Masterabschluss ohne den Erwerb von 120 Creditpoints wird kaum anerkannt?
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 Zitat von jedi
Firmen werden wahrscheinlich eher Abschluß und Inhalte wichtig halten und nicht die ECTS. Im Job kommt es immernoch aufs können an.
Kann ich nach allen Erfahrungen nur zustimmen! Ob jemand mit einem Master jetzt 270 CP hatte oder 330 CP ist im Großen und Ganzen ziemlich uninteressant.
Noch deutlich uninteressanter ist es, ob der Master nun 120 CP hatte oder nur 60 CP - kurz gefragt: Was interessiert es mich als AG, wenn ein vierjähriger Bachelor mit 240 CP (gibt es ja auch) später nur noch einen 60 CP Master dranhängt (oder einer mit 210 CP einen mit 90 CP)? Ist er deswegen schlechter als der Standardbachelor (180 CP) und ein Master mit 120 CP? Eher nicht. Gemäß dem Fall, dass es mir auffallen sollte in der Bewerbung, würde ich eher fragen, warum jemand nach vier Jahren Bachelor noch einen zweijährigen Master dranhängt, obwohl eigentlich nötig?!
Richtig ist allerdings, dass manche 90 CP-Master auch von Leuten angefangen werden können, die "nur" 180 CP Bachelor haben. Hier kann es durchaus sein, dass diese 30 CP Punkte nachholen müssen oder z.B. in berufsbegleitenden Studiengängen, diese durch eine gewisse Berufserfahrung nachgewiesen werden können. Das aus dem Erststudium CP an- bzw. somit doppelt gerechnet wurden kenne ich hingegen nur, wenn ein einschlägiges Studium vorhergemacht wurde und die Gesamtmaster-CP sonst über den 300 CP liegen würden. Dann werden Grundlagenfächer durchaus mal erlassen, wenn sie bereits vorher "abgearbeitet" sind. Meist sind es dann solche Sachen wo der Master 120 CP hat, der zuglassene aber über einen bspw. 210, 240 CP Erststudium schon einige Fächer des Masters belegt hatte.
Theoretisch sollte jeder mit einem Master die 300 CP-Marke erreichen oder übertreffen. In der Praxis ist das allerdings manchmal nicht ganz der Fall. Wie das argumentiert wird ist mir allerdings auch durchaus ein Rätsel. Ob das aber Arbeitgeber stört? Ich denke nicht, zumindest wäre mir das nie untergekommen oder auch in Diskussionen um Bewerber ist das nie als Argument gefallen.
Wo es allerdings sehr schnell eine Rolle spielen kann ist bei evtl. Promotionsvorhaben.
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 Zitat von Hannah86
Ich habe mehrmals gesagt, dass dies in Holland der Fall ist und diese Studiengänge trotzdem qualitativ hochwertig sind.
Das ist in Deutschland nicht anders. So gilt der MSc in Management der FernUni Hagen/HIMS trotz lediglich 78 CP (!) als ziemlich angesehene Ergänzung zu einem Erststudium, wenn man keinen klassischen MBA machen möchte. Allerdings solltest Du nicht erwarten, dass Dir danach die Türen in die akademischen Promotionsweihen sperrangelweit offen stehen. Da ist der WiWi-Master sicherlich mit den konsekutiven 120 CP die bessere Wahl. Und das ist nur ein Beispiel - es gibt viele andere in Deutschland.
Und auch die Master von der Wings sind durchaus angesehen, bspw. hört man viel Lob speziell zum MBC (90CP) oder auch zum MSM (90CP).
 Zitat von Hannah86
Im Übrigen will ich selber hören, ob manche was zu dem Thema Ablehnung bei AG gehört haben. ICH bin die Fragen stellende Person!
Ganz ruhig. Nein. Ich habe NIE etwas derartiges gehört noch selbst bei Einstellungen mitbekommen oder mit anderen Führungskräften besprochen. Wenn ein Master für unsere Stellen nötig war, dann gab es die wichtigere Frage nach den Inhalten. Ob 120, 90, 60 CP hat uns (mich) nie interessiert.
Es mag sein, dass ganz bestimmte Unternehmen (z.B. Forschungseinrichtungen, Hochschulen) durchaus auf die CP gucken aber dann wahrscheinlich eher auf die Gesamt CP, denn die sagen mehr aus, als die vom Master. Aber selbst da wäre mir nur bei Promotionsstellen die Relevanz klar und auch nur dort habe ich bisher ähnliches gesehen / gehört.
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