Wo kann man noch ein Diplom Fernstudium machen?
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Die Diskussionen, ob ein Diplom-Fernstudium in den Bologna-Zeiten von Bachelor und Master noch Sinn macht, nehmen kein Ende und in manchen Bereichen (Ingenieur) denkt man tatsächlich daran, die Uhren noch einmal zurück zu drehen. Auch hier bei Fernstudium-Infos.de wurde über das Thema schon einige Male diskutiert.
Bei fernstudi.net ist jetzt eine Übersicht über Diplom-Fernstudiengänge erschienen, die von den Fernhochschulen noch angeboten werden. Es sind doch noch einige mehr, als ich es erwartet hätte.
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Vielleicht kommen die Diplome ja bald landesweit zurück. Ich denke, im Moment bieten einige private Hochschulen noch Diplome an, weil die Titel einfach populärer sind -- aber TU Dresden und TU München planen ja zumindest, wieder Diplomstudiengänge anzubieten. Mir würde es gefallen; wer mehrere Fächer studiert hat, hat ein Problem dabei, hinter seinen Namen so was wie "MSc MSc MSc" zu schreiben, und auch bei nur einem akad. Grad sind die alten Diplome aussagekräftiger.
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Also, ich finde das fast schon erschreckend. Auf der anderen Seite zeigt es wie konservativ deutsche Universitäten sind. Ich werde das Gefühl nicht los, dass dt. Unis dem Diplom vor allem deshalb nach weinen, da man sich mit einem europaweitem standardisierten Abschluss nicht mehr für die Besten halten kann, ohne wirklich etwas dafür zu tun.
LG, Inés
"Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."
Larry Lorenzoni
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da man sich mit einem europaweitem standardisierten Abschluss nicht mehr für die Besten halten kann, ohne wirklich etwas dafür zu tun.
Das entspricht auch meinem Eindruck. Insgesamt denke ich, dass es ein Fehler war, überhaupt in das Bachelorsystem einzusteigen. Die Akzeptanz war eigentlich nie da, die Umsetzung erfolgte mehr schlecht als recht und jetzt mault jeder darüber. Ich schätze, es hätte gereicht, die Diplomstudiengänge zu behalten und stattdessen vermehrt auf ECTS zu setzen - auch das hätte die Vergleichbarkeit schon erhöht.
"Lernziele sind pädagogischer Unfug. Lernen hat kein Ziel. Beim Wandern ist das Ziel auch nur eine ausgedachte Begründung für die vielen lustvollen oder beschwerlichen Schritte, die man macht." - Martin Goldstein
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Die Akzeptanz war eigentlich nie da
Mag jetzt ein bisschen pauschal sein - aber Akzeptanz für Veränderungen ist in Deutschland doch eigentlich selten da, oder? - Egal ob Euro, Rechtschreib- oder Bolognareform oder Internet, jede Abkehr von Altgewohntem wird erstmal argwöhnisch beleuchtet, abgelehnt und schlechtgeredet....
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Das ist aber kein typisch deutsches Problem, sondern eher ein menschliches: Im Prinzip ist jeder Mensch veränderungsavers.
Ich sehe das Problem eher in der - gefühlten - Wertigkeit des Abschlusses "Bachelor". Das klingt nicht gut, sondern eher nach Schmalspurstudium und irgendwie schwingt dabei auch immer mit, dass der "Master" nicht gemacht wurde. Aus diesem Grund habe ich mich an der PFH auch noch für den "Diplom Betriebswirt (FH)" entschieden, weil ich finde, dass der Abschluss für sich "wertiger" klingt. Ich sehe mich nicht so sehr im Zwang danach noch den Master machen zu müssen.
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