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AW: Weiterbildung nach Industriekauffraulehre
 Zitat von Tukaram
Das ist normal. Mein zwei Pflegesöhne haben das beide so gemacht. Und wurden jeweils mit Kusshand in die neue Ausbildung/neuen Job genommen. Wenn man jung ist, macht man Fehler. Aber nachher mit Bestimmtheit sagen zu können "War ein Fehler weil ... aber ich habe gemerkt wo meine Stärken sind ..." ist ein großer Pluspunkt.
In meinem Umfeld arbeiten weniger als die Hälfte aller Leute in ihrem Ausbildungsberuf.
Bezüglich Bilabu: Wenn nicht genug Erfahrung dahinter steckt, kann der Bilabu heftig werden.
Bezüglich Kosten: Meine Ex hat den Bilabu für 3.000 EUR gemacht. Bei der IHK. Ist allerdings schon etwas her, kann also sein das die Preise zwischenzeitlich deutlich höher liegen.
In meinen Augen wäre übrigens der saubere Weg zunächst in einer Steuerkanzlei zu arbeiten. In meinen Augen ist es bei Steuerkanzleien ok, wenn man dort von vornherein den Wunsch nach nebenberuflicher Weiterbildung deutlich macht. Soweit ich das mitbekommen habe, ist eine nebenberufliche Weiterbildung in Steuerkanzleien der Normalfall.
Viele Grüße
Wie schön das der "Fehler" nicht nur mir unterläuft :-)
Also ich habe mal so die Themengebiete beim Bilabu überflogen - und so ziemlich alles, bis auf den Steuerkram, habe ich bereits in meiner Ausbildung gemacht. (Theorie versteht sich) Ist jetzt nicht allzu abschreckend, zumal ich mich gerne Herausforderungen stelle.
Den Kosten für den Bilabu steh ich gelassener gegenüber, ist ja ein Witz gegen die Kosten meines bevorzugten Fernstudiums.
Für mich ist einfach die wichtigste Frage, lohnt es sich das Geld in das Studium zu finanzieren und später in diesem Gewerbe Fuß fassen zu können, ohne richtige Berufserfahrung aber die Theorie sitzt - realistisch gesehen..
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AW: Weiterbildung nach Inustriekauffraulehre
Hab mal eben wegen den Kriterien für den Bilabu geguckt
§ 2 Zulassungsvoraussetzungen
(1) Zur Prüfung ist zuzulassen, wer
1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen oder
verwaltenden Ausbildungsberuf und danach eine mindestens dreijährige Berufspraxis oder
2. eine mindestens sechsjährige Berufspraxis nachweist.
Die Berufspraxis im Sinne des Satzes 1 muss durch Tätigkeiten abgeleistet sein, die der beruflichen
Fortbildung zum Bilanzbuchhalter dienlich sind; die Berufspraxis muss inhaltlich wesentliche Bezüge zum
betrieblichen Finanz- und Rechnungswesen haben.
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AW: Weiterbildung nach Inustriekauffraulehre
Den Kosten für den Bilabu steh ich gelassener gegenüber, ist ja ein Witz gegen die Kosten meines bevorzugten Fernstudiums.
Für mich ist einfach die wichtigste Frage, lohnt es sich das Geld in das Studium zu finanzieren und später in diesem Gewerbe Fuß fassen zu können, ohne richtige Berufserfahrung aber die Theorie sitzt - realistisch gesehen..
Nun gut, der Bilanzbuchhalter ist sicher ein Sonderfall. Im Gegensatz zu den meisten anderen IHK-Weiterbildungen kann man damit auch heute noch gut Aufsteigen. Allerdings muss man die Investition in ein akademisches Studium auch für die Zukunft betrachten.
Mit 22 hätte/habe ich es auch ganz anders gesehen. Mit meinem jetzigen Wissen hätte ich mich sicher bei so einer Situation geärgert kein richtiges Studium gemacht zu haben.
Wenn Du es Dir vorstellen kannst zu studieren und wenn Du es finanzieren kannst, würde ich dir tendenziell eher zum Bachelor raten, denn das ist die langfristigere Investition in die Zukunft, immerhin wärst Du genau so schnell fertig als mit dem Bilabu.
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AW: Weiterbildung nach Inustriekauffraulehre
Hallo,
ich bitte auch zu bedenken, dass der Bilanzbuchhalter bei der IHK zu den anspruchsvollsten IHK-Weiterbildungen gehört. Die Durchfallquote liegt i.d.R. bei deutlich über 50%. Ohne fundierte Erfahrung im Rechnungswesen ist der Prüfungserfolg stark in Frage zu stellen.
Ich würde ein akademisches Studium bevorzugen... um wettbewerbsfähig zu sein.
Viele Grüße
Dr. Holger Schwarz
Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,
Dozent an der IHK/Darmstadt
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AW: Weiterbildung nach Industriekauffraulehre
 Zitat von Ch4otin87
Also ich habe mal so die Themengebiete beim Bilabu überflogen - und so ziemlich alles, bis auf den Steuerkram, habe ich bereits in meiner Ausbildung gemacht. (Theorie versteht sich) Ist jetzt nicht allzu abschreckend, zumal ich mich gerne Herausforderungen stelle.
Hallo,
unterschätze die IHK-Prüfungen bitte nicht. :-)
Meine Ex hat Buchhalterin gelernt + 15 Jahre Berufspraxis und musste sich trotzdem hinsetzen und viel lernen!
Das Problem bei den IHK-Prüfungen: Du lernst x Jahre und musst dann sämtliche Prüfungen innerhalb von ein oder zwei Wochen schreiben. Das erklärt die drastischen Durchfallerquoten.
Bei typischen Prüfungen einer Hochschule lernst Du fachbezogen und schreibst dann rund 4 Klausuren pro Halbjahr. Die Anforderungen der Hochschule sind nicht unbedingt höher, aber theoretischer/abstrakter. Je nach dem was Dir liegt ist Hochschule dann einfacher oder komplizierter.
Viele Grüße
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AW: Weiterbildung nach Inustriekauffraulehre
Vielen lieben Dank für eure hilfreichen Beiträge - da lässt sich einiges zur meiner Entscheidungsfindung beitragen..
Die Entscheidung für das Studium ist kurz vor dem Zieleinlauf, muss nur schauen, wie sich das Ganze finanzieren lässt..
Jedenfalls habt ihr mir sehr weitergeholften!
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