Techniker will WiWi studieren -- Wer hat Tipps?
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Hallo!
Einen Tipp hätte ich - ein Fernstudium an der Donau-Universität Krems (Österreich); konkret den Master-Lehrgang "MBA General Management Competences" mit 90 ECTS. Schau Dir mal den Link http://www.donau-uni.ac.at/de/studiu...nces/index.php .
Die Donau Universität Krems ist eine staatliche österreichische Universität und durch ein eigenes Gesetz (http://www.donau-uni.ac.at/imperia/m...esetz_2004.pdf) konstituiert.
Die akademischen Abschlüsse (MBA, MAS, MFP oder weitere) sind vollwertige akademische Abschlüsse, welche in Österreich Führungs- und Eintragungsfähigkeit besitzen und in Deutschland zweifelsfrei führbar sind (siehe dazu Deutsch-Österr. Äquivalenzabkommen - http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/ZAB...Osterreich.pdf sowie eines jüngst erfolgten Urteils des Deutschen Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 18.03.2010, Az. I ZR 172/08) .
Der Preis ist sehr günstig (Euro 7200,-- inklusive aller Prüfungen etc.); es gibt keinen Präsenzunterreicht an der Universität selbst; die Prüfungen des 1. und 2. Studienabschnitts sind ebenfalls online über eine eigene Plattform abzulegen. Weitere Details findest Du auch unter www.business-school.co.at.
Schöne Grüße!
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 Zitat von Heath
Jedoch hat auch noch keiner was zu der geringen Abbrecherquote bzw. Nicht bestanden-Quote bei den teuren Anbietern erwidert. Kamen euch da nie solche Gedanken und wenn nein, wieso nicht?
Für mich entsteht hier der Eindruck, dass du versuchst die Qualität bzw. das Niveau der privaten Anbieter anzuzweifeln.
Zunächst gilt hier festzuhalten, dass die FU Hagen eine Universität ist und den Stoff entsprechend gestaltet während die privaten Hochschulen den Status einer FH haben (Ausnahme ist die WHL). Bekanntlich ist das Studium an einer FH (egal ob Präsenz oder Fern) viel praxisorientierter während bei einer Uni der Stoff etwas tiefgründiger (wissenschaftlicher) behandelt wird. Beides hat Vor- und Nachteile. In der Industrie gibt es Arbeitgeber, die Absolventen von Unis bevorzugen oder eben von FH´s. Dies hängt sicherlich von den Aufgaben ab.
Zu den Abbrecherquoten kann ich vielleicht folgendes sagen aus eigener Erfahrung: Wenn ich gleich am Anfang die schwersten Module hätte bearbeiten müssen, wäre ich vielleicht auch abgesprungen. Die ersten Module, die mich wirklich zum Verzweifeln gebracht haben kamen erst nach ca. 5-6 Monaten. Da war aber schon so viel Geld investiert, dass man eher Nachhilfe, mehr Zeit fürs Lernen etc. organisiert, um es trotzdem zu schaffen. Bislang habe ich durchgehalten und muss nur noch das Kolloqium im März schaffen.
Aus meinem privaten Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich einige Fälle, die wegen der günstigen Gebühren die FU Hagen gewählt haben, aber bereits im ersten Semester kapituliert haben. Nun, sie hatten ja auch noch nicht viel Geld investiert. Sicherlich scheitern viele an Mathe, was bei der FU Hagen etwas intensiver behandelt wird als bei den Fern FH´s. Aber wie oben bereits erwähnt, wenn der Wille vorhanden ist, findet man einen Weg auch Mathe zu schaffen, sei es mit Nachhilfe.
Abschließend würde ich gerne meine Erfahrungen schildern, da ich derzeit einige Bewerbungen schreibe. Bislang keine kritische Anmerkung zur privaten Fern FH. Im Gegenteil, nur positive Feedbacks in Bezug auf ein Studium neben einer vollen Berufstätigkeit.
Noch eins, da der Threadsteller ein Techniker ist: Das einzig kritische an deiner jetzigen Situation ist, dass du keinen akademischen Titel hast. Das ist der Punkt. Wo du dann letztendlich studierst, um diesen Titel zu erlangen, ist nahezu egal. Ich selbst bin auch Staatl. gepr. Maschinenbautechniker und musste feststellen, dass ich bei Neubewerbungen keine Chance habe auf gehobene Positionen ohne eine akademischen Titel - auch wenn ich derzeit einen sehr hohen Posten inne habe. Deshalb das Studium.
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 Zitat von FXA
Für mich entsteht hier der Eindruck, dass du versuchst die Qualität bzw. das Niveau der privaten Anbieter anzuzweifeln.
Ja, das ist richtig, zumindest die, die einen Haufen Geld verlangen und eigentlich keiner den Abschluss nicht schafft... Mir stellt sich da ein schlechtes Gefühl ein. Ich würde dort nicht anfangen wollen zu studieren.
Bis jetzt hat mir aber noch niemand auf meine Frage geantwortet:
"Jedoch hat auch noch keiner was zu der geringen Abbrecherquote bzw. Nicht bestanden-Quote bei den teuren Anbietern erwidert. Kamen euch da nie solche Gedanken und wenn nein, wieso nicht?"
Ist ein Abschluss, den "jeder" machen kann, genauso viel Wert, wie ein Abschluss, den nicht "jeder" erfolgreich abschließen kann?
Außerdem sehe ich da auch klare gehaltliche Unterschiede bei uns in der Firma (bzw. im Tarifvertrag). Da kommt es sehr wohl darauf an, ob du an einer Uni, FH oder BA studiert hast...
@Caroleen:
Doch, ich sehe da einen Unterschied. Ich hatte versucht dieses Fass in diesem Thread nicht aufzumachen, antworten wollte ich aber dann doch.
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 Zitat von Heath
Ja, das ist richtig, zumindest die, die einen Haufen Geld verlangen und eigentlich keiner den Abschluss nicht schafft... Mir stellt sich da ein schlechtes Gefühl ein. Ich würde dort nicht anfangen wollen zu studieren.
Bis jetzt hat mir aber noch niemand auf meine Frage geantwortet:
Zum Thema Geld: Wenn man einem Abschluss für den (hohe) Studiengebühren verlangt werden die Qualität abspricht, tut man das für wahrscheinlich 95 % aller Studiengänge der Welt. Ich kenne kein anderes Land, in dem Hochschulbildung wie in Deutschland kostenlos "verschenkt" wird. Und ich glaube nicht, dass irgendjemand die Qualität einem Harvard-Abschluss absprechen würde, obwohl er wahrscheinlich mehr als 100.000 $ kosten kann.
Zum Thema Durchfallquote: Ich studiere seit 3 1/2 Jahren an der HFH. Am Anfang hat man viel mehr Leute gesehen als jetzt zum Ende hin. Wo wir am Anfang schonmal zwei Räume für eine Klausur benötigt haben kommt es zum Ende hin vor, dass unterschiedliche Klausuren räumlich zusammengelegt werden. Ich habe viel Studenten getroffen, die mehr als einmal eine Klausur schreiben mussten. Gerade im Grundstudium gibt es einige Fächer, die hohe Durchfallquoten haben, wie z.B. VWL oder Einführung in die BWL. Und darüber hinaus kenne ich Studenten, die mit mir zusammen angefangen haben und es bisher erst den Stoff von 4 Semestern geschafft haben.
Also ich kenne keine offiziellen Abbrecherquoten aber ich kann sagen, dass es nichts geschenkt gibt. Und das ist meiner Erfahrung nach bei Arbeitgebern bekannt.
 Zitat von Heath
Außerdem sehe ich da auch klare gehaltliche Unterschiede bei uns in der Firma (bzw. im Tarifvertrag). Da kommt es sehr wohl darauf an, ob du an einer Uni, FH oder BA studiert hast...
Was ist denn das für eine Firma? Also ich kenne das so, dass man nach Tätigkeit, bzw. Funktion und nicht nach Abschluss bezahlt wird. Dachte sowas gibt es nur in Behörden....
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@FXA
Was studierst du denn für ein Fach und an welcher Fern-Hochschule bist du?
Ich will die privaten Fhs nicht schlecht machen. Beruflich gesehen ist ein Fh-Studium in meiner Situation wohl besser, da praxisorientierter. Und die Studiengänge sind ja alle ordentlich akkreditiert. Doch Zweifel bleiben, vor allem hinsichtlich der Kosten.
Noch eins, da der Threadsteller ein Techniker ist: Das einzig kritische an deiner jetzigen Situation ist, dass du keinen akademischen Titel hast. Das ist der Punkt. Wo du dann letztendlich studierst, um diesen Titel zu erlangen, ist nahezu egal. Ich selbst bin auch Staatl. gepr. Maschinenbautechniker und musste feststellen, dass ich bei Neubewerbungen keine Chance habe auf gehobene Positionen ohne eine akademischen Titel - auch wenn ich derzeit einen sehr hohen Posten inne habe. Deshalb das Studium.
Das mit dem fehlenden akademischen Titel seh ich genau so. Ich hab bereits ein abgebrochenes Maschinenbau-Studium hinter mir, das mir den Lebenslauf versaut. Dieses Manko muss ich ausgleichen, was nur durch einen akad. Titel geht.
An der FU Hagen stört mich, dass der WiWi-Studiengang keinen BWL-Abschluss bringt, sondern einen Abschluss in "Wirtschaftswissenschaften" (B.Sc.). Ich kann im Lebenslauf also nicht mal schreiben, dass ich BWL studiert hab. Darf man sich dann mit dem Bachelor of Science überhaupt Betriebswirt nennen wie es bei Fh-Studiengängen der Fall ist?
Bei der FU kommt das typische "Uni-Problem" des Bachelor-/Mastersystems zum Tragen: Der Bachelor ist nicht berufsqualifizierend, da muss noch der Master her (anscheinend sehen viele Firmen das so). Bei den Fhs gibts dieses Problem nicht. Oder hat jemand andere Erfahrungen?
@Caroleen
Vereinzelte Präsenzphasen stören mich nicht, da ich einer Großstadt wohne, wo sämtliche Fern-Hochschulen Vertretungen haben. Aber jede Woche 2-3 Mal in die Vorlesung wär auch nix für mich (wg. Job).
Andererseits hat gerade die FOM mit ihren vielen Präsenzphasen einen ausgezeichneten Ruf in der Wirtschaft.
Die Entscheidung ist echt schwer. Schade, dass es keine staatliche FH mit moderaten Preisen und einer Vertretung in meiner Stadt gibt. Die FH Kiel (oncampus) wär noch eine Option, allerdings hat die zu viele Präsenzphasen für mich und sie ist zu weit weg (keine Vertretungen).
Geändert von bob2011 (30.12.2011 um 20:01 Uhr)
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 Zitat von bob2011
An der FU Hagen stört mich, dass der WiWi-Studiengang keinen BWL-Abschluss bringt, sondern einen Abschluss in "Wirtschaftswissenschaften" (B.Sc.). Ich kann im Lebenslauf also nicht mal schreiben, dass ich BWL studiert hab. Darf man sich dann mit dem Bachelor of Science überhaupt Betriebswirt nennen wie es bei Fh-Studiengängen der Fall ist?
Betriebswirt darf sich jeder nennen, da es nicht geschützt wurde. Genauso ist es beim Techniker. Bei der FU Hagen kann wiwi studiert werden. Das ist eine Mischung aus VWL und BWL.
Bei der FU kommt das typische "Uni-Problem" des Bachelor-/Mastersystems zum Tragen: Der Bachelor ist nicht berufsqualifizierend, da muss noch der Master her (anscheinend sehen viele Firmen das so). Bei den Fhs gibts dieses Problem nicht. Oder hat jemand andere Erfahrungen?
Grade in Wirtschaft (hier Wiwi) oder MINT reicht der Bachelor zum arbeiten. Ein Master ist nur zusätzlich.
Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]
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