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Wie lange dauert ein Bachelor+Master in WiWi an der FernUni Hagen im Idealfall?

  1. #25
    Avatar von wasserfall
    wasserfall ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Jlagreen Beitrag anzeigen
    1. Sonderstudiengang Wirtschaft an der HFH (so wie ich es verstanden habe ein verkürzter WIng)
    Ich bin der Blogger hier für diese Variante
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  2. #26
    aquila ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Jlagreen Beitrag anzeigen
    Oh ja! Vor ein paar Monaten dachte ich noch, dass ich aufjedenfall MBA machen, bis ich das mal recherchiert habe...
    Was spricht gegen einen MBA? Wenn Du Dir den richtigen aussuchst, wird er Dich weiterbringen als die meisten der hier genannten Wege.

    [quoteEins will ich hier noch erwähnen, es geht mir hier nicht allein um den berufl. Werdegang, sondern auch ums Wissen. In den letzten 5 Jahren habe ich zwar viel Erfahrung gesammelt, aber gefühlt nichts gelernt. Natürlich stimmt das nicht, aber ich habe einfach das Gefühl, dass mein Wissenstand eingefroren ist, wenn nicht sogar gesunken ist (vieles aus dem Studium vergessen). Ich will das mit dem Fernstudium anfangen und wenn es mir gefällt, das Angebot auch öfter nutzen. Über Sinn und Zweck lässt sich viel philosphieren, aber zumindest weiß ich, dass ich nun unbedingt BWL-Kenntnisse, später Managementkenntnisse und viel viel später Physikkenntnisse erlangen will. Ja, ich weiß, das klingt komisch, aber ein Physikstudium steht auf meiner Agenda, das dann aber nur als Hobby und erst wenn ich berufl. einen Punkt erreicht habe, mit dem ich zufrieden bin. Und ungewöhnlich ist das auch nicht, ich kenne ein paar Senioren, die vollzeit studieren.[/quote]
    Kann ich gut nachvollziehen. Bei mir steht noch Rechtswissenschaften, Geschichte und Politik auf dem Plan. Allerdings sehe ich, dass ich nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung habe, weswegen ich versuchen muss dieses sinnvoll zu strukturieren und mich daher erst für die Studiengänge entscheiden würde, die mich nicht nur einem sondern möglichst allen oder den meisten Zielen näher bringt.

    Das habe ich jetzt auch schon oft gelesen. Scheinbar ist Hagen wirklich sehr schwer bzw. ist es für die Teilnehmer schwierig die nötige Zeit zu finden, um überdurchschnittlich abzuschneiden.
    Interessanterweise schneiden wohl die Vollzeitstudenten, die es in Hagen ja auch gibt, nicht so wahnsinnig viel besser ab, als die Teilzeitler. Ich denke Hagen ist aufgrund des sehr klassischen universitären Charakters in Verbindung mit der Fernstudium so komplex.

    Das ist klar, mir ist schon bewusst, dass es kein Zuckerschlecken sein wird, egal wo ich studiere. Aber wenn ich nicht ehrgeizig bin, kann ich nicht ausloten, wie viel Potential in mir steckt. Denn ich habe das Gefühl, dass ich bisher weit darunter war.
    Das Gefühl kenne ich zu gut und Hagen war bislang nicht meine Grenze (die habe ich anders erreicht). Der Punkt es hier eher, dass man sich nicht überschätzen sollte und andere Wege vielleicht sicherer zum Weg führen.
    Ganz ehrlich - solltest Du es in die Promotion schaffen, dann wird das genügend Herausforderung, glaub mir. Dann ist selbst der WiWi-Master in Hagen eher Kindergarten.

    Außerdem bin ich im Außendienst, was vielleicht erstmal als belastend wirkt. Aber ich bin so ca. 70% meiner reinen AZ im Ausland. Das führt dazu, dass ich ca. 40-50% meiner Freizeit allein mit Reisen beschäftigt bin. Diese Zeit fülle ich bisher mit irgendwelchen Sachbüchern, Romanen und Filme und wenn ich mir mal meinen Feierabend ansehe, sehe ich da kein Problem noch 1-2h Lernzeit zu integrieren (im Ausland so gut wie immer). Natürlich hängt es dann von der Motivation ab
    Aus eigener Erfahrung: Dieses Leben hilft dabei.

    Neben dem nachgraduierten DH-Diplom der BA habe ich noch einen "gekauften" OU Bachelor of Honour, der hat mich immerhin 175€ gekostet. Aber ich glaub, das sollte ich den HS lieber nicht sagen...
    Dazu eine Anekdote meiner Frau: Sie durfte sich mit dem Diplom BA nicht einschreiben aber den Bachelor haben sie akzeptiert.

    Nur von den allerwenigsten MBAs kann man sich einen Karriereschub erhoffen, aber gut, dass ich nicht der Einzige bin, der diesen MBA für eine Verkaufsmasche hält. Finde ich echt unangebracht den so anzubieten. Wäre es ein MSc, würde ich den Studiengang wohl wählen, aber so bin ich doch recht skeptisch. Vor allem, wenn ich mal nen Vollzeit-MBA machen will, was ist dann hiermit? Da sehe ich Probleme und nur für die Visitenkarte brauche ich den MBA nicht. Da würde mir ein PhD viel mehr gefallen
    Wobei Dir ein MBA evtl. im ersten Schritt deutlich weiterhelfen würde als ein PhD - insbesondere wenn Du viel im Ausland bist, gilt dort der PhD merheitlich als theoretisch abgehoben für Leute, die eigentlich lieber in der Hochschule bleiben.
    Wie gesagt, der richtige MBA für Dich bringt Dich weiter und dabei muss es nicht einmal Harvard sein und auch nicht Vollzeit. Nur leider sind gerade die allermeisten deutschen MBA ihr Geld kaum wert.

    Vielleicht sollte ich hier nochmal erwähnen, dass ich versuchen werden nächstes Jahr gezielt in den techn. Vertrieb zu kommen. Es wird definitiv eine Stelle geben und ich will sie unbedingt bekommen. Und falls nicht, will ich mich doch kurz- bis mittelfristig in diese Richtung orientieren.
    Vielleicht hilft Dir da sogar ein Master in einem Ingenieurbereich weiter anstelle in die BWL zu gehen. Denn Vertriebs- und Marketingwissen kann man sich nur zuleicht anders aneignen. Ein Studium wird Dir da nicht unbedingt mehr helfen.

    Unter dem Gesichtspunkt betrachte ich ein BWL als Bachelor oder Master sinnvoller als die Managementlehre.
    Nein, nicht unbedingt! Im Gegenteil: Ein etwas größeren Blick für das Ganze zu haben ist gerade dort nicht das schlechteste und ob es Dir etwas bringt dich evtl. mit Mediaplanung und tausender-Kontaktpreisen oder sonstwas im Detail auseinanderzusetzen (was Du nicht brauchen wirst oder andere machen) bezweifel ich stark.

    Und auch hier nochmal den großen Hinweis: nur weil sich etwas Management nennt heißt es nicht, dass Management drin ist.

    Letztere fände ich wenn überhaupt nur als MBA interessant und das wäre dann der typische Weg.
    Ein MBA muss da nicht sein. Das gibt es auch anders.

    Nur sehe ich keinerlei Vorteile für mich einen solchen MBA jetzt zu machen, wenn ich in den Vertrieb wechsle und dort ggf. 5+ Jahre bleiben möchte. Da macht Management fachlich keinen Sinn, auch wenn gewisse Themen sicher nicht schlecht sind. Trotzdem betrachte ich da einen Studiengang BWL mit Vertiefung Sales/Marketing oder so als sinnvoller. Da könnte ich sogar wirklich parallel zum Beruf etwas lernen, dass ich umsetzen kann.
    Ein gut ausgerichtetes Managementprogramm kannst du über alles besser in die Praxis umsetzen als die meisten BWL-Studiengänge, die Du ins Auge fast.

    Ich denke das mit dem Doktorvater scheint wohl auch vom Netzwerk und Vitamin B abzuhängen. Daher will ich auch min. 1x Master dort machen, wo auch eine Promotion generell angeboten wird, so dass man zumindest mal nicht direkt ein Fremder ist.
    Vit B ist korrekt. Das hilft viel. Viel wichtiger ist aber letztlich das Thema.

    Ja, der Studiengang soll mich fachlich weiterbringen, aber auch im Bereich Vertrieb eine Bereichungen für die Arbeit sein.
    Glaub mir, dass wäre dann auch jeder halbwegs passable MBA.

    Allerdings muss ich sagen, dass mir nun eine weitere Möglichkeit aufgefallen ist, die gar nicht mal so schlecht ist

    1. Sonderstudiengang Wirtschaft an der HFH (so wie ich es verstanden habe ein verkürzter WIng)
    2. Global Business-MBA an der HFH mit Kooperation UoL
    3. PhD an der HFH mit Kooperation UoL
    Ich hatte kurz darüber nachgedacht ob ich Dir den Sonderstudiengang nicht noch an die Hand gebe aber es gelassen. 5 Semester um im Grunde nicht besser dazustehen als jetzt? Nein. Dann hättest Du immer noch den gleichen Weg.

    ...und schon gar nicht, wenn man dann noch den MBA dran hängt, den man auch direkt hätte machen können.

    Beschäftige dich wirklich noch einmal mit dem MA in Management der WHL, gerade vor dem Hintergrund deiner Managementablehnung. Hierbei handelt es sich um einen konsekutiven (!) BWL-Studiengang, der Nicht-WiWis nur mit gewisser Vorbildung und Zusatzkurs offen steht. Es ist KEIN klassischer Managementlehrestudiengang.

    Ich würde mich dann allerdings eben auf die HFH festlegen, was ja nicht unbedingt schlecht ist. Manchmal zahlt sich Treue auch aus. Und da der MBA vergleichsweise kurz ist, könnte ich den auch etwas später machen. Ich würde so zwar erst später den Master erreichen, aber solange das in den nächsten 5-6 Jahren geschieht, ist das auch i.O. (plane min. solange im Vertrieb zu bleiben). Interessant an dieser Möglichkeit wäre, dass ich da auch mal von meinem BA-Studium profitiere
    Deinen Gedankengängen kann ich echt kaum folgen. Wieso glaubst Du, dass der MBA dich weniger weiterbingt als der Sonderstudiengang? Wieso glaubst Du überhaupt, dass auch wirkliche Managementlehre Dich derzeit fachlich nicht weiterbringt? Wie kommst Du überhaupt darauf?

    Bleibt einzig die Frage, wie gut ist die HFH? Ich habe bisher nur wenig über sie gelesen, wie ist denn ihr Ruf? Kann sie mit AKAD und FernUni Hagen mithalten?
    Es gibt drei große private Fernstudienanbieter in D. Akad, HFH, Euro-FH wobei ich sagen würde HFH und Akad haben den besten Ruf. Daneben gibt es einige kleinere Anbieter wie PFH, HS Wismar, DUW und natürlich - der größte staatliche Anbieter, Deutschlands größte Uni: Hagen.
    Akad - hier noch einmal darauf hingewiesen nicht Äpfel mit Birnen zu verwechseln - also die WHL die Du meinst und Hagen haben ggü. der HFH den Vorteil (aus Deiner Sicht), dass es bei HS mit Universitätsrang sind. Die HFH ist eine FH.

    Alternative wäre wohl die AKAD. Erst den B.A. in BWL, dann M.A. Management in WHL Lahr.

    Ich gebe es auf. Du wirst spätestens beim zweiten Master merken wir irrsinnig Dein Weg war und dich dann ärgern, warum Du den Zwischenschritt überhaupt gemacht und damit Geld, Zeit und Nerven verschenkt hast.
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  3. #27
    Jlagreen ist offline Neuer Benutzer
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    Also nochmal:

    In einem MBA sehe ich jetzt absolut keinen Sinn. Der Grund ist recht einfach, ich will erstmal in den Vertrieb, dort brauche ich keinen MBA. Einen MBA oder generell einen Management-Studiengang will ich nur machen, wenn ich konkret das Management als erreichbar ansehe. Also abschließen und kurze Zeit später mich auch dahingehend orientieren. Ich will nicht jetzt einen MBA machen und dann 4 Jahre im Vertrieb bleiben und dann erst mir diesen MBA karrieretechnisch zu Nutze machen. Da kommen dann Fragen: "Wieso haben Sie denn nach dem MBA als Vertriebler weiter gearbeitet?". Wie ich so im Internet lese, wird der MBA auch selten des Inhalts wegen gemacht, sondern die guten MBA-Programme zielen rein auf Karriereförderung ab. Da geht es darum, kurz auszusetzen, sich einen renommierten Titel zu holen und dann in höherer Position zurück in die Wirtschaft.

    Außerdem müsste ich z.B. beim Global Business-MBA meinem AG diesen auch erklären, denn den müsste ich da einbinden. Allein wegen der Finanzierung und vor allem wegen der Freistellung für den USA-Aufenthalt. Und bei dem was mich in der Stelle (Vertrieb im Außendienst) erwartet, könnte ich das nicht. Denn pauschal gesagt, hast du Recht, konkret ein Studium für den Vertrieb brauche ich nicht. Ich denke auch, dass ich den Job mit aktuellen Kenntnissen und der Erfahrung meistern kann. Wenn ich jetzt aber einen MBA mit guter Akkreditierung machen möchte, signalisiert das dem AG, dass ich meine Karriere beschleunigen möchte. Bei der Stelle jedoch möchte er ganz sicher keinen vermeintlichen Springer einstellen. Vor allem ist das, wie ich hörte, schon mal in meiner Firma passiert, da war der Chef bestimmt ziemlich sauer.

    Hinzu kommt, dass ich eine Promotion frühstens in 5 Jahren anstrebe. Denn solange werde ich definitiv noch im Außendienst bleiben und mit solch einer Tätigkeit will ich nicht promovieren. Die Belastung ist schon beim Studium hoch, die Promotion hingegen würde ich dann doch lieber machen, wenn ich zumindest am WE nicht unterwegs bin.

    Außerdem sagst du es doch selbst, für die Zulassung zum MBA bzw. PhD an der HFH muss man ganz schön was bieten. Ich möchte daher meinen Lebenslauf auch etwas aufbessern und noch ein paar Jahre Vertriebsaußendienst anhängen und einen sehr guten weiteren Abschluss abliefern. Um zu zeigen, dass ich gewillt bin Leistung zu zeigen. Daher würde ich jetzt lieber erstmal nur studieren, dann MBA machen und dann eventl. mal ein PhD. Gegenwärtig erachte ich es für überaus schwierig die Zulassung zum Global Business MBA zu erlangen. Mit mehr Erfahrung, einem Abschluss an der HFH und ggf. Kontakten an der HFH sehe ich eine deutlich höhere Chance. Vor allem würde ich jetzt vielleicht schon am Motivationsschreiben scheitern.

    Weiterhin kommt hinzu, dass meine Firma zufällig auch Univeristäten mit Equipment versorgt. Und zufällig haben wir einen Kunden ganz in der Nähe von Louisville. Und zufällig wird es sich bei der Vertriebsstelle, auch um Neukundenbeschaffung (u.a. in USA) handeln. D.h. es könnte passieren, dass ich zufällig in den nächsten 2-3 Jahren an der UoL vorbei komme und da mal jemanden kennenlerne
    Auch habe ich einen guten Bekannten, der ca. 1h Autofahrt von Louisville wegwohnt, d.h. der Global Business-MBA ist schon etwas, bei dem es bei mir kribbelt. ABER ich will ihn nicht jetzt machen, erstmal will ich mich ggf. in der neuen Stelle behaupten und schauen wie gut ich überhaupt mit dem Fernstudium klar komme.

    Hier sehe ich auch, dass der verkürzte WIng der HFH eine gute Alternative ist. Er ist günstiger als die Alternativen bei AKAD und aber nicht so lang wie an der FernUni Hagen. 2,5 Jahre ist ok und ich kann jederzeit beginnen. Bei den staatl. Uni/FHs müsste ich jetzt wohl bis WS2012/2013 warten. Falls es nicht klappen sollte, habe ich zwar viel Lehrgeld bezahlt, aber ich werde es überleben. Überhaupt würde ich das Studium wohl ohne AG finanzieren und beim MBA auf Unterstützung hoffen.

    Ansonsten Danke für den Hinweis zur HFH. Da bin ich ja beruhigt, wenn sie ähnlich bekannt wie AKAD ist.

    Mein Bauchgefühl sagt mir nun, dass ich den Weg über die HFH gehen sollte. Also B.Eng., MBA und vielleicht PhD. Sollte ich auf mein Bauchgefühl vertrauen?

    Sollte es mit der Vertriebsstelle nächstes Jahr nicht klappen, werde ich eventl. versuchen doch den MBA direkt zu machen. Dann macht er auch Sinn, ich würde mich nach dem Abschluss auch berufl. anderweitig orientieren.

    PS:
    Ja, ich bin manchmal ein Dickschädel! Und wie mir scheint, sind wir mittlerweile komplett vom Theam abgekommen

  4. #28
    aquila ist offline Sehr erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Jlagreen Beitrag anzeigen
    In einem MBA sehe ich jetzt absolut keinen Sinn. Der Grund ist recht einfach, ich will erstmal in den Vertrieb, dort brauche ich keinen MBA. Einen MBA oder generell einen Management-Studiengang will ich nur machen, wenn ich konkret das Management als erreichbar ansehe. Also abschließen und kurze Zeit später mich auch dahingehend orientieren.
    Ich bin immer noch der Meinung, dass Du den MBA falsch einschätzt und vor allem, dass die Gedankengang - überspitzt formuliert - will ich in den Vertrieb, brauche ich ein klassisches BWL-Studium, wenn ich danach in eine Führungsposition will, dann erst ein Managementstudium für Deine Zielerreichung kontraproduktiv ist. Vieles des BWL-Studiums wirst Du im MBA in anderer Form wiederfinden und noch mehr wirst Du nicht brauchen, wenn es Dich nicht in den Bereich selbst zieht.


    Ich will nicht jetzt einen MBA machen und dann 4 Jahre im Vertrieb bleiben und dann erst mir diesen MBA karrieretechnisch zu Nutze machen. Da kommen dann Fragen: "Wieso haben Sie denn nach dem MBA als Vertriebler weiter gearbeitet?".
    Antwort: Weil das nicht unüblich ist.
    Diese Fragen kommen nicht, glaub mir. Wenn jeder MBA sofort in eine klassische General Management-Position müsste, dann würden die Top 100 Business-School des Planeten den kompletten Bedarf an MBAler decken. Ganz viele Nicht-WiWis mit MBA arbeitern erst einmal für eine unbestimmte Zeit weiter im Nicht-Managementbereich um erst im Verlauf später andere Positionen einzunehmen - die nicht einmal zwangsläufig auch Führungsverantwortung beinhalten. Das allerdings bedeuted nicht, dass sie ihr neuerworbenes Wissen nicht sinnvoll und zielgerichtet einsetzen können um sich somit für die "höheren" Aufgaben im Verlaufe besser zu positionieren.

    Der Sinn hinter diesem Schritt erschließt sich beim Blick auf Deinen bisherigen CV. Fragen wie "In welcher Form hat Sie der MBA weitergebracht?" sind wahrscheinlicher und nicht schwer zu beantworten.

    Wenn Du immer erst einmal die fachliche Expertise sammeln möchtest, wenn du jetzt meinst lange genug "dabei" zu sein, dann solltest Du zwischen Schritt eins und dem MBA wahrscheinlich noch einmal zwei, drei Jahre ins Land gehen lassen, aber dann werden diese Stellen von Leuten besetzt sein, die gerade Mitte-Ende zwanzig sind und nicht diese Ehrenrunden gedreht haben.

    Wie ich so im Internet lese, wird der MBA auch selten des Inhalts wegen gemacht, sondern die guten MBA-Programme zielen rein auf Karriereförderung ab. Da geht es darum, kurz auszusetzen, sich einen renommierten Titel zu holen und dann in höherer Position zurück in die Wirtschaft.
    Vergleich hier nicht Äpfel und Birnen und auch beim Vergleich von Granny Smith mit Golden Delicous oder Elstar wäre ich sehr vorsichtig.

    Das, was medial so präsent sind, sind vielleicht 50 Top-Schools weltweit. Wirklich präsent davon sind u.U. 15. Wer dorthin will, der hat Ambitionen auf Dauer NACH dem MBA eine Führungsposition zu ergattern (auch viele dieser Absolventen sind danach ganz simpel in der operativen nur haben größere Chancen danach hochzukommen). Nächster Punkt: Es handelt sich nahezu ausnahmslos um Vollzeitstudiengänge.

    Wenn ich Dir jetzt ein Wünsch-Dir-Was vorschlagen könnte und Dein Ziel Karriere wäre, dann würde ich Dir sagen, dass Du das Vollzeitstudium nehmen solltest und einen MBA an einer der Top 20 Schulen weltweit angehen solltest. Diese Position würde ich umso wehementer verteidigen, wenn Du bereits einen Master in BWL hättest, denn dann bringt ein 0815-MBA nichts mehr.
    Und nebenbei bemerkt - wahrscheinlich bringt Dir ein MBA (mit gutem Schnitt) von Oxford, Harvard, Yale etc. für Deinen Promotionswunsch sehr viel bessere Aussichten als eine 1,0 beim WiWi MS in Hagen.

    So, jetzt ist aber Deine Situation anders.
    1.) Dein Blick ist nicht ausschließlich auf Karriere aus (wobei auch fachlich ein MBA an einer dieser Top-Adressen schon noch etwas anderes ist)
    2.) Du bist von Natur aus keine WiWi - von daher bringt Dir auch ein 0815-MBA zwar vielleicht keinen Karriereboost aber fachlich defenitiv etwas. Gut ausgewählt auch ohne den, aus Deiner Sicht sinnfreien Balast von sehr detaillierter BWL in bestimmten Bereichen, mit denen Du sehr wahrscheinlich nie etwas zu tun haben wirst.
    3.) Dein Interesse liegt nicht in Vollzeitstudiengängen.

    Daher machen aber die High-End-MBA keinen oder nur weniger Sinn. Aber dafür stehen Dir umso mehr MBA (sinnvoll) offen, ebenso nicht-konsekutive bzw. durch Vorbereitung zu blegende konksekutive Studiengänge wie Hagen, Kaiserslautern, WHL, UoL, HFH.

    Außerdem müsste ich z.B. beim Global Business-MBA meinem AG diesen auch erklären, denn den müsste ich da einbinden. Allein wegen der Finanzierung und vor allem wegen der Freistellung für den USA-Aufenthalt. Und bei dem was mich in der Stelle (Vertrieb im Außendienst) erwartet, könnte ich das nicht.
    Mh. Ich würde die Variante so wählen, 12x von Freitag Nachmittag bis Sonntag zu machen. Normalerweise ist das auch in Deinem Job durchaus planbar, zumal die Termine recht lange im voraus bekannt sein dürften. Und ich persönlich hätte die 4,5 Wochen USA mit einer Mischung aus Jahresurlaub und wenn es sein muss unbezahltem Urlaub bestritten. Um klassische Freistellung hätte ich gar nicht gebeten. Aber jeder wie er will und wenn der Arbeitgeber Dir das erleichtert, warum nicht?
    Übrigens, für Deinen AG könnte gerade die UoL interessant sein, weil Du soviel reist (auch USA?). Das könnte nämlich dann amerikanischen Geschäftspartner sehr positiv aufschlagen, wenn Du dort studiert hast.

    Denn pauschal gesagt, hast du Recht, konkret ein Studium für den Vertrieb brauche ich nicht. Ich denke auch, dass ich den Job mit aktuellen Kenntnissen und der Erfahrung meistern kann. Wenn ich jetzt aber einen MBA mit guter Akkreditierung machen möchte, signalisiert das dem AG, dass ich meine Karriere beschleunigen möchte. Bei der Stelle jedoch möchte er ganz sicher keinen vermeintlichen Springer einstellen. Vor allem ist das, wie ich hörte, schon mal in meiner Firma passiert, da war der Chef bestimmt ziemlich sauer.
    Wenn Du als AG jemanden in der Form akademisch förderst - egal ob du ein Zweitstudium auf Bachelor nimmst, einen Master oder einen MBA - dann musst Du IMMER davon ausgehen, dass diese Person es macht, weil sie mehr möchte, als auf der alten Stelle oder einen frischen neuen zu versauern...und gewöhnlicherweise will ein Arbeitgeber ja auch genau das mit der Förderung erreichen. Wozu fördere ich meinen Nachwuchs, wenn ich sie nicht auch "befördert" sehen will? Dann würde ich Dich eher auf eine zwei-Wochen-Schulung Vertrieb für Spezialisten schicken. Davon habe ich mehr...und wenn ich dich richtig verstanden habe steht ja Deine Weiterentwicklung (beruflich und fachlich) ja bei Dir auch im Vordergrund.


    Hinzu kommt, dass ich eine Promotion frühstens in 5 Jahren anstrebe. Denn solange werde ich definitiv noch im Außendienst bleiben und mit solch einer Tätigkeit will ich nicht promovieren. Die Belastung ist schon beim Studium hoch, die Promotion hingegen würde ich dann doch lieber machen, wenn ich zumindest am WE nicht unterwegs bin.
    Da nur meine Erfahrung: Bei starker Reisetätigkeit ist das leichter zu machen als wenn Dich Deine Familie oder Freunde am WE nicht in Frieden lassen. Ich würde erst einmal einen Master (welchen auch immer) machen bevor ich überhaupt an Promotion denken würde.

    Außerdem sagst du es doch selbst, für die Zulassung zum MBA bzw. PhD an der HFH muss man ganz schön was bieten. Ich möchte daher meinen Lebenslauf auch etwas aufbessern und noch ein paar Jahre Vertriebsaußendienst anhängen und einen sehr guten weiteren Abschluss abliefern.
    Ich glaube Du hast mich nicht verstanden. Du musst etwas bieten aber das Erststudium bzw. jedes weitere erfüllt im Zweifel nur die Formalkriterien aber führt nicht zu Auswahl. Selbst ein zweites oder drittes "sehr gutes" Studium würde wahrscheinlich Deine Ausgangssituation für die Bewerbung nicht verbessern, denn einen überdurchschnittlichen Abschluß hast Du bereits. Im Gegenteil, nach einem betriebswirtschaftlichen Studium bliebe sogar noch die Frage eher im Raum, warum jetzt noch ein MBA/ nicht-konsekutiven Studiengang? Eine berufliche Fortentwicklung käme besser an, als ein weiteres Studium. Ein sehr gut geschriebenes Motivationsschreiben bringt Dich weiter als ein zusätzliches Studium. Für ein solches Motivationsschreiben oder die Erlangung der Mindest-TOEFL Punktzahl kann man aber getrost einige Monate an Arbeit reinstecken.

    Ein bisschen anders sähe es in puncto PhD aus. Hier kann gerade ein guter bis sehr guter Master die Türen öffnen, je mehr Stallgeruch, desto besser. Aber ein weiterer Bachelor würde den Kohl nicht Fett machen, hier ist der Master der zählt und auch dann ist das nur eine nötige aber keine hinreichende Bedingung.

    Um zu zeigen, dass ich gewillt bin Leistung zu zeigen.
    Du hast bereits berufsbegleitend studiert. Wer dir das bislang nicht glaubt, den wirst Du auch zukünftig davon nicht überzeugen.

    Daher würde ich jetzt lieber erstmal nur studieren, dann MBA machen und dann eventl. mal ein PhD. Gegenwärtig erachte ich es für überaus schwierig die Zulassung zum Global Business MBA zu erlangen. Mit mehr Erfahrung, einem Abschluss an der HFH und ggf. Kontakten an der HFH sehe ich eine deutlich höhere Chance. Vor allem würde ich jetzt vielleicht schon am Motivationsschreiben scheitern.
    Am Motivationsschreiben wirst du dann in einigen Jahren genauso scheitern. Die Dinger sind nicht in zwei Tagen runtergerotzt. 3 bis 6 Monate Arbeit stecken in einer guten MBA-Bewerbung schon drin, selbst wenn diese nicht für Harvard ist (und auch nicht für eine 0815-MBA-Pseudo-Schule). Selbst Muttersprachler bereiten diese Bewerbungen Monate vor.
    Wie gesagt, Du verbesserst Deine Aufnahmechancen nicht sonderlich durch ein weiteres Studium. Im Gegenteil, die Argumentation warum jetzt noch der MBA folgen soll, nach fünf Semestern BWL-Zusatz, wird überzeugend beantwortet werden wollen.

    Weiterhin kommt hinzu, dass meine Firma zufällig auch Univeristäten mit Equipment versorgt. Und zufällig haben wir einen Kunden ganz in der Nähe von Louisville. Und zufällig wird es sich bei der Vertriebsstelle, auch um Neukundenbeschaffung (u.a. in USA) handeln. D.h. es könnte passieren, dass ich zufällig in den nächsten 2-3 Jahren an der UoL vorbei komme und da mal jemanden kennenlerne
    Ganz ehrlich gesagt ist das mit Abstand des beste Argument, was Du für Deinen Arbeitgeber haben kannst. Gerade die vier, fünf Wochen vor Ort kannst Du prima Nutzen um evtl. auch mit Studenten vor Ort in Verbindung zu treten. Du lernst Unternehmen kennen, Netzwerke usw. die für die Neukundengewinnung ideal sein könnten. Zudem bekommst Du ein gutes Stück amerikanische Mentalität eingeimpft, kannst auf einen Abschluß an einer amerikanischen Uni verweisen, das dortige Netzwerk nutzen etc.

    Schon allein der einjährige MS IE könnte für Dich daher goldwert sein.

    Mein Bauchgefühl sagt mir nun, dass ich den Weg über die HFH gehen sollte. Also B.Eng., MBA und vielleicht PhD. Sollte ich auf mein Bauchgefühl vertrauen?
    Wie Du bereits festgestellt hast habe ich eine völlig andere Ansicht von dem, was für Dich und in Deiner Situation auch nur annähernd sinnvoll erscheint. Nein, ich würde dem Bauchgefühl nicht trauen.
    Ich würde mich versuchen mal von den zwanghaften Vorurteilen eines Managementstudiums zu befreien, genauso wie von denen eines BWL-Studiums. Zudem würde ich mir schon überlegen, ob ich wirklich bereit wäre zusätzlich Lebenszeit rauszufeuern, nur um für mich selbst einen Hauch mehr Sicherheit aber eigentlich kaum Vorteile zu haben.

    Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Führerschein? Abitur? Ja, das ist vielleicht ganz passend.
    Im Grunde möchtest Du das Abi (= Master) damit Du im Zweifel auch Medizin studieren kannst (=promovieren). Aber aus irgendeinem Grund meinst Du, dass es sinnvoller ist, sich erst nochmal (du hast ja die technische FHR schon) zwei Jahre durch die kaufmännische FHR zu schlagen um danach noch einmal drei Jahre bis zum Abi zu machen als direkt dort einzusteigen.
    Mit der FHR erhöst Du Deine Chancen das Abi zu schaffen aber nicht sondern es gibt Dir nur eine Scheinsicherheit. Schaffst Du danach das Abi, hättest Du es auch vorher gekonnt. Das einzige, was es Dich kostet ist: Zeit.

    PS:
    Ja, ich bin manchmal ein Dickschädel!
    Ja!

    Und wie mir scheint, sind wir mittlerweile komplett vom Theam abgekommen
    Das ist richtig. Vom ursprünglichem Thema des Threads schon. Allerings habe ich das Gefühl, dass das vielleicht auch gar nicht so schlecht war. Aber schon richtig. Wenn Du daher willst können wir das auch über PN weitervertiefen.
    Geändert von aquila (28.12.2011 um 13:19 Uhr)

  5. #29
    fernstudiumwiwi ist offline Neuer Benutzer
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    Hey,

    ich wollte ursprünglich auch den Wiwi-Bachelor und danach den Master in Wiwi an der Fernuni machen. Die BWL-Inhalte meines Erststudiums in Wirtschaftspsychologie haben leider nicht gereicht, um gleich den Wiwi-Master starten zu können. Daher entschied ich mich für den längeren Weg.

    Allerdings würde alleine der Bachelor als Teilzeitstudium schon 4-5 Jahre dauern (bei 2 Modulen pro Semester). Und auch in Teilzeit ist der Zeitaufwand mit 20 Std. immens, wenn man nebenbei noch arbeitet. Für den Master müsste man dann in Teilzeit auch noch ca. 3 Jahre dranhängen - wenn man denn zügig durchkommt.

    Wenn man beide Studiengänge in der Vollzeitvariante absolviert, würde man im Idealfall in 5 Jahren durch sein (mit Bachelor + Master). Aber das auch nur dann, wenn man sich voll und ganz auf das Studium konzentriert. Die Fernuni Hagen hat einen guten Ruf und punktet auch mit den günstigen Studiengebühren. Allerdings ist das Wiwi-Studium anspruchsvoll und erfordert sehr viel Disziplin und Durchhaltevermögen, da die Lernhinhalte nicht immer leicht sind.

    Ich würde mir das also gut überlegen und mich evtl. auf einen passenderen Masterstudiengang an einer anderen (Fern)Uni umschauen. Dann bist du zügiger durch. Ich werde diesen Weg höchtswahrscheinlich auch einschlagen, da sich mein Teilzeitstudium mittlerweile sehr in die Länge zieht.

    Viele Grüße & Viel Erfolg!

    Alicia
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    Fernstudentin (Bachelor Wiwi) an der Fernuni Hagen. Blogge auf www.fernstudium-wiwi.de über News & Tipps rund um´s Fernstudium!

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