Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 6 von 22

Ist die FernUNI Hagen so viel schwerer als eine FernFH?

  1. #1
    yoshua ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    09.03.2008
    Beiträge
    126
    Hi Freunde,

    was mich interessiert ist ob die FernUNI Hagen in vergleichbaren bzw. den selben Studiengängen(Bachelor) wie an einer FernFH schwerer ist?

    Gruß

  2. #2
    bydgo ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    23.06.2007
    Ort
    Baden-Württemberg
    Beiträge
    215
    Blog-Einträge
    46
    Die Fernuni Hagen ist anders:

    z. B. Wirtschaftswissenschaften:

    Fernuni = Universität: Abschluss: Bachelor of Science, d. h. mehr mathelastige Module

    Jedes Modul hat einen Workload von 10 CPs, d. h. du lernst 1 Semester und schreibst am Ende des Semesters die Klausur oder am Ende des darauffolgenden Semesters

    Überwiegend Theorie, z. B. Modelle, ableiten usw, d. h. Sachen theoretisch erklären anhand allgemein gültiger Formeln

    Viele Klausuren im multiple choice Verfahren.

    Fernfh = Fachhochschule: Abschluss: Bachelor of Art, weniger mathelastige Module.

    Die Kurse haben in der Regel weniger CPs, d. h. weniger Stoff pro Klausur zu bearbeiten, dafür mehr Klausuren, d. h. die Klausuren sind während des laufenden Semesters.

    Gruß

  3. #3
    lippi ist offline Sehr erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    07.11.2005
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    340
    Hallo,
    Zitat Zitat von yoshua Beitrag anzeigen
    was mich interessiert ist ob die FernUNI Hagen in vergleichbaren bzw. den selben Studiengängen(Bachelor) wie an einer FernFH schwerer ist?
    Das Niveau an der FernUni ist schon sehr hoch, auch im Vergleich zu Präsenzuniversitäten. Man hat in Hagen wohl schon immer sehr viel Wert auf die Reputation gelegt, und dies hat man wohl vor allem an den Kenntnissen und Fähigkeiten der Absolventen festgemacht. Man will eben nicht, dass der Eindruck entsteht, die FernUni sei keine "richtige" Universität und hier könne quasi jeder so nebenbei ohne großen Aufwand zum Akademiker werden. Daher hat man das Niveau entsprechend hoch aufgehängt.

    Eindrucksvoll belegt wird das aus meiner Sicht auch anhand der Klausurstatistiken, siehe z.B. mal unter http://www.fernuni-hagen.de/wiwi/download/info3.pdf (Seite 11)

    Die Quote der nichtbestandenen Klausuren liegt bei vielen Fächern bei 20-40 %, teilweise (gerade in den Anfängermodulen wie Mathe etc.) bei fast 50 %.
    Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, durchzufallen und die Klausur in einem halben Jahr erneut schreiben zu müssen, relativ hoch ist. Da der empfohlene Studienplan für Teilzeitstudierende aus meiner Sicht eh schon überladen ist, verliert man dann schnell mal ein oder zwei Semester, weil man Klausuren nachholen muss oder Klausuren aufschiebt, wenn man zu wenig Zeit für die gründliche Vorbereitung hat.

    Dieses Problem gibt es an den FHs sicherlich nicht so extrem (Ich kann hier nicht für alle sprechen, aber an der HS Wismar in Wirtschaftsinformatik war es jedenfalls das genaue Gegenteil).

    Allgemein kann man zum Unterschied zwischen Fachhochschulen und Universitäten sagen, dass es bei einem FH-Studium eher darum geht, sich wissenschaftliche Methoden und Modelle anzueignen, um sie dann in der Praxis anzuwenden (hoher Praxis- und Anwendungsbezug).

    An einer Universität geht es darüber hinaus (also zusätzlich) immer auch darum, diese Modelle, wissenschaftl. Theorien und Paradigmen selbst zu hinterfragen, herzuleiten, zu verbessern etc. Dazu muss man sich über das o.g. anwendungsbezogene Wissen hinaus auch die Forschungsmethoden des jeweiligen Faches gründlich aneignen und mit ihnen sicher umgehen können.
    Und diese Modelle und Methoden sind eben fast immer sehr formal, meistens mathematisch abstrakt formuliert und eben nicht anschaulich und praxisnah (Das liegt in der Natur der Dinge, denn hier geht es ja gerade um die Abstraktion). Aber sich damit zu beschäftigen ist eben deutlich schwieriger (und oft auch erstmal langweiliger) als bei praxisbezogenen Inhalten.

    Siehe zu dem Thema auch mal diesen Thread: Will Wirtschaftsinformatik ohne ABI machen an der FernUni Hagen. Habe dazu Fragen :-)
    Michael Knight hat den Unterscheid zwischen Uni und FH dort sehr treffend dargestellt.

    Grüße,

    Lippi

  4. #4
    yoshua ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    09.03.2008
    Beiträge
    126
    Euren Aussagen nach ist ein UNI Absolvent "breiter" gebildet so scheint es mir...

    Und demnach wird UniAbsolventen sicherlich etwas mehr zugetraut im späteren Berufsleben...?

    Dass es das "gleiche" ist später wäre in meinen Augen nicht fair denn der UniAbsolvent hat anscheinend etwas mehr zu tun während des Studiums.

  5. #5
    Avatar von chillie
    chillie ist gerade online Moderator
    Registriert seit
    28.05.2007
    Ort
    Bayreuth
    Beiträge
    3.475
    Blog-Einträge
    643
    Die Quote der nichtbestandenen Klausuren liegt bei vielen Fächern bei 20-40 %, teilweise (gerade in den Anfängermodulen wie Mathe etc.) bei fast 50 %.
    Die HFH bewegt sich in Ihren Durchfallquoten eigentlich in einem sehr ähnlichen Level, wobei beim gros der Fächer die Quote bei der ewigen Statistik eher konstant an die 30% geht. Bei den Modulen im ersten Semester geht es auch erstmal hoch.
    Finde ich eigentlich interessant das der Unterscheid doch nicht so groß ist - wobei aber schlußendlich die Verteilungskurve sicherlich etwas anders aussehen wird.

    Euren Aussagen nach ist ein UNI Absolvent "breiter" gebildet so scheint es mir...
    So steht es aber nicht in den Beiträgen, sondern es ist ziemlich genau mit anders beschrieben.
    Du versuchst in Deinen ganzen Beiträgen stets das Pferd von hinten aufzuzäumen und fragst ob Studiengang A oder Studiengang B besser ist... aber wofür denn? Genauso verhält es sich mit dem Uni Studium - manche Arbeitgeber benötigen Theoretiker andere Praktiker. Wenn denn das Uni-Studium das letzte Wort wäre, würde es doch kaum FH-Abgänger geben.

    Und demnach wird UniAbsolventen sicherlich etwas mehr zugetraut im späteren Berufsleben...?
    Wenn es um theoretische Modelle und um forschende Arbeitsweise geht natürlich, ansonsten siehe oben.
    Fernstudent an der HFH (... nur noch bis 30.06.2012 )
    mein HFH Blog | @chillie_ Twitter | HFH-Gruppe

  6. #6
    stefhk3 ist offline Moderator
    Registriert seit
    21.02.2005
    Beiträge
    1.932
    Zitat Zitat von bydgo Beitrag anzeigen
    Fernuni = Universität: Abschluss: Bachelor of Science, d. h. mehr mathelastige Module
    Fernfh = Fachhochschule: Abschluss: Bachelor of Art, weniger mathelastige Module.
    Die Abschlussbezeichnungen sind willkürlich, ein B Sc muss nicht mehr Mathe enthalten als ein B A. Im mag sein, dass es im konkreten Falle so ist, aber irgendeine Regel dieser Art kann man nicht aufstellen.

Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte