ZTD Gewohnheit 1: Sammeln

  1. m.e.l.l.a
    m.e.l.l.a
    Jetzt bin ich ja schon drei Monate gefangen von ZTD und es ist schon einiges vorwärtsgegangen, aber mit dem "Sammeln" bin ich noch nicht zufrieden.

    Im Job klappt das super, ich schreib mir alles auf und gehe "richtig" mit den Notizen um , aber privat gefällt mir das noch nicht. Wenn ich in irgendeinem Zimmer was mache, hab ich schon immer meinen Block dabei und es wird auch alles aufgeschrieben. Auch das Übertragen und Weiterbearbeiten der gesammelten Infos funktioniert ganz gut. Aber an zwei Punkten hab ich noch keine Lösung gefunden:

    - Unterwegs: Erst heute bin ich wieder von der Arbeit heimgelaufen und zwischen "Abschalten vom Arbeitstag" und "Daheim" kommen einem so viele Gedanken. "Vergiss nicht, am Montag den Kollegen wegen xyz anzusprechen", "abc könnte man ja auch noch anders abwickeln als heute besprochen", und was einem nicht noch alles zum Job einfällt. Und gleichzeitig "wenn ich daheim bin, ...", "dies und das müssen wir noch einkaufen" usw im Kopf. Jetzt ist es mir aber irgendwie zu blöd, alle fünf Minuten auf der Straße stehen zu bleiben und den Block auszupacken. Und mit Handy vor der Nase, um die Notizen dort zu erfassen, lauf ich auch nicht so gern rum. Das Dumme ist nur, dass diese vielen Gedanken ja nicht bleiben bis man zu Hause ist, sondern oft und gern verschwinden und nicht im gleichen Ausmaß wiederkommen. Ich weiß im Moment nur wirklich nicht, wie ich das erfassen soll. Wie handhabt ihr das unterwegs?

    - Bad: Noch viel besser ist, dass mir wirklich die allerbesten Ideen morgens beim Duschen einfallen (*rotwerd*). Da bin ich noch völlig unbelastet und denke über den anstehenden Tag nach. Bessere Prozessabläufe, Dinge, die ich nicht vergessen darf, beim Duschen fällt mir wirklich alles ein. Nur genauso schnell ist das nach dem Duschen wieder vergessen. Allerdings kann ich mich ja kaum mit dem Block und einem Stift in die Dusche stellen. Da hab ich wirklich keine Lösungsidee und es ist ziemlich schade, dass so viele Gedanken verloren gehen.

    Ich bin gespannt auf eure Lösungsvorschläge und wie ihr mit solchen "Problemen" umgeht.

    Natürlich bin ich auch gespannt auf eure Gedanken zu dem Thema Sammeln : )
    Chillie hat das Thema in seinem Blog ja auch schon angesprochen.
  2. chillie
    chillie
    Das Bad-Thema kenne ich - dort habe ich wirklich gute Ideen. Aufgeschrieben habe ich die noch nicht, meist hilft es mir die Lösung zu fixieren. Dann genügt es mir die Idee bis in die Arbeit zu tragen wo ich sie mir dann aufnotiere.

    Ansonsten hilft mir mein Notizbuch, allerdings ist meines nicht so mobil wie es ZTD eigentlich vorsieht. Aktuell kommen da alle Dinge rein die mich vor allem beim lernen ablenken. Wenn Du es immer dabei hast, solltest Du vllt. das Buch ins Bad legen und die Idee dann im Kopf so lange fixieren bis Du sie aufgeschrieben hast?
  3. m.e.l.l.a
    m.e.l.l.a
    Einen kleinen Block hab ich schon im Bad liegen. Mein Problem ist eher, dass die Gedanken ganz schnell wieder verschwunden sind und nicht 1:1 wiederkommen, wenn ich den Block dann parat habe...
    Vielleicht sollte ich mir ne Kopierfolie und nen wasserfesten Folienstift in die Dusche legen
  4. chillie
    chillie
    Du könntest ja Edding nehmen ... allerdings solltest Du dann vorsichtig sein wie viele Ideen Du hast - wenn die Fliesen voll sind wirds schwierig
  5. m.e.l.l.a
    m.e.l.l.a
    Mein Mann wäre begeistert
  6. Markus Jung
    Markus Jung
    Ja, die Problematik kenne ich. Wenn ich im Bad mal etwas Zeit habe, kommen mir auch oft gute Ideen. Meist reicht es dann aber, diese direkt hinterher zu Papier zu bringen, bevor ich mich mit etwas anderem beschäftige.

    Unterwegs hingegen finde ich es auch schwierig. Als "Mister Wichtig" mit Diktiergerät rumzurennen ist mir zu blöd. Meine Notizblock hole ich allerdings in der Tat immer häufiger raus. Auch nicht unbedingt beim gehen, aber da versuche ich dann, mir die Dinge durch Wiederholung zu merken, bis ich zum Beispiel in der U-Bahn sitze.
  7. m.e.l.l.a
    m.e.l.l.a
    In den letzten Tagen hab ich ein bißchen an meinem Notizblock rumgemacht in der Absicht, ihn etwas aufzumotzen (Kalender integriert und so), und jetzt gefällt er mir nicht mehr. Was hab ich also heute statt Lernen gemacht? Ich war einkaufen (2 A6-Hefte, eins kariert und eins liniert) und hab jetzt sage und schreibe drei Stunden daran rumgebastelt. Ok, ich bin jetzt zufrieden, aber das ist doch Wahnsinn, dass man da so viel Zeit reinsteckt. Im karierten hab ich meinen Kalender drin und die Tagesplanung und das linierte ist für die Notizen. Schon komisch, dass da nicht irgendwas aus Papier ausreicht und ich da etwas brauche, wo mein Bauch ja sagt...
    Auf jeden Fall versuch ich mich jetzt noch an Marketing...
  8. m.e.l.l.a
    m.e.l.l.a
    Nichts mehr liniertes A6-Heft, sondern stinknormaler Notizblock. Ich handhabe das jetzt daheim genauso wie in der Arbeit. Ein Gedanke auf eine Seite, abreißen und ins IN-Fach. Damit gehts mir um einiges besser und vor allem denke ich jetzt nicht mehr darüber nach. Das ist das beste Zeichen! Im Haus sind bestimmt vier solche Blöcke verteilt, außerdem einer in der Jackentasche für unterwegs, und ich brauch dann nur die beschrifteten Zettel nehmen und weiterverarbeiten.
  9. Markus Jung
    Markus Jung
    Eine Frage zu unterwegs und Jackentasche: Was für einen Stift nutzt Ihr da? - Ich suche noch was kleines und leichtes. Ein normaler Kugelschreiber trägt mir eigentlich zu sehr auf.
  10. chillie
    chillie
    Ich nutze ja ein Moleskine Pocket mit einer Stiftklammer - daran hängt bei mir ein normaler Kuli.

    Von Lamy gibt es aber auch einen extra kurzen Kugelschreiber, von Faber Castell gibt es sowas auch (heisst irgendwas mit "Scribble").
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