So - wir schreiben das Jahr 2009 - konkret die 6. KW 6 Wochen habe ich versucht mich in der Organisation zu verbessern. Kleine Siege habe ich errungen, aber auch größere Rückschläge hinnehmen müssen. Ich sehe aktuell schwer eine Möglichkeit alles gleich gut unter einen Hut zu bringen, sprich Studium, Arbeit und die verbesserte Organisation. Das gute ist, meine generellen Ziele (meine Ziel Mind Map, die hier an meinem Schreibtisch hängt) halte ich ziemlich gut ein (>50%). Zudem habe ich mir aus dem ZTD Konzept doch schon ein paar Kleinigkeiten abgeguckt die funktionieren, allerdings noch keine Produktivitätssteigerung im normalen Leben hervorrufen. Immerhin halte ich seit 6 Wochen sowohl in der Arbeit als auch zuhause auf meinem Lernschreibtisch alles soweit ich Ordnung das ich die wichtigen Sache im Überblick und auch im Griff habe. Das ist ein absolutes Pro und freut mich. Die ordentlich und übersichtlich gestalteten Ablagen machen es mir leicht, selbst in der Arbeit lege ich Dinge die ich erledigt habe sofort ab. Darum nehme ich mir noch einmal meine Ziele vor und konkretisiere sie bezüglich Verbesserungpotential. Wie man sieht komme ich nach 6 Wochen genau an den Punkt an dem man so oft scheitert, wenn ich jetzt nachgebe sind die Ziele verloren. Ich kann allerdings auch nicht komplett von vorne Anfangen - somit werde ich mich etwas wie mit einer kleinen Bestandsaufnahme beschäftigen und dann kurz- und mittelfristige Ziele formulieren um Herr über die Aufgaben zu sein und mich nicht von meinen Aufgaben beherrschen lassen.
Ich muss auch immer wieder aufpassen, dass das Thema Selbstmanagement nicht zu viel Zeit und Energie frisst, die ich egtl ins Studium investieren sollte. Die Priorität muss da eindeutig beim Studium liegen und das Selbstmanagement soll ja egtl nur ne Hilfestellung und Verbesserungspotenzial sein, und nicht das Thema Nr 1.
Ich fühle mich eigentlich eher so als hätte ich aktuell generell weniger Energie - egal welchen Teilbereich ich betrachte, so richtig optimal läuft es seit 1-1,5 Monaten nirgendwo. Kann natürlich auch eine Folge meiner persönlichen Restrukturierung sein, wodurch meine Energie dort landet wo ich sie gar nicht erwarte.
Insgesamt arbeite ich jetzt schon deutlich strukturierter und effizienter. Nur leider nicht immer. Es gibt auch Tage, wo ich irgendwie nicht in Form bin und viel Zeit vertrödel - und mich hinterher enorm darüber ärgere. Ob ich das wirklich ändern kann? - Oder muss ich einfach akzeptieren, dass es solche "kaputten" Tage gibt?
Ich habe mir ein kleines Controllinginstrument ausgedacht. Eine Excel Tabelle in der ich meine Oberziele und meine "Habits" eintrage und ab sofort täglich nach erfüllt und nicht erfüllt markiere. Erfüllt wird das Feld grün bei nicht erfüllt rot - bin mal gespannt ob ich damit weiter komme. Die Excel Tabelle ist erstmal für die nächsten 6 Wochen aufgebaut.
So was ähnliches hab ich bei den Wochenreviews. Hier bewerte ich jeden Punkt einzeln mit Daumen hoch oder Daumen runter. Nur hab ich noch keine greifende Maßnahme für Daumen unten. Außer dass ich in der Folgewoche mein Augenmerk drauf legen will. Trotzdem hab ich zwei Daumen-runter hintereinander. Wie oft möchstest du in den 6 Wochen "eingreifen" bzw wie oft hintereinander darf es bei dir rot sein?
Prüfen möchte ich das ganze am Ende jeder Woche. Bei meinen Hauptzielen kommt es mir erstmal auf die Kontinuität an - das kann ich schwer in Zahlen ausdrücken. Bei den Habits möchte ich mind. 75% erreichen - Hohes Ziel allerdings bin ich privat auch schon gut dabei, beruflich sollte ich eher vorsichtig rangehen und von 50% sprechen (wobei die berufliche Woche ja auch 2 Tage kürzer ist )
So, gestern habe mich mir alles mal explizit angesehen. Ist eine schöne bunte Tabelle geworden. Es reicht noch nicht um Schlüsse zu ziehen, allerdings hab ich mir eine Summe unter jeden Tag gelegt, bin mal gespannt ob ich vllt. an bestimmten Tagen mehr meiner Ziele erreiche. Insgesamt bin ich recht zufrieden, so habe ich alle Ziele mind. an 3 Tagen einmal erreicht.
Vor einem Monat dachte ich, dass mein Projekt beinahe gescheitert wäre. Heute bin ich so zufrieden wie schon lange nicht mehr mit meiner Arbeitsorganisation. Für mich zeigt es das mal wieder, wenn man den 6-8 Wochen Totpunkt überwunden hat (an dem ich pers. schon oft gescheitert bin) ist der Weg frei die ersten Früchte der Bemühungen zu ernten. In diesem Punkt bin ich echt zufrieden und sehr happy ... genau das möchte ich mit dem Beitrag zurückgeben! TSCHAKKA
Ja, da sprichst Du etwas Wahres an. Die Gefahr ist groß, bei den ersten Rückschlägen die Flinte ins Korn zu werfen nach dem Motto "klappt ja doch nicht". Wenn man den Punkt überwinden kann, werden sich auch die Früchte einstellen - man muss diese dann nur auch sehen können. Ich neige dazu immer nur die Dinge zu sehen, die gerade nicht so gut klappen (zum Beispiel das frühe aufstehen, auch die ständige Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge) und die Erfolge (ich stehe viel früher auf als früher, mein Schreibtisch ist stets aufgeräumt und mein INBOX-System funktioniert schon recht gut) nicht zu sehen.