FernUniversität Hagen vergibt DAAD-Preis an ungarischen Informatiker
Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für
"herausragende Leistungen ausländischer Studierender" hat die
FernUniversität in Hagen in diesem Jahr nach Ungarn vergeben: Der
Wirtschaftswissenschaftler und Informatiker Imre Fehér aus Budapest
erhielt die Auszeichnung des Jahres 2006.
Fehér hat an der FernUniversität den Master-Studiengang Computer
Science absolviert. Im Jahr 2001 hatte er sich an der FernUniversität
eingeschrieben - zunächst in den Zusatzstudiengang Praktische
Informatik. Zum Wintersemester 2004/2005 wechselte er dann in den
neuen, anwendungsorientierten Master-Studiengang Computer Science.
Sein Studium an der Wirtschaftshochschule Budapest hat Fehér zudem als
Diplom-Kaufmann abgeschlossen. Nun denkt er über eine Promotion an der
Schnittstelle von Informatik und Wirtschaftswissenschaft nach.
Zuerst allerdings muss über seine Master-Arbeit entschieden sein, die
er kürzlich eingereicht hat: Die Arbeit zum Thema Statistical Matching
schrieb der 30-Jährige bei Univ.-Prof. Dr. Christoph Beierle
(Lehrgebiet Wissensbasierte Systeme), der ihn aufgrund seiner
außergewöhnlichen Leistungen im Studium und in einem Forschungsprojekt
auch für die Auszeichnung des DAAD vorgeschlagen hat. Die erhielt
Fehér dann in sehr feierlichem Rahmen: In der Deutschen Botschaft in
Budapest wurden die Absolventinnen und Absolventen des dortigen
Studienzentrums geehrt. Einer der Höhepunkte der Feier war die Vergabe
des DAAD-Preises durch den Rektor der FernUniversität, Univ.-Prof.
Dr.-Ing. Helmut Hoyer, den deutschen Botschafter in Ungarn, Hans-Peter
Schiff, und DAAD-Lektor Felix Bubenheimer.
Für deren Glückwünsche und die der Absolventen und Gäste in der
Botschaft bedankte sich Fehér mit der ernst gemeinten Ankündigung,
unter seinen Kollegen weitere Studierende für die FernUniversität zu
werben. Seit vier Jahren bereits arbeitet er in einer Budapester
Telekommunikationsfirma. Dort war er auf der Suche nach neuen
Herausforderungen, als er auf die FernUniversität stieß: Er wollte
sein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit einer informatischen
Qualifikation ergänzen und hatte an eine Promotion an einer
technischen Hochschule gedacht. Dies wäre jedoch in Ungarn nicht neben
dem Beruf machbar gewesen, erklärt er. Er entschied sich deshalb für
den deutschen Master-Studiengang.
Doch neben Beruf und Familie - Fehér ist verheiratet und hat ein Kind
- war auch das Fernstudium nicht einfach: "Das war so etwas wie ein
zusätzliches Hobby von mir", sagt er. Die Promotion kommt jetzt
vielleicht trotzdem noch, ebenfalls an der FernUniversität. In jedem
Fall wollen seine Frau und er in absehbarer Zeit in Deutschland leben
und arbeiten: "Das würde auch für unser Kind die Chance bedeuten,
seinen Horizont zu erweitern", erklärt er.
Quelle: Presse-Mitteilung der FernUni Hagen
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