Meine To-Do Liste führt zum Nicht-Tuen

  1. Markus Jung
    Markus Jung
    Kennt Ihr das auch? - Sobald ich Dinge tun "muss", weil ich mir diese vorgenommen habe und sie auf meiner To-Do Liste stehen, kann ich mich nur sehr schwer dazu motivieren. Kommen mir die Dinge so in den Sinn, fällt mir das wesentlich leichter.

    Zuletzt so gegangen mit dem Logo: Stand bestimmt zwei Wochen lang auf meiner Liste, dieses etwas "aufzuhübschen". Jeden Tag "Aufschieben" gecklickt, da ich andere Dinge als wichtiger empfand. Mitte letzter Woche habe ich es dann ganz aus meiner Liste gelöscht und wollte es erstmal so lassen - und gestern morgen habe ich mich nach mit Eifer daran gesetzt, etwas Neues zu basteln...

    Ich überlege nun, jeden Tag ein paar Dinge von der Liste zwingend zu erledigen (am besten gleich morgens) und bewusst mehr Freiräume für Dinge zu lassen, die sich so ergeben und mir in den Sinn kommen - und mich um diese dann ohne schlechtes Gewissen zu kümmern.
  2. m.e.l.l.a
    m.e.l.l.a
    Bei mir führt das auch nicht zwangsläufi zum Erledigen. Deswegen nehme ich schon viele Dinge, v.a. Kleinigkeiten gar nicht mehr auf. In meinen Listen stehen fast nur noch Meilensteine der einzelnen Fächer, kaum noch was, das nix mit dem Studium zu tun hat. Dadurch erspare ich mir das schlechte Gefühl, eine Aufgabe zum x-ten Mal zu verschieben. Langsamer werden die unangenehmen Dinge nicht erledigt, seitdem ich sie nicht mehr aufnehme. Irgendwann erledigt man sie auch so.

    Ich hab sowieso versucht, so viele Dinge wie möglich auszublenden oder zu vermeiden, die mir oft ein schlechtes Gewissen gemacht haben und bis jetzt klappt das ganz gut. Auf alle Fälle ärge ich mich nicht mehr so oft über mich selbst!
  3. Elke Pielmeier
    Elke Pielmeier
    Ich notiere mir nur die Lektionen, die ich in einem Monat durch haben will, um bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. Klausur) fertig zu sein. Allerdings klappt das auch nicht immer, weil ich mich nicht immer daran halte. Näher will ich nicht planen. Ich habe nämlich früher schon einmal bemerkt, dass ich mit Vorliebe geplant und geplant habe; hatte dann ein gutes Gewissen, weil bis zum entsprechenden Termin alle Aufgaben so schön verteilt waren. Aber beim Umsetzen in die Realisierung hatte ich dann Probleme. Also neu geplant. Und dann dasselbe wieder.

    Die Planung an sich hilft mir nicht so viel. Ich bin jemand, bei dem das regelmässige Lernen am besten über Motivation funkioniert. Ich hatte mir eigentlich dieses Wochenende als frei geplant (sozusagen als Bonus nach meinem Seminar). Und was mache ich stattdessen - gleich wieder Englisch lernen. Dafür gibt es dann wieder mal Tage, an denen ich von der Arbeit müde nach Hause komme und kurz entschlossen nichts mache. Ich habe so einen groben Arbeitsplan im Kopf, der sich an den Klausurterminen orientiert. Allerdings ist das bei mir deshalb leichter, da ich jetzt zu Anfang noch nicht so viele Klausuren schreibe. Jemand der monatlich Klausuren schreibt, muss natürlich ganz anders planen. (Meine Banknachbarin im Seminar macht den IBC in der Sprintvariante trotz Vollzeitarbeit).
  4. weeebee
    weeebee
    Ich glaube, dass eine To-Do Liste nachwievor wichtig ist, denn wer schreibt der bleibt und etwas das man aufschreibt, verlässt erst mal den Kopf und dieser ist dann frei für die Dinge die gerade anstehen. Wichtig bei einer To-Do Liste ist die Priorisierung der Dinge die drauf stehen und das Setzen von Pufferzeiten für eventuelle Eventualitäten. :-)
    Vielleicht ist es gut sich wirklich ganz naheliegende Ziele zu notieren (Kapitel in Skripten),sodass man schnellstmöglich einen Erfolg erkennen kann und darüber die Motivation zieht. Sich jede Woche einen Tag heraussuchen, 15 Minuten nichts anderes macht als sich mit der Selbstorganisation zu beschäftigen. Wenn Dinge immer wieder gestrichen werden, dann streiche ich sie nicht vollkommen von der Liste, sondern versuche zu ergründen warum diese ständig verschoben werden und die Planung anders zu gestalten. Ansonsten fühlt es sich für mich an wie das Herausdrehen der Öllampe beim Auto, Problem nicht mehr sichtbar, Auto hat aber immernoch kein Öl. :-)
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