Beratungs- und Verkaufsgespräche im Fernstudium
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Im Blog der DUW ist ein "Streigespräch" zum Thema Seriöse Beratung vs. Verkaufsgespräch veröffentlicht worden. Die Begriffe "Fernstudium" oder auch nur "Weiterbildung" werden dabei noch nicht einmal erwähnt, statt dessen müssen Autos als Beispiel herhalten.
Trotzdem liegt zumindest nahe, dass die Überlegungen (auch) auf die (vorgeschriebene) Beratugnsmöglichkeit der Fernstudium-Anbieter bezogen ist. Denn diese wird von den Anbietern vorgenommen, die natürlich ein Interesse daran haben, die Angebote des eigenen Hauses zu verkaufen und nicht unbedingt daran, einen umfassenden Marktüberblick im gewünschten Segment zu bieten (wie es unabhängige Portale wie zum Beispiel Fernstudium-Infos.de tun).
Nach den Rückmeldungen, die ich bisher so zu Beratungsgesprächen der Anbieter erhalten habe, erfolgt diese meist schon qualifiziert und Interessenten werden auch darauf hingewiesen, wenn das gewünschte Angebot zum Beispiel aus formalen Gründen nicht passt. Auf der anderen Seite werden aber Zweifel nach Möglichkeit schon auch aus dem Wege geräumt.
Was sind denn Eure Erfahrungen mit den Beratungs- bzw. Vertriebsgesprächen der Anbieter? - Habt ihr diese Angebote überhaupt in Anspruch genommen und welchen Eindruck hattet ihr ggf. davon?
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Hm, habt ihr keine Meinung dazu, oder keine Erfahrungen?
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Ich war bei einer Informationsveranstaltung der HFH wobei es mehr in ein Beratungsgespräch übergegangen ist (waren nur 2 Interessierte anwesend). In wie weit das von der HFH abgesegnet war weiß ich nicht, aber die Dame dort hat uns auch andere Vorschläge für andere Hochschulen genannt.
So habe ich zuerst geschwankt zwischen BWL und überhaupt dem Gesundheitsbereich. Die Dame hat mich nicht nur über die Möglichkeiten der HFH informiert, sonder mich auch auf die Apollon-Hochschule hingewiesen weil die ja gerade im Gesundheitbereich tätig ist.
Nach dieser "Veranstaltung" habe ich mir auch die Unterlagen von der Apollon-Hochschule zusenden lassen, aber mich hat das ganze System dort nicht wirklich überzeugt.
Ich hatte zwar schon den Eindruck dass die Dame uns natürlich die HFH näher bringen wollte, aber sie hat auch gezielt auf andere Hochschule hingewiesen, die eventuell für uns in Frage kommen würden. (Apollon war nur ein Beispiel, aber es waren sicher mehrere)
lg Bianca
6. Semester Gesundheits- und Sozialmanagement
Studienzentrum Linz (A)
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Hallo!
Als Verkaufstrainer möchte ich gerne meinen Gedanken mit in die Diskussion einfließen lassen.
Es gibt Situationen, wo der Kunde sich nicht entscheiden kann. Im Zweifelsfall fällt gar keine Entscheidung. Wenn der Interessent nicht weiß, was er wirklich will, ist es sehr schade, wenn er an einen Berater gelangt. Denn ein Berater gibt nur Informationen - hilft aber nicht bei der Entscheidungsfindung. Ein Verkäufer sollte aufgrund einer Kundenergründung passend beraten und dem Kunden klar sagen, ob seine Lösung für ihn passt oder nicht. Sollte die Lösung passend sein, dann ist es auch richtig, das der Verkäufer verkauft und abschließt. Wenn die Lösung im nachhinein richtig war, dann hat der Verkäufer gute arbeitet geleistet. Er hat den Kunden motiviert. Vielleicht kennt jemand ja die Situation, wo er zuerst nicht ganz sicher ist, ob das, was er getan hat richtig war - und sich im nachhinein darüber gefreut hat, sich doch dafür entschieden zu haben.
Wenn der Kunde im nachhinein die Vereinbarung bedauert, dann hat der Verkäufer manipuliert und schlecht gearbeitet. Deswegen ist die Kundenergründung so wichtig - doch viele Verkäufer meinen zu wissen, was der Kunde braucht...
Daher hoffe ich, dass viele Interessierte an einen guten Verkäufer geraten - und nicht an einen guten Berater.
Frohes schaffen
wünscht
Oliver Schumacher
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Also ich finde, dass auch eine Beratung zu einem Ergebnis hinleitet. Lediglich die Entscheidung verbleibt mehr beim Kunden und die Beratung ist unabhängiger, da sie alle Möglichkeiten aller Marktanbieter einbeziehen wird (gleichgewichtet), während der Verkäufer natürlich eine Präferenz für die Produkte aus dem eigenen Hause hat.
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ich bin auch der Meinung, dass eine gute Beratung bei der Entscheidung helfen kann.
Ein Verkäufer hat vorrangig ein einziges Ziel: den Verkauf seines Produkts - ob dieses Produkt die optimale Lösung für den Kunden ist, ist letztlich nachrangig.
Folge kann das sein:
Wenn der Kunde im nachhinein die Vereinbarung bedauert, dann hat der Verkäufer manipuliert und schlecht gearbeitet. Deswegen ist die Kundenergründung so wichtig - doch viele Verkäufer meinen zu wissen, was der Kunde braucht...
Ein Berater hat das Ziel, den Kunden über die Möglichkeiten, die bestehen, zu informieren. Und zwar so zu informieren, dass der Kunde am Ende der Beratung ausreichend Informationen hat, um selbst eine Entscheidung treffen zu können.
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