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Ergebnis 7 bis 10 von 10

[FH Darmstadt] cnam studium

  1. #7
    Flux ist offline Neuer Benutzer
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    @Mathe: Gut ich korrigiere mich und drücke mich etwas präziser aus. Soweit ich das verstanden habe werden in den zwei Kursen Themeninhalte aus den ersten zwei Semestern von Mathestudierenden im Grundstudium angewendet (am besten selbst auf der Website die Inhalte vergleichen).

    @Bachelor/Masterumstellung: Doch es ist immer noch von Vorteil CNAM zu studieren selbst wenn auf Bachelor/Master umgestellt wurde.
    a) Präsenzstudium am Abend
    b) Keine Voraussetzungen (ich wollte studieren - und zwar jetzt, sofort,...) ;-)
    Zur Umstellungszeit kann ich leider nichts sagen. Ich werde nachfragen.

  2. #8
    Flux ist offline Neuer Benutzer
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    Hi yoda,

    soweit ich weiß gibt es das Studium ausschließlich in Darmstadt (bzw. Paris). Die Uni in Paris bietet eine Vielzahl von Studiengängen an - leider gibt es nur an der FH/HS Darmstadt dieses Abkommen und nur im Bereich Informatik.

    Grüße

  3. #9
    ceggert ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Flux Beitrag anzeigen
    @Mathe: Gut ich korrigiere mich und drücke mich etwas präziser aus. Soweit ich das verstanden habe werden in den zwei Kursen Themeninhalte aus den ersten zwei Semestern von Mathestudierenden im Grundstudium angewendet (am besten selbst auf der Website die Inhalte vergleichen).
    Mal im Ernst: Die beiden Kurse Theoretische Grundlagen der Informatik I und II entsprechen weder dem, was man in Deutschland unter Theoretischer Informatik versteht noch ähnelt es einem Mathematikstudium auch nur ansatzweise. In diesen beiden Kursen wird weder Differential- noch Integralrechnung geschweige denn Differentialgleichungen oder Numerische Mathematik gelehrt. Statistik wird nur angeschnitten. Richtig ist vielmehr, daß diese beiden Kurse einen Bruchteil der Mathematik abdecken, die üblicherweise an deutschen FH`s in Angewandter Informatik vermittelt werden (und die man bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung im
    Informatikbereich überspringen kann).
    Ich würde Dir raten: Geh einfach mal auf die Homepage einer deutschen FH und sieh` Dir an, was deutsche Informatiker/Ingenieure für Mathestoff haben. Hier ein Link auf die HS Darmstadt (Vorlesungsverzeichnis des
    Bachelorstudiengangs Informatik):
    http://www.fbi.h-da.de/fileadmin/stu...hnis_06_SS.htm

    Zur Erklärung 1 ECTS=30 Arbeitsstunden. Z.B. sind hier 7 ECTS Analysis (=210 Stunden) enthalten.
    Als Erklärung für Dich: Analysis ist (mal ganz vereinfacht gesagt) Differential- und Integralrechnung und die Grundlagen dazu. Der gesamte Mathe-Stoff (Analysis, Lineare Algebra, Numerische Mathematik und Statistik) umfaßt 24 ECTS=720 Stunden.

    Hier ein Link zu den CNAM-Kursbeschreibungen:
    http://www.fbi.h-da.de/studium/cnam/...-a-zyklus.html

    Zitat Zitat von ceggert Beitrag anzeigen
    Für den Einstieg in den Anfangszyklus A werden keinerlei Voraussetzungen, wie Abitur o.ä., verlangt.
    Zitat Zitat von Flux Beitrag anzeigen
    Das ist richtig. Es gehört mit zu der Philosophie der fränzösischen Uni. Diese wurde kurz nach der Revolution gegründet und hat als Motto "Bildung für Jeden - gleich welcher Herkunft".
    Das mag 1789 neu gewesen sein. Heutzutage wird allerdings auch in allen anderen Demokratien die Zulassung nicht mehr an die Herkunft geknüpft. Worum es mir ging, ist die Vorbildung. Es gibt durchaus einen Unterschied zwischen dem Kenntnisstand eines Abiturienten und dem eines Realschulabgängers (obwohl dieser offenbar immer geringer wird ). Und wenn diese Defizite nicht nachgeholt zu werden brauchen, kann man das Niveau einer Weiterbildung nicht mit dem einem deutschen FH-Studiums vergleichen. Daß man in Frankreich hier Abstriche macht, ist mir schon klar. Aber genau dies war ja der Punkt meiner Kritik !

    Die Open University in England z.B. läßt auch jeden zu, erwartet aber von jedem, das geforderte Niveau (welches das gleiche ist wie an anderen britischen Unis) zu erreichen - das heißt eben für einige nachzuholen. Auch in Deutschland gibt es das in den meisten Bundesländern (vielleicht sogar schon in allen ?). Für Interessenten mit abgeschlossener Ausbildung gibt es die Möglichkeit ein Studium zu beginnen, wenn man außerdem mehrere Jahre berufstätig war und je nach Bundesland eine berufliche Fortbildung wie Meister, Fachwirt o.ä. absolviert hat oder eine Aufnahmeprüfung bestanden hat.
    Für Leute mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung gibt es darüber hinaus auch Fachschulen, in denen man in zweijährigem Präsenzunterricht (in Teilzeitform 3-4 Jahre) gute Abschlüsse erwerben kann, z.B. als Staatlich geprüfter Informatiker. Entsprechende Fernlehrgänge gibt es auch.

    Zitat Zitat von ceggert Beitrag anzeigen
    Also, ich denke, der CNAM-Lehrgang ist eine solide Weiterbildung für Praktiker, allerdings ohne inhaltlich Niveau und Umfang eines deutschen FH-Studiums zu erreichen.
    Zitat Zitat von Flux Beitrag anzeigen
    Falsch. Es sind Dozenten der FH/HS Darmstadt. Die Inhalte sind fast identisch mit den Kursen der "normalen" Studenten. Der Umfang des Studiums ist wirklich groß und durchaus zu Vergleichen mit deutschen FH-Diplom/Bachelor-Abschlüssen.
    Ein Link zum CNAM-Studienplan:
    http://www.fbi.h-da.de/studium/cnam/...-studiums.html

    Die Gesamt-Stundenzahl bis zum Bachelor beträgt ca. 1560 Stunden. Man kann sie auf 720 Stunden verringern, wenn man bereits eine abgeschlossene Ausbildung in der Informatik hat. Ich weiß nicht, wie groß der Aufwand für die Nacharbeitung der Veranstaltungen ist. Da es ja kein Fern- sondern ein Abendstudium ist, sollte man von ca. 50% der Unterrichtsstunden ausgehen (andere Anbieter von Abendstudien äußern sich jedenfalls in diese Richtung). Das wären dann ca. 2300 Stunden.
    Nun hat aber ein reguläres Bachelor-Studium einen Aufwand von 180 ECTS=5400 Stunden. Man kann hier eine deutliche Differenz nicht übersehen.

    Bis zum Master geht`s dann noch etwas schneller, lediglich 240 Stunden (wovon die Hälfte noch fachfremde Kurse sind) + einjährige Diplomarbeit. Es geht hier anscheinend nicht um wissenschaftliche Vertiefung wie sonst bei konsekutiven Master-Studiengängen sondern um Anwendung in der Praxis. Also, hier ist jeder Versuch einer Vergleichbarkeit mit deutschen Mastern zum Scheitern verurteilt.

    Ich habe nichts gegen diesen CNAM-Studiengang. Aber wie schon mehrmals betont, es ist ein französischer Studiengang und das vermittelte Wissen und das am Ende erreichte Niveau unterscheiden sich schon deutlich von vergleichbaren deutschen Abschlüssen.
    Geändert von ceggert (18.08.2006 um 20:55 Uhr)

  4. #10
    Flux ist offline Neuer Benutzer
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    @Mathematik:
    Ich habe das wie gesagt so verstanden. Für Mathematik als Studienfach habe ich mich nie interessiert und habe das so weitergegeben wie ich es damals vom Professor verstanden habe. Vielleicht habe ich den guten Mann auch einfach falsch verstanden.

    @Lerninhalte nachholen:
    Das muss man dort auch. Wenn du an Kurse anknüpfst die auf Basiswissen aus dem A-Zyklus aufsetzen und du überspringst diese einfach - so musst du den Stoff selbstständig aufholen.

    @Stundenzahl
    Auf der Homepage ist noch folgendes nachzulesen:
    A-Zyklus
    ... Außerdem ist eine berufliche Erfahrung im Umfeld der Informatik erforderlich.
    Berufserfahrung bis zum Abschluss: 2 Jahre einschlägig, oder 3 Jahre allgemein + Informatikpraktikum
    B-Zyklus
    ... Die Berufserfahrung aus dem Informatikbereich sollte mindestens zwei Jahre betragen.
    Berufserfahrung bis zum Abschluss: 2 Jahre einschlägig
    C-Zyklus
    Berufserfahrung bis zum Abschluss: 3 Jahre einschlägig
    Ich für meinen Teil sehe die "berufliche Erfahrung" ebenfalls als Teil dieses Studiums an. Aber das ist natürlich Ansichtssache.

    Und ein Punkt ist ganz klar und damit hast du auch recht: Es ist ein französischer Abschluss und der ist wirklich nicht leicht zu vergleichen - es ist halt ein Versuch ein deutsches Äquivalent zu finden um begreiflich zu machen, was man da eigentlich studiert.

    Grüße

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