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BWL - Weiterbildung - was ist das richtige für mich?

  1. #1
    Sophra ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo zusammen,

    mir geht es wie einigen anderen hier. Ich würde mich gerne weiterbilden, bin mir aber einfach nicht sicher, was das Richtige für mich wäre.

    Kurz zu mir:
    Schulabschluss: Wirtschaftsrealschule, dann Lehre: Industriekauffrau. Dannach in der grösseren Firma erst im Einkauf (ca. 6 Monate), dann im Verkauf-Export (ca. 1 Jahr), dann bin ich wegen Heirat und Umzug zu einer Firma für 4 Monate in den Verkauf, dann 4 Monate zu Hause (arbeitslos), dann für ca. 1 Jahr am Empfang + Telefonzentrale eines metallverarbeitenden Betriebes, danach Familienpause (ca. 6 Jahre), dann Wiedereinstieg durch eine damals vom Arbeitsamt (man stelle sich vor) bezahlte 9-monatige Schulung zur Bürofachkraft. Das hat mir sehr gute Grundlagen geboten, was EDV anbelangt. Danach in einem mittleren Handwerksbetrieb für 6 Jahre als kaufmännische Angestellte (hab dort so ziemlich alles - ausser Personal und Buchhaltung - gemacht). Seit ca. drei Jahren in der Schweiz im Sekretariat einer kirchlichen Einrichtung (zu 65%).

    Mir ist klar, dass ich da nicht stehen bleiben möchte und die nächsten 25 Jahre bis zur Rente warten will.
    Ich hatte ein Gespräch mit dem Personaler, der mir geraten hat, mich in der Schweiz weiterzubilden, wenn ich da arbeiten möchte. Er hat mir auch ein paar Angebote geschickt, aber da ich kein Abi (Matur) habe, muss ich da überall erst eine Zugangsprüfung ablegen. Englisch wäre nicht so das Problem, da ich mich hier schon immer interessiert habe und beim letzten Einstufungstest (von Klett) bei 80% beim Niveau B1 lag. Allerdings sind meine Mathe und Buchhaltungskenntnisse nicht mehr frisch. Auch habe ich alle Kentnisse im deutschen erworben.
    Vermutlich würde mich mein Arbeitgeber finanziell auch nur bei einer Weiterbildung in der Schweiz unterstützen.

    Meine Ziele / Motivation für die Weiterbildung:
    - Mehr Geld verdienen
    - Zeigen, was ich kann (und beruflich anders wahr genommen werden)
    - Mehr Verantwortung zu erhalten und auch Projekte betreuen zu dürfen

    Gelernt habe ich schon immer gern und es ist mir auch nie besonders schwer gefallen. In der Schule hatte ich gute Noten. Leider hatte ich nicht die Chance Abi zu machen, weil meine Eltern entschieden, ich sollte Geld verdienen. Schade.

    Wenn ich das Abi nachhole, dauert es doch minimum drei Jahre. Ein Einstieg in ein Studium ohne Abi, ist das von meiner Position aus nicht etwas heftig? Übernehme ich mich da nicht?

    Bei der sgd habe ich den Lehrgang staatl. geprüfter Betriebswirt gefunden, bei dem ich auch die Fachhochschulreife erlange. Jetzt meinte jemand, dass ich da auch gleich den Bachelor machen könnte (studieren ohne Abi?). Das gebe sich nicht viel? Ist das so?
    Dann bleibt auch noch die Frage nach der Schweiz - ist dieser staatl. geprüfte Betriebswirt überhaupt in der Schweiz interressant? Gibt es da etwas vergleichbares?

    Beim Betriebswirt würde mich näher interessieren: Personalwirtschaft, Finanzwirtschaft oder auch Touristik/Fremdenverkehr.

    Derzeit sehe ich aber keine Möglichkeit in einem dieser Bereiche beruflich tätig zu sein. Würden sich dann überhaupt meine obigen Ziele erfüllen?

    Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

    Ich weiss, ich stelle gerade viele Fragen, aber es bewegt mich auch viel und ich wäre dankbar, wenn mir jemand helfen könnte, hier ein wenig Ordnung hinein zu bringen. :-)

    Herzlichst,
    Sophra

  2. #2
    Avatar von Markus Jung
    Markus Jung ist offline Fernstudium-Infos.de
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    Hallo Sophra,

    danke für Deine Vorstellung.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, möchtest Du auch künftig in der Schweiz arbeiten. Dann würde ich mich auch um Weiterbildungen in der Schweiz bemühen. Noch dazu, wenn Dich Dein Arbeitgeber dabei sogar finanziell unterstützen würde.

    Was für Angebote hat Dir der Personaler denn geschickt? Handelt es sich dabei um akademische Studiengänge, dass Du dafür eine Zugangsprüfung ablegen musst?

    Also ich würde mich ganz genau erkundigen, wie diese Zugangsprüfungen ablaufen und auf welchem Niveau. Dann könntest Du Dich gezielt einige Zeit darauf vorbereiten und insbesondere Deine Kenntnisse in Mathe und Buchhaltung auffrischen und Dir ggf. die Schweizer Besonderheiten aneignen. In Mathe wird es da wohl nicht viele Unterschiede geben, aber was die Buchhaltung angeht, könnten die gesetzlichen Regelungen etc. ja schon andere sein.

    Viele Grüße
    Markus
    Inhaber von Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K. (XING|Google+)
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  3. #3
    Sophra ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo Markus,

    herzlichen Dank für Deine Antwort.

    Ja, es handelt sich ausschließlich um akademische Studiengänge und ja, ich würde gerne weiterhin in der Schweiz arbeiten.
    Meine Frage ist halt auch, ob ich so ein Studium überhaupt schaffe. Ob das nicht gleich zu hoch gegriffen ist, selbst wenn ich die Zugangsprüfungen schaffen sollte.
    Am Freitag war ich auf dem dt. Arbeitsamt. Das Gespräch war sehr gut. Nur meinte sie, dass wenn ich jetzt ein Studium mache, nachher für den Arbeitsmarkt überqualifiziert bin und es schwer habe, eine geeignete Stelle zu finden. Stimmt das?

    Beispiele für die Schweiz (+teilweise Muster Aufnahmeprüfungen)

    http://www.fernuni.ch/studiengaenge/wirtschaft/bsc
    http://www.fhnw.ch/wirtschaft/bachel...fnahmepruefung
    http://www.sib.ch/Studiengaenge/lehr...p?info_key=HFW
    http://www.fernfachhochschule.ch/ffh...tika/uberblick

    Mir würde es gefallen, im Bereich Finanzen / Controlling etwas zu machen. Bisher habe ich aber in diesem Bereich nicht gearbeitet. Die Dame vom Arbeitsamt meinte, dass ich mich nach einer Weiterbildung in diesem Bereich bewerben könnte und die Aussichten gar nicht so schlecht wären, da auch einen Job zu bekommen. :-)

    Ob ich beim jetzigen Arbeitgeber in diesem Bereich arbeiten könnte, ist allerdings fraglich...

    Viele Grüsse
    Sophra

  4. #4
    Avatar von Markus Jung
    Markus Jung ist offline Fernstudium-Infos.de
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    Hallo Sophra,

    wenn Du ein Fernstudium machst, machst Du das ja berufsbegleitend und ich würde dann schon versuchen, auch während des Studiums zumindest schon mal in die passende Richtung zu gehen, um schon mal langsam Praxiserfahrung zu sammeln.

    Nur meinte sie, dass wenn ich jetzt ein Studium mache, nachher für den Arbeitsmarkt überqualifiziert bin und es schwer habe, eine geeignete Stelle zu finden. Stimmt das?
    Sehe ich nicht so. Ich finde die Aussage, dass Du dann generell für den Arbeitsmarkt überqualifiziert bist, sehr pauschal. Wenn, dann kann es höchstens sein, dass Du dann für bestimmte Stellen/Aufgaben überqualifiziert bist.

    Viele Grüße
    Markus
    Inhaber von Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K. (XING|Google+)
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  5. #5
    Sophra ist offline Neuer Benutzer
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    Hallo Markus

    Danke für deine Antwort. Ich bin mit meiner Infosammlung D/CH schon ein gutes Stück weiter gekommen.
    Für die Zugangsprüfungen für ein Bachelor-Studium bräuchte ich einiges an Vorbereitung. Es gibt da auch verschiedene Vorbereitungskurse.

    Ist es denn grundsätzlich besser ein Studium zu machen, als den staatlich geprüften Betriebswirt?
    Ist unser staatlich geprüfter Betriebswirt in der Schweiz anerkannt?

    In der Schweiz habe ich den dipl. Betriebswirt HF gefunden. Ist dieser vielleicht vergleichbar mit unserem Betriebswirt?

    Allgemein lässt sich feststellen, dass die Kosten für eine Weiterbildung in der Schweiz sehr sehr teuer sind. (obiger Betriebswirt pro Semester z.B. CHF 3660). Das wäre für mich ohne Arbeitgeberhilfe nicht zu meistern.

    Viele Grüsse
    Sophra

  6. #6
    jedi ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Sophra Beitrag anzeigen
    In der Schweiz habe ich den dipl. Betriebswirt HF gefunden. Ist dieser vielleicht vergleichbar mit unserem Betriebswirt?
    Das ist wie hier der Staatlich geprüfte Betriebswirt.
    Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]

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