Fernunterricht als Schulersatz während der Schweinegrippe?
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Es gibt einige Presseberichte über Deutschland, die Schweiz und Frankreich, im Falle einer Ausbreitung der Schweinegrippe (Amerikagrippe, Neue Grippe, etc.) Schulen zu schließen und statt dessen auf Fernunterricht auszuweichen. Nach den vorliegenden Berichten ist dabei geplant, die Lektionen über Radio und Fernsehen auszustrahlen und auch im Internet bereit zu stellen. Hausaufgaben sollen per E-Mail abgewickelt werden.
So richtig konkret scheinen mir die Überlegungen über die praktische Umsetzung aber noch nicht zu sein. Kann das wirklich funktionieren? Klar kann man zum Beispiel alte Telekolleg-Sendungen ausstrahlen oder Infos im Internet bereitstellen. Nur wird dabei der aktuelle Lernstand an den einzelnen Schulen nicht berücksichtigt. Und es geht ja hier auch nur um vergleichsweise kurze Zeiträume von wenigen Wochen. Für den Anfang wäre sicherlich eine Vertiefung des zuletzt behandelten Stoffes denkbar (Aufgaben bearbeiten etc.). Nur zum Selbstunterricht sind die Bücher in der Regel nicht geeignet. Wenn das Thema akut wird, sind hier sicher noch viele Fragen zu beantworten.
Hier eine Auswahl an Medienberichten zum Thema:
Deutschland:
- Der Lehrerfreund: Moodle als Medizin gegen die Schweinegrippe
Frankreich:
- 20 Minuten Online: Wir sind bereit, alle Schulen zu schliessen
- Focus Online: Schweinegrippe - Schließt Frankreich alle Schulen?
Schweiz:
- Schweizer Fernsehen: Im Pandemiefall findet Schule im Internet statt
- BernerZeitung: Keine präventiven Schulschliessungen
Update 14.08.2009: Auch die AG-Fernstudium hat das Thema aufgegriffen (Artikel Wer hat hier die Gripppe???)
Geändert von Markus Jung (18.10.2011 um 10:19 Uhr)
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Da sich die Schweinegrippe ja nun als große Luftblase ohne Inhalt geoutet hat, ist das Thema Ferienverlängerung hier in Nds. vom Tisch. Fernunterricht wäre ja nochmal n ganz anderes Level gewesen. Das bedarf viel intensiver Vorbereitung und einem tollen Konzept.
Ich persönlich finde den Gedanken den normalen Schulalltag zu verdrängen jedoch nicht so schön. Im Falle von schwerwiegenden Seuchen könnte sowas in die Köpfe kommen, aber dann dürfte auch niemand mehr zur Arbeit gehen und allgemein "Hausarest" für die Bewohner ausgesprochen werden. Erinnert mich an Gruselfilme in denen die Menschheit ausstirbt.
Selbst wenn die Technik das visuele Klassenzimmer ermöglicht, also alle Kinder per Internet und Webcam miteinander verbunden sind, (und es keine Seuchen oder so gibt) finde ich dass man aus dem sozialen Gedankengang nicht auf den Schulbesuch verzichten sollte.
HFH - Studienzentrum Hannover - Studiengang BWL 7. Semester
Disziplin ist am Anfang schwer. Dann macht sie alles leichter.
(Edita Gruberova)
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 Zitat von HannoverKathrin
Selbst wenn die Technik das visuele Klassenzimmer ermöglicht, also alle Kinder per Internet und Webcam miteinander verbunden sind, (und es keine Seuchen oder so gibt) finde ich dass man aus dem sozialen Gedankengang nicht auf den Schulbesuch verzichten sollte.
Da stimme ich Dir absolut zu. Schließlich geht es in der Schule ja um weit mehr als um die Vermittlung von Wissen.
Viele Grüße
Markus
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Da sich die Schweinegrippe ja nun als große Luftblase ohne Inhalt geoutet hat
Sehe ich nicht so. Ich kenne jedenfalls in meinem Bekanntenkreis Fälle von Schweinegrippe die zwar nicht lebensbedrohlich, aber auch nicht ohne waren. Ist jedenfalls keine Erkältung !
Das sieht auch unser Unternehmen so und hat nun überall Hinweise zum richtigen Händewaschen auf den Toiletten aufgehängt und auch Notfallpläne (inkl. Nutzung von Homeoffice) kommuniziert falls die Schweinegrippe sich in der kalten Jahreszeit richtig ausbreiten sollte. Alles insb. vor dem Hintergrund der Gefahr das das Virus mutieren könnte.
Ciao
Dani
BWL an der HFH (Diplom) - erfolgreich beendet 05/2011
Crushed like a rose, in the river flow, I am I know...(Steven Wilson)
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Was mich bei der ganzen Sache besonders beunruhigt ist die Tatsache, wie ungehindert sich der Virus über die Welt ausbreiten kann.
Da frage ich mich dann doch, was passiert wenn es mal einen Virus gibt, der ähnlich ansteckend ist und tatsächlich für die Masse der erkrankten tödlich endet. Da scheinen manche "Horrorgeschichten" gar nicht mehr so unrealistisch.
Sicher könnte man Maßnahmen noch intensivieren, aber es ist wohl kaum realistisch, zum Beispiel die Grenzen zu schließen und den kompletten Reiseverkehr einzustellen.
Vielleicht, aber nur ganz vielleicht lernt man ja an und mit dieser Pandemie für die Zukunft...
Viele Grüße
Markus
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Da ich beruflich mit Hygiene zu tun habe muss ich auch schon sagen, dass die neue Grippe sicherlich von Lobbygruppen instrumentalisiert wird.
Es handelt sich um ein ganz normales Virus - wie es jedes Jahr umhergeistert, nur hat sich die letzten Jahre keiner für die Zahlen interessiert, wie viele Menschen Influenza im Sommer bekommen.
Die meisten Leute holen sich die Grippe zumal auch noch durch eigene "Dummheit". Das Virus kann man mit normalen Tensiden (Seifen, Spüli, Waschmittel) überall entfernen - eine Übertragung durch die Luft ist nicht möglich.
Regelmässig und richtig Hände waschen sollte man eh und sich in die Hand zu niesen wird schon seit vielen Jahren von Ärzten als Fauxpass abgestempelt.
Wer dann auch noch so vernünftig ist, wenn er krank ist daheim zu bleiben hat schon fast alles gemacht was man selbst tun kann.
Für mich persönlich wird diese ganze Geschichte den schalen Beigeschmack von Pharma-Lobbyismus nicht los.
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