Virtuelle Universität in Schwerin geplant
-
Laut einem Artikel in der Schweriner Volkszeitung möchte Alfons Rissberger in Schwerin eine Virtuelle Universität gründen. Er sieht im E-Learning die Zukunft des Studiums.
Angedacht sind alle Studiengänge, für die man kein Labor benötigt. Präsenzveranstaltungen soll es lediglich drei bis vier mal pro Jahr geben, um soziale Kompetenz, Management- und Führungsfähigkeiten zu trainieren.
Rissberger ist der Meinung, dass man für eine virtuelle Universität nicht viel benötigt:
Deshalb braucht die Schweriner Uni nicht viel mehr als ein Gebäude, ein Sekretariat, einen Vorlesungssaal und extreme leistungsstarke Server
(via fernstudi.net)
-
Ich finde, das klingt ganz interessant.
AKAD International Business Communication (BA)
Mit leerem Kopf nickt es sich leichter
Zarko Petan
-
Leider geht aus dem Artikel überhaupt nicht hervor, wie konkret das Ganze ist und wann es ggf. damit los gehen könnte.
Außerdem verunsichert mich das oben genannte Zitat etwas. Den für ein erfolgreiches Online-Studium braucht es vor allem didaktisch sehr gut aufbereitete Materialien, sonst nutzt einem der beste Server nichts. Und solche Experten, die einerseits fachlich in ihrem Thema sehr gut sind, aber auch entsprechende Medien erstellen können sind vermutlich gar nicht so leicht zu finden.
Aber schauen wir mal, wie die Entwicklung weiter geht.
-
Ich finde auch die sehr kritischen Kommentare interessant, die bereits zum Artikel geschrieben wurden. Scheinbar hat Herr Rissberger diese Idee schon einmal erfolglos versucht umzusetzen. Insbesondere wird von den Kommentatoren darauf hingewiesen, dass eine Universität ja auch Forschung betreiben muss und hier reichen ein paar Server und Räume nicht aus. Mir fehlt allerdings das Hintergrundwissen, um zu dem Sachverhalt eine weitergehende Einschätzung abgeben zu können.
-
Ja, die kritischen Kommentare habe ich auch gelesen. Es scheint zumindest so, als wären die Planungen noch nicht sehr konkret.
-
Die ganze Sache klingt schon etwas, ich nenne es mal unbedarft. Dass man nicht so locker eine Universität gründen kann, wurde ja schon festgestellt, auc in MV (http://de.wikipedia.org/wiki/Private...iversit%C3%A4t). Außerdem sehe ich den Nutzen nicht so recht. Man wolle alles anbieten, was keine Labore erfordert, heißt es. In der Praxis heißt das doch wohl BWL, Wirtschaftsinformatik. Und es ist ja nicht so, dass es da kein Angebot gäbe. iPod und so klingt ja alles gut, aber letztlich muss die Hochschule Material anbieten und der Student muss sich damit beschäftigen, um letzteres führt kein Weg herum. Um wenn es um Didaktik und Lernen geht, wird auch dieser Herr feststellen, dass es mit nem schicken Gerät nicht getan ist, ebenso wie die Studenten diese Erfahrung machen und machen werden.
|
|