Überlegungen zum "perfekten" BWL-Master
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@Andre
Über den MBA kannst du immer etwas lesen. Richtig gute Programme kosten auch viel. Wahrscheinlich macht ein aufbauender Master bei dir mehr Sinn.
Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]
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Hallo zusammen,
und vielen Dank für eure Ausführungen, insbesondere für deinen ausführlichen Beitrag, aquila. Hierzu möchte ich mich gerne nochmal äußern:
Wenn Du den CIA machst, vermute ich, dass Du auch aus der Richtung kommst.
Gewöhnlicherweise bleibt man im revisorischen Bereich ja nicht sein Leben lang, was mich zu zwei Fragen führt:
Was ist Dein Ziel nach der Zeit? (oder wenn Du doch bleiben willst)
Welche Vertiefung/ Spezialisierung schwebt Dir vor?
Kleine Anmerkung: Nicht unbedingt jedes Fernstudium kannst du jederzeit beginnen. Manche sind durchaus an die normalen Semester gebunden.
Ja, ich komme ursprünglich aus dem Revisionsbereich und habe zu dieser Zeit noch die Weiterbildung zum CIA begonnen. Anschließend bin ich in das Compliance-Office unserer Bank gewechselt uns somit weiterhin in einer internen Überwachungsstelle tätig. Das Wissen aus dem CIA kann ich daher immernoch gut anwenden. Das ich nicht alle Programme beginnen kann wann ich will, ist mir bewusst.
Damit würde ich Dir eigentlich raten nahezu alle MBA fallen zu lassen, da die von Dir gewünschten Schwerpunkte dort nicht ausreichend Berücksichtigung finden, sondern eher auf der Managementebene - wenn überhaupt - angefasst werden.
Das würde ich nicht ganz so stringent sehen. Gerade der neue MBA der WHL bietet Vertiefungen in Bereichen, die meinen Wünschen entsprechen. Im Gegensatz dazu fehlt ein derartiger Schwerpunkt beim M.A. der IUBH (auch wenn mich dort viele weitere Aspekte sehr überzeugen). Allerdings muss ich anmerken, dass der MBA der WHL mittlerweile fast gestorben für mich ist, da Englischkenntnisse auf dem Niveau C1 verlangt werden, um zur Summer School zugelassen zu werden. Auf das Niveau B2 in angemessener Zeit zu kommen würde ich mir noch zutrauen, aber C1 ist wahrscheinlich zu hoch für mich bzw. würde zu lange dauern.
Letztlich blieben in Deutschland dafür nur noch recht wenige potentiell interessante Anbieter für Fernstudiengänge.
- DUW (ist noch recht jung, in wie weit deren Ruf reicht ist mir noch nicht ganz klar)
- TU Kaiserslautern (hier könnte nicht nur der LL.M. dann interessant sein, sondern auch der MA in Ökonomie & Management (wobei der auch wieder mehr Managementlehre wäre und daher eigentlich nicht Deiner Zielrichtung entspricht))
- WHL (verfügt über ein offizielles Promotionsprogramm mit der HHL und ist selbst von universitärem Rang allerdings ohne Promotionsrecht)
- FernUni Hagen (bspw. auch der MSc Management - Einschränkung z. Managementlehre nicht vergessen. Mich wundert übrigens, dass Du dort keine Zulassung bekommst. Was ist denn Dein Hintergrund?)
- Uni Münster (CUR) - allerdings weiß ich nicht ob Dir die Schwerpunkte zusagen
- Steinbeis. Da könnte es auch einen interessanten Studiengang in Risk- und Fraudmanagement geben, allerdings ist der in der Branche recht umstritten.
Das hast du sehr gut erkannt. Bei der DUW habe ich übrigens gerade heute bezüglich der Promotionsmöglichkeiten nachgefragt. Der Studiengangsleiter des M.A. in Compliance teilte mir mit, dass ein eigenes Promotionsrecht "in Arbeit" sei. Allerdings ist bis dahin ggf. eine Promotion in Zusammenarbeit mit der Uni Hamburg und dem FORSI der DUW möglich.
Für den M. A. in Ökonomie & Management werde ich leider nicht zugelassen, da ich ein betriebswirtschaftliches Erststudium absolviert habe. Bei der Fernuni Hagen bekomme ich keine Zulassung, weil ich an einer Berufsakademie studiert habe. Die alten Diplomabschlüsse der BA werden in Nordrhein-Westfalen nicht anerkannt. Hätte ich 3 Jahre später studiert und den Bachelor an der BA (jetzt: DH) gemacht, wäre das alles kein Problem... Auch die Nachgraduierungsmöglichkeit zu einem Diplom (DH) bringt nichts, das habe ich alles schon abgeklärt. Das ist wirklich schade...
Uni Münster-CUR: Dieses Programm hatte ich mir auch angeschaut, aber in der Tat wegen der Themen (sehr starker Fokus auf RW/Steuern) und der mangelnden Flexibilität (starre Vorlesungstermine an Arbeitstagen) ausgeschlossen.
Steinbeis: Meinst du hier den MBA in Governance, Risk, Compliance und Fraud? Hatte ich auch beleuchtet, aber wegen der hohen Kosten (über 20 TEUR) abgehakt. Warum ist dieses Programm eigentlich umstritten?
Was mich persönlich etwas wundert, denn die Zulassungshürden in Hagen sind nicht sonderlich hoch. Wenn Du sie dort nicht bekommst, wundert es mich bspw. dass Du beim MA B&F der WHL bekommen würdest.
Tja, das sind die Irrungen und Wirrungen unseres modernen Hochschulsystems. :-) Zu den Zulassungsschranken bei der Fernuni Hagen habe ich mich oben ja bereits geäußert. Bei der WHL wäre das gar kein Problem, da die WHL eine baden-württembergische Hochschule ist und ich mein Diplom an einer baden-württembergischen BA erlangt habe. Diese sind in BA-WÜ staatlich anerkannt und einem FH-Diplom gleichgestellt. BA-Absolventen (aus BA-WÜ) sind bei der WHL sogar sehr gerne gesehen, mein Diplom würde dort mit 210 ECTS angerechnet werden (wg. den Praxisphasen, die man während des Studiums absolviert / Anrechnung mit 30 ECTS). Die nachfolgenden Bachelor-Studiengänge der neuen "Dualen Hochschule" umfassen ja auch 210 ECTS. Bildungspolitik ist eben primär noch Sache der Länder, was durch die unterschiedlichen Auslegungen den Bologna-Prozess ziemlich verkompliziert. Es ist einfach schade, dass ein Abschluss je nach Bundesland ganz unterschiedlich anerkannt wird. Das musste ich hieran erkennen.
So weh tut das eigentlich nicht. Zumal man dann später einfach in den sauren Apfel beißt und die Förderung, dann ja anteilig, evtl. zurückzahlt. Da Du ja ohnehin durchaus mit dem Gedanken spielst ein paar tausend Euro auszugeben, wäre das doch letztlich egal.
Einzig musst Du berücksichtigen, dass Du mit dem sehr speziellen Studiengang natürlich auch in diese revisorische Ecke immer weiter reingedrückt wirst. Eben als Spezialist. Solltest Du mal daraus wollen, könnte sich das dann als durchaus hinderlich erweisen.
Naja, fast 16 TEUR würden mir schon wehtun. Wenn ich weiß, dass ich das Studium gänzlich aus eigener Tasche bezahlen muss, sind ca. 10 TEUR eigentlich meine Schmerzgrenze. Beim DUW-Studium wären es über 600 € p. M. und ich müsste noch die Fahrt- und Übernachtungskosten für die Präsenzen in Berlin einkalkulieren. Das wäre mir zu heftig. Kostenmäßig ist da der LL.M. der TU Kaiserslautern unschlagbar, zumal die Präsenzstandorte in meiner Nähe liegen.
Dein Hinweis bezüglich der fachlichen Spezialisierung ist goldrichtig. Was ich zuvor nicht explizit erwähnt habe, ist meine "Wunschvorstellung", dass mir ein Studium verschiedene berufliche Alternativen offen lässt. Der DUW-Master würde mich, trotz seines Anteils an General-Management-Inhalten schon sehr stark auf das Themengebiet Compliance fixieren. Aufgrund dieser starken thematischen Spezialisierung ist hier auch die Option einer Förderung durch meinen Arbeitgeber am wahrscheinlichsten, da der betriebliche Nutzen offenkundig ist. Am liebsten würde ich einen etwas breiteren Master machen und mich, falls ich noch länger in der Abteilung bleibe, über Compliance-spezifische Zertifikate weiter spezialisieren (z. B. den CCP der Frankfurt School). Das würde mir alle Möglichkeiten offen lassen, ohne mich weiterbildungsmäßig in meiner aktuellen beruflichen Tätigkeit einzuschränken.
Hier würde Dir sehr wahrscheinlich der normale WiWi-Master der FernUni Hagen den besten Wegbereiter geben. Aber wie gesagt, vor allem auf einen universitären Abschluß solltest du da schon achten.
Vielen Dank für deine Hinweise zu den Promotionsmöglichkeiten, die leider, wie ich vermutet habe, eher düster sind. Die WHL hatte ich mir auch schon als Alternative ausgeguckt oder eben die DUW. An der TU Kaiserslautern gibt es mit dem LL.M. kaum eine Möglichkeit glaube ich. Naja, dann muss ich eben erst "irgendeinen" Master machen, damit ich eine Zulassung bei der Fernuni Hagen bekomme. :-) Kein Scherz, das habe ich echt mal kurz überlegt... Aber ich glaube das würde mich dann doch überfordern bzw. schlichtweg zu lange dauern.
Mal sehen, wo mich mein Weg hinführt! Für weitere Hinweise bin ich jederzeit sehr dankbar!
Viele Grüße
André
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In deiner Liste ist das ja nicht drin.
http://www.rheinahrcampus.de/?id=690
Dabei hast du im Grundmodul nur wenig Englisch. Die Vertiefung "Sanierungs- und Insolvenzmanagement" dürfte passen.
Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]
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Wobei der Rheinahrcampus bzw. der Studiengang zwei Nachteile in Bezug auf die evtl. angestrebte Promotion enthält:
Zum einen ist es wieder ein MBA, der nicht gerade zielführend ist und zum anderen ist es wieder eine FH, das in Kombi mit dem Fernstudium ist promotionstechnisch nahe an Selbstmord. Kann ich wirklich nicht empfehlen, wenn die Promotion wirklich angestrebt werden soll.
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 Zitat von Andre2882
Ja, ich komme ursprünglich aus dem Revisionsbereich und habe zu dieser Zeit noch die Weiterbildung zum CIA begonnen. Anschließend bin ich in das Compliance-Office unserer Bank gewechselt uns somit weiterhin in einer internen Überwachungsstelle tätig. Das Wissen aus dem CIA kann ich daher immernoch gut anwenden. Das ich nicht alle Programme beginnen kann wann ich will, ist mir bewusst.
Compliance Office. Wenn Du in dem Bereich bleiben willst ist ein MBA wahrscheinlich wirklich nicht ideal. Von dem Compliance-Master an der DUW habe ich bislang wenig gehört (positives wie negatives) aber auch ein LL.M. könnte hier gute Dienste leisten.
Andere Frage: seit ihr ein reines compliance office oder übernehmt ihr auch dolose Handlungen, speziell AML?
Das würde ich nicht ganz so stringent sehen. Gerade der neue MBA der WHL bietet Vertiefungen in Bereichen, die meinen Wünschen entsprechen. Im Gegensatz dazu fehlt ein derartiger Schwerpunkt beim M.A. der IUBH (auch wenn mich dort viele weitere Aspekte sehr überzeugen). Allerdings muss ich anmerken, dass der MBA der WHL mittlerweile fast gestorben für mich ist, da Englischkenntnisse auf dem Niveau C1 verlangt werden, um zur Summer School zugelassen zu werden. Auf das Niveau B2 in angemessener Zeit zu kommen würde ich mir noch zutrauen, aber C1 ist wahrscheinlich zu hoch für mich bzw. würde zu lange dauern.
Dann fallen für Dich im Grunde alle "besseren" MBA weg, die halbwegs zielführend sein könnten.
Das hast du sehr gut erkannt. Bei der DUW habe ich übrigens gerade heute bezüglich der Promotionsmöglichkeiten nachgefragt. Der Studiengangsleiter des M.A. in Compliance teilte mir mit, dass ein eigenes Promotionsrecht "in Arbeit" sei. Allerdings ist bis dahin ggf. eine Promotion in Zusammenarbeit mit der Uni Hamburg und dem FORSI der DUW möglich.
Das mit dem eigenen Promotionsrecht wird wahrscheinlich auch noch ein wenig dauern. Haben die Erfahrungen mit den Promotionsmöglichkeiten bei der Uni Hamburg?
In Hamburg gibt es auch einen schönen kriminalistischen Master allerdings kommt man da meist aufgrund der Voraussetzungen keine Zulassung möglich ist.
Für den M. A. in Ökonomie & Management werde ich leider nicht zugelassen, da ich ein betriebswirtschaftliches Erststudium absolviert habe.
? Ist das neu? Vor vier oder fünf Jahren wäre ich ohne weiteres zugelassen worden, mit BWL-Studium. Man lernt einfach nicht aus.
Allerdings hilft Dir das Ganze nicht unbedingt, da er nur 60 CP umfasst. Mit dem maximalen, was Du vorweisen kannst bist Du dann im besten Fall bei 240 CP. Damit dürfte eine Promotion ohnehin schwer sein.
Bei der Fernuni Hagen bekomme ich keine Zulassung, weil ich an einer Berufsakademie studiert habe. Die alten Diplomabschlüsse der BA werden in Nordrhein-Westfalen nicht anerkannt. Hätte ich 3 Jahre später studiert und den Bachelor an der BA (jetzt: DH) gemacht, wäre das alles kein Problem... Auch die Nachgraduierungsmöglichkeit zu einem Diplom (DH) bringt nichts, das habe ich alles schon abgeklärt. Das ist wirklich schade...
Ach die Aktion schon wieder. Schade, ich dachte wir wären darüber langsam hinaus. Kenne ich von meiner Frau. Einige Hochschulen haben stellen sich da ausgesprochen zickig an, allerdings habe ich lange nichts mehr in der Richtung gehört. Schön war auch immer die Aktion, wenn es mit dem Diplom BA nicht ging aber dann mit dem Bachelor der OU....Das muss einer verstehen.
Allerdings meine ich mal gehört zu haben, dass die FernUni die alten Diplom BA akzeptiert, wenn eine Ergänzungsprüfung abgelegt wird. Nichts genaues weiß ich aber nicht.
Allerdings muss man sagen, dass Du mit Diplom BA (alte Fassung) und einem berufsbegleitenden Weiterbildungsstudium einer FH im Grunde fast gar keine Chancen haben wirst zu promovieren, wenn Du nicht wirklich über gute Verbindungen verfügst. Ist Dir die Promotion wirklich wichtig würde ich in einen Vollzeitmaster an einer Uni gehen. Nicht alle sind so zickig wie Hagen.
Uni Münster-CUR: Dieses Programm hatte ich mir auch angeschaut, aber in der Tat wegen der Themen (sehr starker Fokus auf RW/Steuern) und der mangelnden Flexibilität (starre Vorlesungstermine an Arbeitstagen) ausgeschlossen.
Auch auch einem zweiten Grund. Die Uni Münster hatte jahrelang schon Probleme mit FHlern in den Studiengängen. Ich bezweifel, dass sie heute eine andere Linie fahren als Hagen.
Steinbeis: Meinst du hier den MBA in Governance, Risk, Compliance und Fraud? Hatte ich auch beleuchtet, aber wegen der hohen Kosten (über 20 TEUR) abgehakt. Warum ist dieses Programm eigentlich umstritten?
Der größte Vorwurf war, dass im Grunde überhaupt kein Riskmanagement in moderner Fassung gelehrt wird. Dazu kommt, dass auch der MBA im Grunde eine falsche Abschlußbezeichnung ist. Nach deutschem Verständnis müsste es eher ein MA sein. Dafür sind aber die Preise kaum zu verlangen. Zudem gab es (ob immer noch weiß ich nicht) zwischen einem Forensischen Dienstleister und dem Institut sehr starke personelle und räumliche Verknüpfungen die im Sinne von Compliance-Vorgaben überhaupt nicht sein sollten, die auch recht öffentlich vermischt wurden...usw. Letztlich gilt er in der Branche als überteuert und nicht zielführend. CIA, CFE, CISA und auch der CFM (FSFM) gelten als bessere Alternative und schon der CFE ist eigentlich eher schwach auf der Brust.
Tja, das sind die Irrungen und Wirrungen unseres modernen Hochschulsystems. :-) Zu den Zulassungsschranken bei der Fernuni Hagen habe ich mich oben ja bereits geäußert. Bei der WHL wäre das gar kein Problem, da die WHL eine baden-württembergische Hochschule ist und ich mein Diplom an einer baden-württembergischen BA erlangt habe. Diese sind in BA-WÜ staatlich anerkannt und einem FH-Diplom gleichgestellt. BA-Absolventen (aus BA-WÜ) sind bei der WHL sogar sehr gerne gesehen, mein Diplom würde dort mit 210 ECTS angerechnet werden (wg. den Praxisphasen, die man während des Studiums absolviert / Anrechnung mit 30 ECTS). Die nachfolgenden Bachelor-Studiengänge der neuen "Dualen Hochschule" umfassen ja auch 210 ECTS. Bildungspolitik ist eben primär noch Sache der Länder, was durch die unterschiedlichen Auslegungen den Bologna-Prozess ziemlich verkompliziert. Es ist einfach schade, dass ein Abschluss je nach Bundesland ganz unterschiedlich anerkannt wird. Das musste ich hieran erkennen.
So macht das jetzt Sinn.
Meiner Meinung nach haben da auch die heutigen DHBW viel falsch gemacht, weil sie ihre Leute darauf schlicht nie hingewiesen haben. Ich habe mir vor Jahren noch die Finger in Foren wundgetippt um darauf hinzuweisen, dass nicht alles so einfach ist mit dem Abschluß, vor allem in anderen Bundesländern.
Naja, fast 16 TEUR würden mir schon wehtun. Wenn ich weiß, dass ich das Studium gänzlich aus eigener Tasche bezahlen muss, sind ca. 10 TEUR eigentlich meine Schmerzgrenze. Beim DUW-Studium wären es über 600 € p. M. und ich müsste noch die Fahrt- und Übernachtungskosten für die Präsenzen in Berlin einkalkulieren. Das wäre mir zu heftig. Kostenmäßig ist da der LL.M. der TU Kaiserslautern unschlagbar, zumal die Präsenzstandorte in meiner Nähe liegen.
Aber auch der hat "nur" 60 CP, was Dir wieder Probleme bei der Promotionszulassung bereiten könnte. Da würde ich zumindest konkret mit der TU-K mal reden in wie weit eine Zulassung bei ihnen dann möglich wäre.
Dein Hinweis bezüglich der fachlichen Spezialisierung ist goldrichtig. Was ich zuvor nicht explizit erwähnt habe, ist meine "Wunschvorstellung", dass mir ein Studium verschiedene berufliche Alternativen offen lässt. Der DUW-Master würde mich, trotz seines Anteils an General-Management-Inhalten schon sehr stark auf das Themengebiet Compliance fixieren. Aufgrund dieser starken thematischen Spezialisierung ist hier auch die Option einer Förderung durch meinen Arbeitgeber am wahrscheinlichsten, da der betriebliche Nutzen offenkundig ist. Am liebsten würde ich einen etwas breiteren Master machen und mich, falls ich noch länger in der Abteilung bleibe, über Compliance-spezifische Zertifikate weiter spezialisieren (z. B. den CCP der Frankfurt School). Das würde mir alle Möglichkeiten offen lassen, ohne mich weiterbildungsmäßig in meiner aktuellen beruflichen Tätigkeit einzuschränken.
Ich persönlich finde bspw. den MA in Management der WHL immer noch ganz spannend. Konsekutiv, universitär und mit 120 CP ausgestattet. Da Du bereits einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund hast würde ich mir sehr überlegen ob ich einen generalistischeren MBA aus der dritten oder vierten Reihe nutzen würde. Von den Nachteilen in Bezug auf die Promotion ganz zu schweigen. Auch den MBA in Advanced Management der WHL würde ich nicht unbedingt favorisieren, da doch der MBA an sich in D noch recht umstritten ist.
Im Fernstudium universitärem Charakter bleibt Dir da eigentlich nicht viel mehr. Insbesondere um später sich eine möglichst große Chance auf eine Promotion zu wahren und den, man muss es leider so nennen, Makel des alten Diplom BA möglichst zu übertünchen ist die Auswahl wirklich nicht groß, insb. wenn die FernUni Hagen ausfällt.
Ich würde mich mit drei Studiengängen genauer beschäftigen:
DUW
TUK (LLM (oec.) - allerdings Promotionsmöglichkeiten abklären)
WHL (hier würde ich persönlich den MA favorisieren)
Vielen Dank für deine Hinweise zu den Promotionsmöglichkeiten, die leider, wie ich vermutet habe, eher düster sind. Die WHL hatte ich mir auch schon als Alternative ausgeguckt oder eben die DUW. An der TU Kaiserslautern gibt es mit dem LL.M. kaum eine Möglichkeit glaube ich. Naja, dann muss ich eben erst "irgendeinen" Master machen, damit ich eine Zulassung bei der Fernuni Hagen bekomme. :-) Kein Scherz, das habe ich echt mal kurz überlegt... Aber ich glaube das würde mich dann doch überfordern bzw. schlichtweg zu lange dauern.
Na ja - Hagen ist das anerkannteste universitäre Fernstudium (von allen reinen Fernstudienanbietern) aber auch Hagen ist nicht unumstritten. Wenn Du nicht gerade in Hagen promovieren möchtest wirst Du auch mit dem Studiengang durchaus nicht immer auf Gegenliebe stoßen. Nur offene Abneigung wirst Du weniger haben.
Bei der WHL gibt es ein entsprechendes Promotionsprogramm, welches ich in dem Fall auch nutzen würde. Da würde ich nicht noch über Hagen gehen und auch über die DUW könnte man weiterkommen. Gehst Du über die sind die Chancen zwar bestimmt etwas schlechter aber bei weitem nicht so schlecht, wie FH-Master berufsbegleitender Art.
Allerdings, und das kann ich auch nur wiederholen, ist für ein Promotionswunsch der Weg über die Vollzeitmaster an den Unis immer noch der "beste".
Kleiner Tipp: Wenn Dich zwei Master überfordern würden, dann überfordert Dich eine externe Promotion wahrscheinlich erst recht. Der Anspruch steigt noch einmal erheblich und extern solltest Du mit gut 4-6 Jahren rechnen für die Promotion.
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Compliance Office. Wenn Du in dem Bereich bleiben willst ist ein MBA wahrscheinlich wirklich nicht ideal. Von dem Compliance-Master an der DUW habe ich bislang wenig gehört (positives wie negatives) aber auch ein LL.M. könnte hier gute Dienste leisten.
Andere Frage: seit ihr ein reines compliance office oder übernehmt ihr auch dolose Handlungen, speziell AML?
Also ein MBA mit entsprechender fachlicher Vertiefung würde schon passen. Von dem CO-Master der DUW habe ich sowohl gutes wie auch schlechtes gehört. Da fällt es mir echt schwer, mir ein Bild zu machen. Ein LL.M. wäre aufgrund der vielen juristischen Fragestellungen in meinem Berufsalltag sicherlich hilfreich, daher habe ich auch die TU Kaiserslautern in die engere Wahl genommen. Die Themen Geldwäsche- und Korruptionsprävention wurden bei uns ausgelagert. Wir haben als Verbindungspersonen zum externen Dienstleister aber immer noch damit zu tun, nur nicht mehr ganz so intensiv. "Hauptamtlich" decken wir den Bereich der Wertpapier-Compliance ab. Im Bankensektor fokussiert sich der Compliance-Begriff ja sehr stark auf das Wertpapiergeschäft.
Das mit dem eigenen Promotionsrecht wird wahrscheinlich auch noch ein wenig dauern. Haben die Erfahrungen mit den Promotionsmöglichkeiten bei der Uni Hamburg?
In Hamburg gibt es auch einen schönen kriminalistischen Master allerdings kommt man da meist aufgrund der Voraussetzungen keine Zulassung möglich ist.
Scheinbar hat Prof. Stober einen Kontakt zur Uni Hamburg, der hat dort mal unterrichtet. Laut Aussage des Studiengangsleiters wurden über diese Schiene schon ein paar Doktoranden aufgenommen.
Kriminalistischer Master? Davon hab ich noch gar nichts gehört. Ist das auch ein Fernstudium?
? Ist das neu? Vor vier oder fünf Jahren wäre ich ohne weiteres zugelassen worden, mit BWL-Studium. Man lernt einfach nicht aus.
Das Ausschlusskriterium fand sich schon vor ca. 2 Jahren in den Zulassungskritierien. Da habe ich mich das erste Mal mit dem Programm beschäftigt.
Schön war auch immer die Aktion, wenn es mit dem Diplom BA nicht ging aber dann mit dem Bachelor der OU....Das muss einer verstehen.
Allerdings meine ich mal gehört zu haben, dass die FernUni die alten Diplom BA akzeptiert, wenn eine Ergänzungsprüfung abgelegt wird. Nichts genaues weiß ich aber nicht.
Allerdings muss man sagen, dass Du mit Diplom BA (alte Fassung) und einem berufsbegleitenden Weiterbildungsstudium einer FH im Grunde fast gar keine Chancen haben wirst zu promovieren, wenn Du nicht wirklich über gute Verbindungen verfügst. Ist Dir die Promotion wirklich wichtig würde ich in einen Vollzeitmaster an einer Uni gehen.
Auch mit dem Bachelor der OU (den ich habe) ist eine Zulassung bei der Fernuni nicht möglich. Der Bachelor hat mir eigentlich bei keiner Hochschule bisher weitergeholfen, da hat man uns damals an der BA wirklich falsche Hoffnungen gemacht. Leider führt die Fernuni auch keine Zulassungsprüfungen o. ä. durch, der hätte ich mir gerne gestellt. Es gibt schlichtweg keine Möglichkeit für mich. Das finde ich ehrlich gesagt recht unfair. Das man mich nicht ohne Prüfung zulässt ist ok, aber gar keine Möglichkeit zu bieten, ist schwach. Gerade weil ich auch einige FH-Absolventen kenne und die haben nicht mehr gelernt als ich an der BA. Aber gut, so sind nun mal die Bedingungen. Die Fernuni hat ja auch so schon mehr als genug Studenten.
Ein Vollzeitstudium schließe ich definitiv aus. Ich habe finanzielle Verpflichtungen, die ich begleichen muss. Ich kann somit auf gar keinen Fall auf mein Gehalt verzichten.
Im Fernstudium universitärem Charakter bleibt Dir da eigentlich nicht viel mehr. Insbesondere um später sich eine möglichst große Chance auf eine Promotion zu wahren und den, man muss es leider so nennen, Makel des alten Diplom BA möglichst zu übertünchen ist die Auswahl wirklich nicht groß, insb. wenn die FernUni Hagen ausfällt.
Ich würde mich mit drei Studiengängen genauer beschäftigen:
DUW
TUK (LLM (oec.) - allerdings Promotionsmöglichkeiten abklären)
WHL (hier würde ich persönlich den MA favorisieren)
Ich möchte klarstellen, dass ich mein BA-Diplom keinesfalls als "Makel" ansehe. Ich bin stolz auf meinen Abschluss und BAler sind in der Wirtschaft sehr anerkannt. Ich möchte mit einem Master-Studium daher auch nichts "übertünchen" o. ä.
Was deine Auswahl angeht, gebe ich dir vollkommen recht. Das sind wirklich die interessantesten Alternativen wenn eine Promotionsmöglichkeit bestehen soll, wobei der LL.M. wegen der geringen Chancen hierzu wohl auch rausfällt. Ich muss mir das nochmal alles in Ruhe überlegen. Das Studienkonzept der IUBH hat mich wirklich sehr überzeugt, da bekam ich richtig Lust, dass Programm zu studieren. Was die anschließende Promotion angeht, gebe ich dir hier aber absolut recht. Das ist dabei eben das Problem...
Kleiner Tipp: Wenn Dich zwei Master überfordern würden, dann überfordert Dich eine externe Promotion wahrscheinlich erst recht. Der Anspruch steigt noch einmal erheblich und extern solltest Du mit gut 4-6 Jahren rechnen für die Promotion.
Naja, die Aussage würde ich nicht unbedingt unterschreiben. Es geht mir ja auch darum, dass ich bei einem "Zwischenmaster" auf dem Weg zur FU Hagen auch ziemlich viel Kraft und Zeit verlieren würde, die ich für die anschließende Promotion brauche. Es ist einfach von der Motivation her etwas ganz anderes, wenn man weiß, nach dem Master kann man dann direkt den Dr. in Angriff nehmen. Bei der anderen Variante studiert man nur, um die Berechtigung für ein weiteres Masterstudium zu erlangen, um dann endlich mit der anstrengendsten Geschichte beginnen zu können. Der Weg wäre mir ingesamt schlichtweg zu lang.
Vielen Dank nochmals für deine ausführlichen Hinweise und Tipps!
Vielen Dank auch dir, Jedi. Das Programm kannte ich schon, werde ich mir jetzt aber nochmal näher anschauen.
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