Hallo Ariane,
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Das Fernstudium Psychologie in Hagen ist ohne die klinische Psychologie und reicht laut meinen Recherchen nicht aus, um danach die Weiterbildung zum psychologischen Psychotherapeuten zu machen. Hab ich das so richtig verstanden?
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Grundsätzlich reicht ein Bachelor in Psychologie - ob nun mit oder ohne klinische Psychologie - nicht aus, um die Weiterbildung zum psychologischen Psychotherapeuten zu machen. Dafür musst du danach einen Master dranhängen.
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Oder was, wenn ich dann den Master anschließend an einer Präsenzuni dazumache, oder geht das dann gar nicht so einfach, weil mir die klinische Psychologie feht.
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Ist relativ schwer zu sagen. Es wird alles davon abhängen, ob dir die jeweilige Uni eine Studienplatz gibt oder nicht. Und ob sie das tut, kann man jetzt noch nicht sagen. Die Ruhr-Uni Bochum (die führe ich hier immer an, weil das irgendwie das Paradebeispiel ist) würden z.B. auch Absolventen eines Bachelors in Wirtschaftspsychologie zulassen (da fehlt ja auch klinische Psychologie). Letztlich kommt es darauf an, wieviele Studienplätze es gibt und wieviele sich darauf bewerben.
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Was kann man denn dann eigentlich überhaupt für Berufe ergreifen nach einem Fernstudium Psychologie?
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Ui, da gibt es ja eine Menge. Grundsätzlich kannst du dich z.B. in Personalabteilungen bewerben, du kannst dich weiterbilden in Richtung Verkehrspsychologie (MPU, usw.), du kannst trotzdem eine psychotherapeutische Ausbildung machen, dann die Heilpraktikerprüfung ablegen und dann trotzdem psychotherapeutisch tätig sein, du kannst als Coach und Berater arbeiten (Ehe- und Partnerschaftsberatung), du kannst z.B. auch in Richtung Schulpsychologe gehen o.ä. Letztlich erfordern alle diese Wege eine Art von Weiterbildung, wenn auch nicht alle gleich einen Master verlangen.
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Bringt das Studium so überhaupt was, wenn es in meinem derzeitigen Job überhaupt nicht notwendig/brauchbar ist?
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Ich glaube, dass viele Menschen eine falsche Vorstellung von Psychologie als Studienfach haben. Es ist zwar formal eine Voraussetzung, um später als Psychotherapeut zu arbeiten, aber an sich vermittelt es dir gar keine psychotherapeutischen Kenntnisse. Du bist nach so einem Studium also nicht wirklich besser darin, Menschen zu verstehen oder gar zu behandeln. Letztlich ist es ein sehr wissenschaftliches Studium, das natur- und sozialwissenschaftliche Anteile enthält. Es vermittelt einem also schon viel Wissen, und ob man das später gebrauchen kann, kann man im voraus manchmal gar nicht sagen.
Im Grunde ist ein akademisches Studium - egal in welchem Fach - auch dazu da, das wissenschaftliche Arbeiten zu vermitteln. Das ist und sollte meines Erachtens ein wichtiger Bestandteil sein, der leider vorher wenig bedacht wird und viele Studenten irgendwann dazu verleitet, das Studium abzubrechen, weil es nun so gar nicht praxisorientiert ist und so gar nichts mit dem späteren Arbeitswunsch zu tun hat.
Ob du das nun in deiner jetzigen Situation (oder für kommende Situationen) als nützlich oder brauchbar empfindest oder nicht, ist sicherlich ein ausschlaggebender Punkt bei der Entscheidung für oder gegen das Studium.
Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Glück auf deinem Weg.
Gruß,
Sonja