Fernstudium Hagen
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Hallo,
ich bin neu hier und froh das es so ein cooles Forum gibt und da hab ich auch schon eine Frage:
Ich möchte mich bei der Fernuni Hagen zum Bachelor of Informatic anmelden aber irgendwie bin ich ein wenig verwirrt.
Bei der Anmeldung soll man die Kurs Nummern für das Sommersemester eintragen aber ich sehe nur 1)Algorithmische Mathematik und 2)Datenstrukturen I in dem Studien und Kursangebot für Teilzeit Studierende.
Ist das so richtig oder sollte da nicht mehr rein?
Ausserdem bin ich schon seit 6 Jahre Fachinformatiker / Anwendungsentwickler kann ich mir vielleicht das eine oder
andere anerkennen lassen?
Viele Grüsse :-)
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Hallo
 Zitat von stockie
Ich möchte mich bei der Fernuni Hagen zum Bachelor of Informatic anmelden aber irgendwie bin ich ein wenig verwirrt.
Bachelor of Science in Informatik, nicht Bachelor of Informatic .
 Zitat von stockie
Bei der Anmeldung soll man die Kurs Nummern für das Sommersemester eintragen aber ich sehe nur 1)Algorithmische Mathematik und 2)Datenstrukturen I in dem Studien und Kursangebot für Teilzeit Studierende.
Wo soll das stehen? Du gibst bei der Anmeldung ganz normal die Kursnummern an, die du belegen musst. Voraussetzung ist nur, dass der Kurs im Sommersemester angeboten wird und dass du die formalen Voraussetzungen für den Kurs/das Modul erfüllst. Du kannst also bspw. Computersysteme I, Computersysteme II, Einführung in die objektorientierte Programmierung, Mathematische Grundlagen, Software Engineering I, ... belegen. Nicht belegen kannst du hingegen bspw. Einführung in die imperative Programmierung (wird nur im WS angeboten). Wobei es natürlich sinnvoller ist, zuerst Grundlagenfächer zu belegen, die keine inhaltlichen Voraussetzungen haben (bspw. Computersysteme I und/oder II anstatt Software Engineering I oder Algorithmische Mathematik).
 Zitat von stockie
Ausserdem bin ich schon seit 6 Jahre Fachinformatiker / Anwendungsentwickler kann ich mir vielleicht das eine oder
andere anerkennen lassen?
Praktika kannst du dir versuchen anrechnen zu lassen. Hat bei mir bei dem Grundpraktikum Programmierung ganz gut geklappt. An der Anerkennung des Fachpraktikums arbeite ich gerade.
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Mit dem Fachinformatiker kannst du dir ein kleines Programmierpraktikum anrechnen lassen, das war's dann auch.
Der Programmieranteil im Studium ist relativ gering und bei allem Anderen wird dir die Ausbildung so gut wie nichts bringen, das Niveau ist ein paar Etagen höher.
Empfehlenswert ist zum Start das Modul Mathematische Grundlagen, das wird in jedem Semester angeboten. Je nach Startsemester dann zusätzlich Imperative Programmierung (WS) oder Datenstrukturen I (SS)
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Nana, wir wollen doch nicht tiefstapeln.
 Zitat von mbue
Mit dem Fachinformatiker kannst du dir ein kleines Programmierpraktikum anrechnen lassen, das war's dann auch.
So klein ist das nicht (10 Punkte von 180) und nur mit dem Fachinformatiker kann man sich das auch nicht anrechnen lassen. Du musst nachweisen können, dass du beruflich ein Projekt, das mindestens den Umfang des Programmierpraktikums hat, absolviert hast. Und dann kann man sich über den selben Weg noch ein Fachpraktikum (5 Punkte) anrechnen lassen. Wenn alles gut läuft, erspart dir deine Berufserfahrung 1/12 des Studiums.
 Zitat von mbue
Der Programmieranteil im Studium ist relativ gering
Findest du? Ich habe jetzt zwar ca. erst ein Drittel hinter mir, aber bis jetzt kam in allen Modulen außer Mathematische Grundlagen und dem integrierten Nebenfach zumindest ein bisschen bis sehr viel (Einführung in die OOP, Einführung in die imp. Programmierung, Datenstrukturen I) Programmierung vor. Und nächstes Jahr stehen Software Engineering I und Management von Softwareprojekten an. Da wirds wohl auch nicht ohne Programmierung (oder zumindest Themen die dazu gehören) gehen.
 Zitat von mbue
und bei allem Anderen wird dir die Ausbildung so gut wie nichts bringen, das Niveau ist ein paar Etagen höher.
Findest du? Ich bin heilfroh, dass ich zu Beginn meines Studiums die FI-AE Ausbildung und 2,5 Jahre Berufserfahrung hatte. Und auch jetzt bringt mir das noch sehr viel. Man hat vieles schon mal gehört, nur nicht so detailliert und man kann sicher auch einiges auf seinen Job übertragen und das Gelernte so gleich in der Praxis einsetzen.
 Zitat von mbue
Empfehlenswert ist zum Start das Modul Mathematische Grundlagen, das wird in jedem Semester angeboten.
Würde ich auch unterschreiben. Wobei ich nur jedem Empfehlen kann, parallel zu Mathe kein Modul zu belegen, das einem vollkommen neu ist. Ich habe mich damals bspw. für einen Einstieg mit Mathematische Grundlagen und Einführung in die OOP entschieden, da ich beruflich und in meiner Ausbildung sehr viel Java programmiert habe. Ich war dann auch heilfroh, dass ich parallel zu Mathe nicht noch das mir zu 90% völlig unbekannte Computersysteme I und II belegt habe.
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 Zitat von StefanK
So klein ist das nicht (10 Punkte von 180) und nur mit dem Fachinformatiker kann man sich das auch nicht anrechnen lassen. Du musst nachweisen können, dass du beruflich ein Projekt, das mindestens den Umfang des Programmierpraktikums hat, absolviert hast. Und dann kann man sich über den selben Weg noch ein Fachpraktikum (5 Punkte) anrechnen lassen. Wenn alles gut läuft, erspart dir deine Berufserfahrung 1/12 des Studiums.
Dass der FI alleine nicht reicht, weiß ich (habe mir das PP selbst anrechnen lassen). "Klein" im Sinne vom Bearbeitungsaufwand für einen einigermaßen erfahrenen Programmierer.
Das Fachpraktikum würde ich mir aufgrund einer Ausbildung NICHT anrechnen lassen, da man sich selbst um eine wichtige Erfahrung im Fernstudium bringt. Selbst wenn man irgendein Projekt hatte, das anrechnungsfähig wäre, so wäre es schlauer, ein anderes Fachpraktikum zu wählen, in dessen Thematik man noch nicht so fitt ist. Beispielsweise gibt es im FP Eingebettete Systeme voraussichtlich ein paar spannende Robotikexperimente 
Findest du? Ich habe jetzt zwar ca. erst ein Drittel hinter mir, aber bis jetzt kam in allen Modulen außer Mathematische Grundlagen und dem integrierten Nebenfach zumindest ein bisschen bis sehr viel (Einführung in die OOP, Einführung in die imp. Programmierung, Datenstrukturen I) Programmierung vor. Und nächstes Jahr stehen Software Engineering I und Management von Softwareprojekten an. Da wirds wohl auch nicht ohne Programmierung (oder zumindest Themen die dazu gehören) gehen.
Die einzigen Bachelor-Kurse, die wirklich die Programmierung an sich fokusieren, sind imperative Programmierung und OOP. In allen anderen Kursen mag man den ein oder anderen Fall programmiertechnisch anwenden (ok, in DS I ein wenig mehr), aber die Themen sind theoretischer Natur. Und in diesem Bereich kommt man als Fachinformatiker von den Ausbildungsinhalten her nicht weit.
Beispiel "Interaktive Systeme I", da geht es um Bildverstehen / Mustererkennung. Sicher wird da auch vermutlich mal ein Algorithmus in C und OpenCV programmiert, aber vordergründig geht es um Signalverarbeitung (Fourier-Transformation, Faltung, pipapo), maschinelles Lernen und Bildalgorithmen. Wo ist das Wissen des FIs hier gewinnbringend? Ähnilch kann man bei fast allen Modulen argumentieren.
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 Zitat von mbue
Das Fachpraktikum würde ich mir aufgrund einer Ausbildung NICHT anrechnen lassen, da man sich selbst um eine wichtige Erfahrung im Fernstudium bringt. Selbst wenn man irgendein Projekt hatte, das anrechnungsfähig wäre, so wäre es schlauer, ein anderes Fachpraktikum zu wählen, in dessen Thematik man noch nicht so fitt ist. Beispielsweise gibt es im FP Eingebettete Systeme voraussichtlich ein paar spannende Robotikexperimente 
Wenn man sich für Robotik interessiert . Nicht falsch verstehen, ich bin auch keiner, der nur studiert, dass er möglichst schnell einen Abschluss hat. Da gäbe es deutlich angenehmere Wege als die FernUni Hagen. Aber zumindest für meinen ersten Abschluss möchte ich nicht ewig brauchen und wenn ich mir das Fachpraktikum anrechnen lassen kann, dann lasse ich es mir auch anrechnen. Das heißt ja nicht, dass ich bei Interesse und Zeit nicht evtl. später nochmal freiwillig ein (oder sogar mehrere) Fachpraktika belegen werde. Außerdem hat stockie ja explizit danach gefragt, was ihm seine Ausbildung + Berufserfahrung bringt.
 Zitat von mbue
Die einzigen Bachelor-Kurse, die wirklich die Programmierung an sich fokusieren, sind imperative Programmierung und OOP. In allen anderen Kursen mag man den ein oder anderen Fall programmiertechnisch anwenden (ok, in DS I ein wenig mehr), aber die Themen sind theoretischer Natur. Und in diesem Bereich kommt man als Fachinformatiker von den Ausbildungsinhalten her nicht weit.
Ein Fachinformatiker lernt ja nicht nur Programmieren in seiner Ausbildung. Außerdem kommt es auch immer ein bisschen darauf an, wie du deine Schwerpunkte im Studium wählst. Neben DS I, imp. Prog und OOP nutzt dir die Ausbildung bspw. auch bei Betriebssysteme und Rechnernetze einiges (Netzwerkprotokolle, Aufbau eines Computers, Schichtenmodell, OSI, ... alles schon in der Ausbildung dran gekommen), Datenbanken I (wird wohl jeder schon mal mit ner Datenbank gearbeitet haben, damit ist ein Großteil des SQL-Teils schon erschlagen), Management von Softwareprojekten (für so etwas sollte man als gelernter Softwareentwickler mit Berufserfahrung einen Draht haben), Software Engineering I, Übersetzerbau, Einführung in die WiWi (hieß bei uns in der Ausbildung BWP), Einführung in das Bürgerliche Recht (kam man in Sozialkunde schon gut mit in Berührung), ... Natürlich lernt man in jedem Modul auch mehr oder weniger viel neues oder vertieft zumindest bereits bekanntes. Eine deutliche Erleichterung war/ist die Vorbildung für mich trotzdem, wenn man sieht, dass man sonst alles unter Zeitdruck von Anfang an und recht theoretisch neu lernen müsste.
 Zitat von mbue
Beispiel "Interaktive Systeme I", da geht es um Bildverstehen / Mustererkennung. Sicher wird da auch vermutlich mal ein Algorithmus in C und OpenCV programmiert, aber vordergründig geht es um Signalverarbeitung (Fourier-Transformation, Faltung, pipapo), maschinelles Lernen und Bildalgorithmen. Wo ist das Wissen des FIs hier gewinnbringend? Ähnilch kann man bei fast allen Modulen argumentieren.
Muss man ja nicht belegen . Ich hab zu sowas bspw. keinen Draht und entscheide mich deshalb für andere Wahlmodule. Und bei denen (Software Engineering, Übersetzerbau, Moderne Programmiertechniken und -methoden, Sicherheit im Internet I) kann ich mit meiner Ausbildung + Berufserfahrung schon einiges anfangen.
Aber kommt vermutlich auch ein bisschen auf die jeweilige Person und die gewählten Schwerpunkte an. Der Abschluss fällt natürlich auch nicht mit einer Fachinformatiker-Ausbildung und anschließend 6 Jahren Berufserfahrung vom Himmel, aber dass diese Vorbildung überhaupt nichts bringt ist auch Schwachsinn. Ansonsten würde man das Studium wohl kaum für beruflich Qualifizierte ohne Abitur öffnen.
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