Wohin mit mir?
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Hallo liebes Forum!
Ich habe mir einiges für dieses Jahr vorgenommen und ich realisiere, dass ich mich endlich mit diesem Thema beschäftigen muss. Und hier bin ich nun und hoffe auf eure Hilfe. 
Zu mir: Ich bin 22 Jahre alt, männlich, habe einen mittelmäßigen Realschulabschluss und arbeite zurzeit in einer Internet-Marketing-Agentur in Stuttgart. Ich habe keine Ausbildung o.ä. - mein aktueller Job war schon ein rechter Glückstreffer und ich kann mich nicht beklagen. Durch den Beruf konnte ich Kontakt zu recht großen Unternehmern finden, die vor allem im Bereich Musik/Management/Marketing/PR unterwegs sind. Das motiviert mich ziemlich und ich möchte über die nächsten Jahre ebenfalls in dieser Richtung durchstarten.
Meine Kollegen - einer davon selbst ehemaliger Dozent meint, ich soll es probieren, ich bin noch sehr jung, mach einen cleveren Eindruck und ich hätte viel Zeit die ich nutzen soll. Das kam mir gerade Recht, da ich immer das Gefühl habe, dass ich zu alt dafür bin und erst im "hohen" Alter einen richtigen Beruf habe und eben viel zu spät anfange mein eigenes Geld damit zu verdienen.
Trotzdem möchte ich der Sache nicht mehr aus dem Weg gehen und dieses Jahr meine Weiterbildung in die Wege leiten:
Nur was soll ich tun? Was bringt mir wirklich gute Aussichten für die Zukunft? Was will man da draussen sehen?
Momentan habe ich 4 Dinge im Kopf:
-> Ein Fernabitur*
-> Eine Abendschule*
-> Ein Zertifikat bei der AKAD (oder ähnliches?) oder
-> Ein Studium im Ausland. (ich bin halber Engländer).
*und danach eben ein normaler Studiengang in den oben genannten Bereichen.
Eine weitere große Angst besteht eben auch darin die falsche Entscheidung zu treffen. Eben ein Weg der sich als unbrauchbar herausstellt. Ich habe eine recht hohe Selbstdisziplin und kann auch fleissig sein, wenn ich es möchte.
Das war es eigentlich auch schon! Wenn ihr Tipps habt, wo man sich eine gute und neutrale Meinung einholen kann, würde ich mich ebenfalls freuen. Habe mir auch schon überlegt mit den Chefs unserer benachbarten Büros zu sprechen und ihnen meine Ideen vorzuführen.
Vielen Dank fürs Lesen und habt ein schönes Wochenende!
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Hallo Mavis!
Prima, dass Sie den Überlegungen zu Aus- und Weiterbildung nicht aus dem Weg gehen. Viele in Ihrer Situation würden auf dem Standpunkt stehen "Alles bestens,ich hab doch nen Job, was will man mehr?", sich zurücklehnen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Und spätestens in 10 Jahren vermutlich Probleme bekommen. Damit ist eigentlich alles zum Thema "zu alt für eine Ausbildung" gesagt, denn in 10 Jahren sind Sie erst (!!!!) 32.
Nach meiner Einschätzung brauchen Sie keine Weiterbildung, sondern eine AUSbildung. Damit scheiden im Moment Zertifikate aller Art aus. Frage wäre, wie Sie eventuell zu einer Studienberechtigung kommen bzw. wie viel Zeit Sie dafür brauchen. Oder ob Sie aufgrund Ihrer Berufspraxis sich zu einer externen Prüfung bei der IHK für eine kaufmännische Lehre anmelden können. Dann hätten Sie vermutlich zwar nichts dramatisch Tolles und Schickes, aber immerhin eine weitere Basis - neben dem mittelmäßigen Realschulabschluss.
Auch die Idee, mit dem Vorgesetzten mal zu reden, was der so meint, halte ich für gut. Allerdings würde ich damit noch ein wenig warten, bis Sie mehr Infos haben zu dem, was rein von den festgelegten Bestimmungen her machbar ist oder auch nicht.
Viele Grüße und ein gutes Gelingen!
Sabine Kanzler
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Dem schließe ich mich an und ich würde dir als Grundlage für das spätere berufliche Fortkommen zu einem Studium raten.
Ob Fern- oder Präsenzstudium kommt auf deine persönliche Situation und deine letztendliche Berufswahl an. Je nach Studiengang solltest du dann die notwendige Qualifikation - z.B. Abitur - erbringen. Brauchst du das Abi nicht, würde ich darauf auch keine Zeit verschwenden. Oder du machst es parallel zum Studium, das sollte machbar sein.
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Alle berufsbegleitende Studiengänge etc. die kein Abitur vorraussetzen, verlangen zumindest eine abgeschlossene Ausbildung.
Heutzutage hört man von der "älteren Generation" immer wieder die gleichen Sätze: Erstmal eine Ausbildung machen, dann hat man was solides.
Ich halte von dieser Aussage nicht viel, bin mit meinen 25 Jahren aber vielleicht zu jung, um dies abschließend beurteilen zu können.
Meine Erfahrung ist, dass auf dem heutigen Arbeitsmarkt vor allen Dingen die Erfahrung wichtig ist. Wen nicht gerade von Schlüsselpositionen gesprochen wird, ist es in vielen Punkten meiner Erfahrung nach egal, wie der ausbildungstechnische/weiterbildungstechnische Werdegang aussieht.
Wie lange machst du deinen Job jetzt? Im Zweifel würde ich die FH-Reife nachholen und dan gleich studieren gehen. Eine Ausbildung könnte Zeitverschwendung sein.
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Also so generell würde ich auch eher zu einem Studium tendieren. Dafür bräuchtest du dann aber entweder das Abitur oder zumindest eine Ausbildung. Mit einer Ausbildung und entsprechender Berufserfahrung + evtl. Zugangsprüfung könntest du ja auch ohne Abitur studieren. Ist halt die Frage was besser für dich ist oder dir mehr liegt, das kannst im Endeffekt nur du entscheiden.
Unsere Wünsche sind die Vorboten der Fähigkeiten die in uns liegen.
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Wer studieren möchte, der sollte keine Energie auf eine Ausbildung vergeuden, sehe ich genauso. Trotzdem ist eine Ausbildung, womit ich auch ein Studium meine, i.d.R. das A und O für ein gesundes Berufsleben.
Erfahrung ist meiner Meinung nach ebenfalls sehr wichtig, geht aber Hand in Hand mit der Qualifikation/Weiterbildung. Dein theoretisches Wissen qualifiziert dich für die gewünschte Position, auf der du anschließend Erfahrung sammelst. Mit einer zielgerichtete Weiterbildung steigst du anschließend die Karriereleiter hinauf.
Klar, kann man mit Glück immer irgendwo reinrutschen (siehe Threadersteller), aber mit der passenden Weiterbildung reduziert man eben diesen Glücksfaktor.
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