Gibt es ein "Verfallsdatum" für den Wert eines Fernstudiums?
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Zur Zeit betreue ich ja wieder einmal ein Forum zum Thema Weiterbildung und Fernstudium bei Monster. Dort ist aktuell die Frage gestellt worden, ob eine Weiterbildung für Personaler an Wert verliert, wenn sie schon einige Jahre alt ist.
Konkret geht es um einen Hochschul-Absolventen, der kurz vor der Promotion steht, danach zwei Fernlehrgänge machen möchte und sich dann aber erst in einigen Jahren bewerben möchte.
Wie seht ihr das? - Gibt es ein "Verfallsdatum" für Weiterbildungen? - Macht es da einen Unterschied, ob es sich um eine akademisches (Fern-)Studium oder sonstige Lehrgänge handelt?
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Hallo Markus,
ich denke das kommt immer darauf an. Ein akademisches Fernstudium verfällt denke ich nicht, bei anderen Weiterbildungen sieht es m.M. nach anders aus.
Ich nehm mal als Beispiel eine Weiterbildung aus dem IT-Bereich. Speziell hier ändern sich die Technologien ja rassant schnell. Dementsprechend glaube ich nicht, dass hier eine Weiterbildung von 2003 o.ä. noch wirklich etwas Wert ist (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel)
Wirtschaftsinformatik an der Fernuni Hagen ab WS 2011/2012
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Ich habe vor 7 Jahren meinen Ausbilderschein bei der IHK gemacht und bis heute werde ich in Vorstellungsgesprächen wohlwollend darauf angesprochen. Ich denke es kommt auch immer darauf an was man mit der Weiterbildung macht, dass heißt ob man sich auf seinen Lorbeeren ausruht oder ob man das Wissen immer wieder auffrischt bzw. weiter vertieft oder updated.
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Ich würde das auch unter dem Aspekt "kommt drauf an, was" sehen. Bei einem akademischen Fernstudiumsabschluß sehe ich das genau wie bei einem absolvierten Präsenzstudium --> kein Verfallsdatum.
Ebenso sehe ich auch für IHK und Fachschul-Abschlüsse kein Verfallsdatum.
Aber insbesondere bei Zertifikaten und Kursen aus schnelllebigen Bereichen (wie z.B. die IT), da kann man aus meiner Sicht nach ein etlichen Jahren schon das ein oder andere Zertifikat "beerdigen". Ich würde z.B. den Nachweis meiner NOVELL-Network Zertifizierung und den SAP-Kursen aus den 1990igern nicht mehr einer Bewerbung beifügen.
BWL an der HFH (Diplom) - erfolgreich beendet 05/2011
Crushed like a rose, in the river flow, I am I know...(Steven Wilson)
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 Zitat von proggie68
Ich würde z.B. den Nachweis meiner NOVELL-Network Zertifizierung und den SAP-Kursen aus den 1990igern nicht mehr einer Bewerbung beifügen.
In Papierform sicher nicht. Im PDF schon eher, wenn damit eine kontinuierliche Weiterbildung belegt werden soll und kann. Ansonsten würde ich nur staatlich anerkannte Abschlüsse und spezifisch zur Ausschreibung passende Fortbildungszertifikate als Kopie einreichen.
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Das sehe ich ganz genauso wie meine Vorredner. Ein akademischer Abschluss, egal ob Präsenz- oder Fernuni, hat kein Verfallsdatum. Diese Abschlüsse sind darauf ausgelegt das sie immer aktuell bleiben. Natürlich muss man schon selber ein bisschen was dafür tun und sich hin und wieder mit seinem Fachgebiet auseinandersetzen und sich somit auf dem Laufenden halten. Wenn man das nicht macht, dann ist man es irgendwo selber schuld.
Auch IHK- und oder andere Abschlüsse haben natürlich kein Verfallsdatum. Aber auch hier sollte man immer auf dem Laufenden bleiben und wenn man einen Auffrischungskurs besucht, bricht man sich auch keinen Zacken aus der Krone. Das gillt natürlich auch für Hochschulabsolventen.
Ein kleines Problem haben wir natürlich bei den IT-Berufen bzw. Abschlüssen, wie ja schon gesagt worden ist. Ein 10 Jahre altes CISCO-Zertifikat interessiert wohl kaum noch jemanden. Aber wer in dem Bereich arbeitet, der hält sich sowieso automatisch und zwangsläufig auf dem Laufenden, denn niemand im IT-Bereich wird heute noch ernsthaft mit einem C64 arbeiten. 
Gleiches gillt natürlich für Juristen, die sollten sich in ihrem Fachgebiet immer auf dem Laufenden halten und über neue Gesetze etc. informieren. Wer das nicht macht, der kann seinen Beruf auch nicht ernsthaft ausführen.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass erreichte Abschlüsse im Allgemeinen kein Verfallsdatum haben, man sich aber wohl auf dem Laufenden halten sollte. Dies wird aber in der Regel automatisch geschehen, wenn man diesen Beruf noch weiterhin ausführt. Wer längere Zeit in einem anderen Beruf arbeiten sollte und anschließend wieder zurück zu seinem alten Beruf möchte, der kann ja "Auffrischungskurse" besuchen.
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