie vielseitig die sind...)
    Reichhaltig ... von A wie Accounting and Finance über C wie Criminology und M wie Music bis hin zu W wie Working with Young People.


    Zitat Zitat von HannoverKathrin Beitrag anzeigen
    Einen Handelsfachwirt würde ich nicht durch ein Studium im Lebenslauf ersetzen. Mein Arbeitgeber soll ruhig sehen wie viel Zeit ich in Bildung investiert habe und dass ich "ein fleissiges, wissensdurstiges Kerlchen" war/bin.
    Ich glaube darüber kann man sich streiten. Vielleicht weiß einer der Personaler hier im Forum Rat?

    Viele Grüße
    Inés
    "Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."
    Larry Lorenzoni

  2. #8
    JudithBK ist offline Benutzer
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    @HannoverKathrin:

    Mein erstes Studium war eine klassische Geisteswissenschaftler-Kombie auf Magister (abgeschlossen).
    Dazu kommt dann ein Promotionsstudium (voraussichtlich bald abgeschlossen).
    Und ein Masterstudium Online and Distance education an der OU (spätestens Herbst nächsten Jahres fertig, eventuell schon im Frühling).

    Ich würde danach gerne einen MA in Soziologie und einen BA in Computing and statistics machen (Entweder nacheinander oder parallel, aber beides ganz strikt nur als Hobby, das immer hinter Arbeit/Forschung anstehen muß.). Beides ist aber definitiv noch "Zukunftsmusik", da z.B. die Finanzierung noch nicht steht. Im Zweifelsfall würde der BA über den MA gewinnen.

    In ca 3 Jahren würde ich mich gerne an einer Habil versuchen (im Promotionsfach, aber per Präsenz"studium"). Bis dahin möchte ich in einem Postdoc verstärkt Forschungserfahrung sammeln/publizieren (beides noch nicht gesichert, aber letzteres zumindest in Arbeit).

    Die Fächer ergänzen sich relativ gut - sind schon unterschiedliche Disziplinen, die sich aber gegenseitig befruchten. Statistik z.B. kann man überall brauchen und Didaktikkenntnisse sind an einer Uni immer von Vorteil (und auch außerhalb des akademischen Umfelds gibt es für sowas einen Markt). Das WISSEN wird mir garantiert nützen, die ABSCHLÜSSE nicht unbedingt.

    Momentan also: MA (harmlos)
    Und bis 2010: MA, MA, Dr. (harmlos)
    Theoretisch einmal (ca. 2020): MA, MA, MA, Dr, BA, Habil (das wird dann langsam lächerlich)

  3. #9
    bydgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    @judithBK
    Das sind ja alles zielgerichtete Weiterbildungen die sehr wohl miteinander verzahnen und natürlich mit deinen persönlichen Zukunftsvisionen zusammenpassen.

    Allerdings würde ich darauf achten, dass bei Bewerbungsgesprächen nicht der Eindruck entsteht (in der Bewerbungen muss man ja private Sachen nicht unbedingt angeben), dass Lernen und Arbeit der einzige Lebensinhalt sind.

    Gruß und viel Erfolg

  4. #10
    ceggert ist offline Erfahrener Benutzer
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    @JudithBK:
    Ohne Dir jetzt zu nahe treten zu wollen - aber meine persönliche Meinung dazu ist:
    Nach einer Promotion in Geisteswissenschaften noch einen zweiten M.A. auf einem anderen Gebiet abzuschließen, den man schon zuvor begonnen hatte, ist okay. Aber danach weitere M.A.-Abschlüsse, ohne konkrete berufliche Veränderung, sind glaube ich nicht nötig und können einen falschen Eindruck erwecken.

    Von einem Pomovierten/einer Promovierten wird erwartet, daß er/sie sich selbständig (also ohne Anleitung) in ein artverwandtes Themengebiet einarbeitet. Dazu gibt es genug Fachliteratur.

    Ein weiterer Master in einer Naturwissenschaft oder Mathematik (M.Sc.) ist natürlich etwas anderes, da er auf ganz anderen Grundlagen aufbaut. Das dürfte dann karrieremäßig wesentlich mehr bringen, wenn eine Professur angestrebt wird.

  5. #11
    stefhk3 ist offline Moderator
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    Ich stimme da ceggert zu. Zu viele Abschlüsse wirkt eher planlos und nach "Sammeln um jeden Preis". Z. B. Einarbeitung in Statistik wir von einem Doktoranden eher erwartet, dafür ein Abschluss, wirkt eher merkwürdig. Außerdem: Wenn Du wirklich eine wissenschaftliche Karriere anstrebst, sind Publikationen/Konfernzvorträge das A und O. Falls Du also zuviel Zeit hast, bringt es mehr, ein Paper mehr zu schreiben.
    Übrigens galt zumindest für den alten Magister, dass der akademische Grad nur einmal verliehen wurde. Entweder man ist Meister der Künste oder nicht. Man konnte zwar noch ein Studium machen, aber das war dann mehr eine Art weiteres Fach. Der Grad blieb und man durfte sich entsprechend auch nicht Sandra Mustermann MA MA nennen. Wie das beim Master ist, bin ich mir nicht sicher, sollte man vielleicht prüfen.

  6. #12
    JudithBK ist offline Benutzer
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    Stefhk3 und ceggert, ich stimme Euch in so fern zu, als daß ich sicherlich niemals eine Professur landen werden, weil ich ein paar MAs (oder MA Fächer) mehr auf dem Papier habe als die Mitbewerber. Da geht es in erster Linie um Forschungsergebnisse.

    Es gibt aber auch Details, bei denen ich Eure Meinung nicht teile. Z.B.

    "Falls Du also zuviel Zeit hast, bringt es mehr, ein Paper mehr zu schreiben."

    Klar, Paper sind eine tolle Sache. Aber wieviel Zeit KANN man dem widmen? Wieviele Stunden die Woche KANN man forschen, schreiben, etc.? Es geht hier ja nicht darum, mal schnell ein paar Monate lang seinen Lebenslauf zu polieren, sondern um einen langfristig angelegten "Lifestyle". Und da brauche ich auch Ausgleich zu meiner Forschungstätigkeit. Das muß kein 'dummer' Ausgleich sein (sein Gehirn kann man sowieso nicht ausschalten), aber eine Tätigkeit, die nicht produktiv sein muß, bei der ich nicht für jeden Fehler auf ewig mit meinem Namen einstehen muß, etc. ist da durchaus zur Abwechslung was schönes

    "Von einem Pomovierten/einer Promovierten wird erwartet, daß er/sie sich selbständig (also ohne Anleitung) in ein artverwandtes Themengebiet einarbeitet. Dazu gibt es genug Fachliteratur."

    Ja und nein. Ich arbeite mich natürlich auch selbständig in Gebiete ein, besonders, wenn mich nur ein spezieller Ausschnitt interessiert. Aber es ist ein Unterschied, ob man ein Fach von Grunde auf studiert, d.h. auch die Fachkultur kennenlernt, oder ob man nur die Inhalte übernimmt. Das ist dann der Unterschied zwischen "Ich kann Bourdieu zitieren" und "Ich kann interdisziplinär arbeiten"

    Die Frage ist auch, ob alle Geisteswissenschaften "artverwandt" sind. Von Philosophie zu Psychologie, von Sprachwissenschaft zu Theologie, oder von Technischer Redaktion zu Soziologie gibt es doch gewissen Unterschiede Nur eines braucht man in allen Geisteswissenschaften: Schreiben können

    Wie schon angedeutet: Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Abschlüsse in einen Lebenslauf schreiben kann. Ich bin mir aber durchaus sicher, daß ich mein Leben mit Dingen füllen möchte, die mir Spaß machen, und daß akademische Studien - auch in verschiedenen Fächern - dazu gehören ;D

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