Welcher Studiengang für Späteinsteigerin?
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ich denke mir in der Regel nur meinen Teil und versuche festzustellen, ob ich mit meinen Überlegungen recht hatte. Die Bedenken kamen als der Redner davon sprach,man sollte im Studium eben diese Dinge eher nicht, sondern wissenschaftliche, statistische Vorgehensweisen erwarten.
Da hat der Redner schon recht. Psychologie als Studiengang hat wenig damit zu tun, dass man Menschen analysiert. Vor allem während des Studiums hat man viel mit Theorie zu tun. Die ist durchaus nützlich, um sich Verhalten in irgendeiner Form zu erklären, aber letztlich stellt man immer wieder fest, dass es immer viele Faktoren gibt, die Verhalten beeinflussen. Statistik ist ein wichtiges Handwerkzeug, deswegen auch so eine hohe Gewichtung. Viel Wissen, dass Psychologen gewonnen haben, haben sie durch Experimente und Beobachtungen erhalten, die einfach korrekt ausgewertet werden müssen.
Ich persönlich rate beim Studienwunsch Psychologie dazu, die rosarote Brille abzulegen. Man ist nach dem Studium nicht zwangsläufig besser in der Lage, das Verhalten von Menschen oder Menschen im allgemeinen zu verstehen, als man es vorher war. Man erfährt viel, und vieles davon - egal wie theoretisch es ist - ist durchaus interessant. Mir zumindest gefällt es. Aber es könnte sich für den einen oder anderen doch als sehr trocken erweisen.
Da du ohnehin als Akademiestudierende einsteigen musst, hast du dir dann mal überlegt, einfach je ein Modul aus dem einen oder anderen Studiengang zu belegen und dann mal zu schauen, was du dir eher vorstellen kannst? Wenn beide Studiengänge eher gleich auf liegen, ist es ohne einen direkten Einblick vermutlich schwierig, sich von vorne weg festzulegen.
Gruß,
Sonja
P.S. Ja, Blog habe ich; im Moment gibt es da aber weniger Inhalte zu Psychologie. Link findest du in meinem Profil.
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"Aber denken kann ich, was ich will, solange ich mir selbst nicht widerspreche." (Kant)
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Hallo Sonja, hallo aenny
vielen Dank für eure Unterstützung, ich sehe nun deutlich klarer wo ich hin möchte.
Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg bei euren Studien.
Viele Grüße,
Uli
Stillstand bedeutet Rückschritt ... von wem ist das bloß?
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Hallo Uli,
wünsche dir viel Glück bei der Wahl des Studiengangs. Vielleicht hören wir ja nochmal von dir.
Gruß,
Sonja
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 Zitat von wißbegierig
vielen Dank für eure Unterstützung, ich sehe nun deutlich klarer wo ich hin möchte.
Hallo,
Trotzdem noch ein paar Kommentare von meiner Seite:
- Lass Dich nicht von Mathe abschrecken. Das ist für viele ein Angstfach, aber die wenigsten sind wegen Mathe exmatrikuliert worden. Mathe kann man lernen.
- in allen Studienrichtungen kommt Mathe vor. Allerdings mal weniger, mal mehr. Nach meinen Beobachtungen haben viele Leute bei Statistik mehr Probleme, als bei den "eigentlichen" Mathematikfächern.
- Neben dem richtigen Studium braucht es auch einen Weg in den Job. Wenn Du mit Mitte vierzig was völlig artfremdes studierst, fehlt Dir dort die Berufspraxis und das wird einem potentiellen Arbeitgeber aufstoßen.
- Nach meinen Beobachtungen haben Arbeitgeber diese Wichtung:
A) Richtiges Studienfach und Berufserfahrung
B) Falsches Studienfach aber Erfahrung
C) Falsches Studienfach und aber qualifizierter Laie.
D) Passende Berufsausbildung und Berufserfahrung
E) Passende Berufsausbildung keine Erfahrung
F) Keine Ausbildung, aber Erfahrung
...
D.h: Das falsche Studienfach ist im Zweifel gar nicht schlimm. Ich habe im IT-Bereich schon mit Philosophen und Geologen zusammen gearbeitet. Und die haben mehr Kohle bekommen als ein Fachinformatiker. Kann sein, dass es in Deinem Berufsumfeld anders ist.
- oberste Priorität sollte Spaß und Interesse sein. Wenn Dir das Studium Spaß macht, werden Dir die Durststrecken viel einfacher vorkommen. Und Du hast Lust, Dich mal links und rechts vom eigentlichen Studium umzugucken. Und das ist es dann, was Dir bei einer zukünftigen Jobsuche die Arbeit erleichtern wird. Arbeitgeber merken, ob jemand Spaß an einer Sache hat.
- Trau Dir ein schweres Studium zu. Auch die schweren Studienfächer sind machbar. Ärgerlich wird es, wenn Du was scheinbar leichtest studierst und dann später feststellst, dass Du gern ein anderes Fach hättest. Der Umstieg schwer->leicht ist im Zweifel viel einfacher als leicht->schwer.
- Deine Frau (so es zutrifft) wird über Deinen Studienwunsch nicht glücklich sein. Über den Abschluss dagegen umso mehr. Deine Kinder werden den studierenden Papa toll finden, den Abschluss dagegen als selbstverständlich und simpel betrachten. ;-)
- Mach Dir Gedanken darum, wass Du mit 50 oder 60 machen willst.
- Es gibt Mischstudiengänge (Wirtschaft-Irgendwas). Die sind manchmal perfekt und manchmal völlig daneben. Richtig gut sind diese Fächer eigentlich nur, wenn man tatsächlich in diesem Mischbereich arbeiten will. Will man mit einem Mischstudium in einem Bereich arbeiten, in dem die reine Lehre gefordert ist, hat man es schwer bis aussichtslos. Umgekehrt geht es meistens schon. Als Beispiel aus meinem Bereich: Ein Wirtschaftsinformatiker hat es schwer in einem Bereich einen Job zu finden, in dem ein echter Informatiker gesucht und gebraucht wird. Aber einem echten Informatiker traut man auch Projektleitung und die Entwicklung von kaufmännischer Software (SAP) zu. Obwohl das eigentlich die Kernthemen eines Wirtschaftsinformatikers sind.
Viele Grüße
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Hallo Tukaram,
Deine Kommentare habe ich mit viel Interesse gelesen. Es ist noch einmal ein ganz anderer Blick auf meine Suche. Zwei Dinge sind daran ganz wichtig:
Spaß am Fach und sich auch ein "schweres" Studium einfach zuzutrauen oder es zumindest zu versuchen.
Ich war nämlich schon nahe dran, es mir "einfach" zu machen. Wobei es das für mich sicher in keiner Variante ist.
Leicht amüsiert habe ich allerdings festgestellt, dass Du mich zum "Papa" gemacht hast, denn die Kids sagen Mami zu mir 
Also auch Dir vielen Dank, ich bin mir nun so gut wie sicher.
Wenn ich mich angemeldet habe werde ich mal posten, wofür ich mich entschieden habe.
Viele Grüße,
Uli
Stillstand bedeutet Rückschritt ... von wem ist das bloß?
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