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Reduzierung der Arbeitszeit

  1. #1
    michael1983 ist offline Benutzer
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    Hallo,

    ich denke das Thema passt ganz gut hier hin, zumal ich selbst auch an der HFH studiere. Ich würde mich freuen, wenn eine rege Diskussion zu diesem Thema entsteht

    Ich habe vor meine Arbeitszeit von derzeit 38,5 auf 30 Stunden pro Woche zu verkürzen. Vorab ein paar Infos zu mir:

    Männlich, 28 Jahre, beschäftigt als Projekt-Entwickler in der Automobilindustrie (weltweit 5000 Mitarbeiter).
    Ich habe bisher immer mehrere Dinge gleichzeitig gemacht. Statt locker zu Bund oder Zivi habe ich mich nebenher 6 Jahre durch den THW-Ersatzdienst geschleppt. Während meiner Technikerausbildung in Vollzeit habe ich parallel 50 Stunden pro Monat gearbeitet und nun mache ich noch nebenbei ein Studium an der HFH zum Wirtschaftsingenieur (4 Semester - läuft soweit sehr gut). Ich habe zudem durchweg sehr gute Arbeitszeugnisse von allen meinen Arbeitgebern und bin deshalb ziemlich ungebunden und auch frei von jeglichen Geldsorgen.
    Meine Intention ist es mich durch gute Bildung und sinnvolle berufliche Erfahrungen zu einem interessanten und unabhängigen Beschäftigten zu bringen.
    Ich will keine Karriere, wo ich pro Woche 60 Stunden arbeiten muss und nach 30,40 Jahren Burnout habe oder nach einem Herzanfall tot umfalle - ich denke einfach, dass das Leben nicht nur zum arbeiten da ist.
    Versteht mich nicht falsch, ich arbeite gerne, möchte aber nebenbei noch ein paar andere Ziele verfolgen (z.B. möchte ich mich für den Ironman auf Hawaii qualifizieren).

    Optimal wäre für mich eine Reduktion der Arbeitszeit von 38,5 auf 30 und statt 30 nun 35 Tage Urlaub - dafür würde ich auf 25% meines Gehaltes verzichten.
    Zumindest das erste Ziel möchte ich erreichen.

    Wie würdet ihr hier vorgehen?
    Denkt ihr man bekommt ein passendes Angebot oder ist das quasi ein beruflicher Selbstmord?

    Viele Grüße und vielen Dank vorab

  2. #2
    stefhk3 ist offline Moderator
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    Sehe ich es richtig, dass Du bei Deinem aktuellen Arbeitgeber die Arbeitszeit reduzieren möchtest? Du weißt, dass es einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit gibt. Auch unabhängig davon würde ich sagen, jeder Arbeitgeber, bei dem das Wohl der Mitarbeiter nicht nur eine Floskel ist, sollte das respektieren. Insofern denke ich, das sollte kein Problem sein, jedenfalls wenn man nicht auf der Vorstandseben mitspielen will. Sicher kann man sich natürlich nicht sein.

  3. #3
    Avatar von wooten
    wooten ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ich bin für mein Fernstudium auch von einer 40 auf eine 32h Woche runtergegangen. Ich arbeite nun 4 statt 5 Tage die Woche und kann meinen freien Tag frei legen (natürlich in Abhängigkeit der Arbeitslage und nach Rücksprache mit den Kollegen). Ich hatte auch ein bisschen Schiss das Thema überhaupt anzusprechen und hatte mit Widerstand gerechnet - aber es ging alles völlig problemlos (auch wenn ich der einzige Mitarbeiter mit dieser Regelung bin). Also sprich es an, du hast dabei nichts zu verlieren!
    Betriebswirt (VWA) | 6. Trimester Dipl. Betriebswirt (FH) an der PFH

    Mein Blog dazu!

  4. #4
    michael1983 ist offline Benutzer
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    Danke schonmal für eure Beiträge und auch den Hinweis mit dem gesetzlichen Anspruch - das wusste ich gar nicht und das macht die Sache natürlich deutlich leichter.

    Der Gedanke reift erst seit einiger Zeit in mir, wobei ich schon länger weiß, dass mir die Lebensqualität wichtiger ist und ich daher auch gerne auf Geld verzichte.

    Ich möchte das gerne bei meinem aktuellen AG durchziehen und ca. im nächsten Januar starten - ich wäre dann ca. 18 Monate im Unternehmen. Vorerst würde ich die Teilzeit auf 1 bis 2 Jahre befristen... vielleicht auch länger. Vor dem Gespräch habe ich schon ein wenig Bammel - am Ende werde ich als Faulenzer abgestempelt... und mein Fernstudium kann ich nicht als Argument aufführen, weil hier niemand davon weiß. Wie gesagt, die Zeit wird mir eher zur Selbstverwirklichung dienen - meine Alternative ist ein komplettes Sabbatjahr.

  5. #5
    michael1983 ist offline Benutzer
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    Eigentlich ist das Studium ja dann doch sehr vorteilhaft in Bezug auf den beruflichen Selbstmord. Ich kann ja dann einfach argumentieren, dass ich mich während der Teilzeit aufs Studium konzentriert habe... was natürlich dann auch verstärkt in den Vordergrund rücken wird. Wobei ich das Studium auch eher aus Gründen der Selbstverwirklichung mache.

  6. #6
    Avatar von Markus Jung
    Markus Jung ist offline Fernstudium-Infos.de
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    Also ich hatte während meines Fernstudiums die Arbeitszeit auf 80 Prozent reduziert. Theoretisch wäre das eine Vier-Tage-Woche gewesen. Leider habe ich mich aber darauf eingelassen, jeden Tag zu kommen und eigentlich dann etwas eher zu gehen. Hat aber in der Praxis eher dazu geführt, dass ich wie vorher weiter gearbeitet habe und sich dafür Plus-Stunden angesammelt haben. Heute würde ich das nicht mehr so machen, sondern wirklich zusehen, dass ich einen Tag pro Woche komplett zu Hause bleiben kann.
    armin, Webby und wooten gefällt das.
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    Mitautor des Ratgebers 100 Fragen und Antworten zum Fernstudium

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